Montag, 22. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Als Fidel im Jahre 1993 die Zusammensetzung der Nationalversammlung der Volksmacht analysierte und auf den wachsenden Anteil von Hochschulabsolventen, Schwarzen und Mestizen sowie der Frauen hinwies, hob er hervor, dass dies von dem „kolossalen Fortschritt unseres Volkes in diesen Jahren der Revolution“ zeuge und darüber hinaus die Form sei, „in der die Ungleichheit und die Diskriminierung in unserem Land verschwunden sind.“

Seitdem sind die Parlamentssitze jeder dieser Sektoren angewachsen, nicht mit dem einfachen Ziel, den Vertretungsquoten gerecht zu werden, sondern aufgrund des Wertes und der Vorbereitung jener, die mit diesen Charakteristiken von unserem Volk gewählt worden sind.

Von den 605 Abgeordneten, die am 11. März gewählt worden sind, sind 53,22 % Frauen, was uns als das Land mit dem zweithöchsten Frauenanteil im Parlament ausweist, übertroffen nur von Ruanda mit 61,3 %.

Das internationale Panorama ist jedoch nicht sehr schmeichelhaft, wenn wir uns die Angaben anschauen, die kürzlich von der Interparlamentarischen Union (UIP), einem Organismus, der die gesetzgebenden Organe von 178 Ländern vereint, veröffentlicht worden sind.

Den Statistiken zufolge stand der Frauenanteil in den Parlamenten zwischen 2016 und 2017 fast still, da er nur um 0,1 % anwuchs.

Tatsächlich nahmen die von Frauen eingenommenen Parlamentssitze 23,4 % ein. Sie hatten eine Rekordbeteiligung an den Wahlen und erlangten mit 27,1 % mehr Parlamentssitze als in den vorhergehenden Zeiträumen. Aber die Bilanz zwischen Ein- und Austritten aus dem Parlament war nicht günstig und verhinderte, dass es letztlich mehr amtierende Frauen im Parlament gab.

Auf dem amerikanischen Kontinent ist zum Beispiel im Jahre 2017 ein Anwachsen des Frauenanteils am Parlament um 0,3 % zu verzeichnen, was dazu führte, dass diese 28,4 % der Sitze einnahmen. Argentinien (38,1 %), Ecuador (38 %) und Chile (22,6 %) nehmen die ersten Plätze ein.

Es sei erwähnt, dass seit 2013 das kubanische Parlament mit der Zusammensetzung der Achten Legislatur, deren Mandat im April endet, einen Frauenanteil von 48,86 % aufwies.

Heute hat das Streben nach Emanzipation der kubanischen Frau, unabhängig davon, dass sie die Mehrheit im Parlament darstellen, noch immer offene Fragen der Gleichberechtigung und Empowerment zu lösen und noch immer gilt es, veraltete Vorurteile abzuschütteln.

Aber niemand könnte jene Überzeugung Fidels anzweifeln, dass „im Verlaufe dieser schwierigen Jahre es keine wirtschaftliche, soziale und politische Aufgabe, keinen wissenschaftlichen, kulturellen und sportlichen Erfolg, keinen Beitrag zur Verteidigung unseres Volkes und der Souveränität unseres Vaterlandes gegeben hat, die nicht auf die unveränderlich enthusiastische und patriotische Präsenz der kubanischen Frau zählen konnte.“

IN ZAHLEN

Parlamente der Welt mit größtem Frauenanteil:

Ruanda: 61,3%

Kuba: 53,22%

Bolivien: 53,1%

Anteil der Frauen in der Nationalversammlung der Volksmacht

Achte Legislatur: 299 Frauen = 18,86%

Neunte Legislatur: 322 Frauen = 53,22%

Von den 322 weiblichen Abgeordneten des Parlaments

  • ... sind 55,59% gleichzeitig Delegierte der Basis
  • ... haben 87,5% einen Hochschulabschluss
  • ... sind 66,14% erstmalig Abgeordnete
  • ... stellen 13,66% junge Frauen von 18 bis 35 Jahren dar. Das Durchschnittsalter der Frauen beträgt genau wie das des gesamten Parlaments 49 Jahre und die jüngste Abgeordnete ist 19 Jahre alt.
  • ... gehören 24,5% (79) den Organen der Volksmacht an. Von ihnen sind 37 Vorsitzende der Volksräte, sind also in ständigem direktem Kontakt zum Volk.
  • ... sind 51,8% Schwarze und Mestizinnen
  • ... sind 6,8% Leiterinnen von Massenorganisationen und 5,2% von politischen Organisationen
  • ... sind 15,8% mit der Produktion und den Dienstleistungen verbunden
  • ... gehören 3,1 % dem landwirtschaftlichen und kooperativen Sektor an
  • ... arbeiten 17,7% im Gesundheits- und Bildungswesen
  • ... widmen sich 3,72% der Forschung

Quelle:

Granma Internacional

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