Dienstag, 18. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

FARC neuMit Iván Duque hat der Kandidat des »Uribismus«, also des rechtskonservativen politischen Feldes im Umfeld des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, die Präsidentschaftswahl in Kolumbien in der Stichwahl gegen den linksalternativen Gustavo Petro gewonnen. Die FARC erklärt in einem Kommuniqué, dass sie die Ergebnisse des Urnengangs respektieren wird.

„Das Ergebnis von 41 Prozent für den linken Präsidentschaftskandidaten Gustavo Petro ist trotz Niederlage eines der besten seit Langem für die progressiven Kräfte in Kolumbien. Den Wahlsieg des rechten Kandidaten Iván Duque sehen zu Recht viele Menschen mit großer Sorge, weil er ein Ende des Friedensprozesses und eine Zuspitzung des politischen und sozialen Konflikts in Kolumbien bedeuten kann“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

Der Präsidentschaftsaspirant der Bewegung Menschenwürdiges Kolumbien, Gustavo Petro, stellte am gestrigen Donnerstag die Koalition für den Frieden, eine große Allianz politischer und sozialer Sektoren vor, die seine Kandidatur unterstützen, wie Prensa Latina berichtete.

Der Block vereinigt Vertreter der Parteien Alianza Verde (Grüne Allianz), Polo Democrático Alternativo (Alternative Demokratische Achse), Liberal, Unidad Nacional (Nationale Einheit) und Unión Patrótica (Patriotische Union).

Kolumbien wird das erste lateinamerikanische Land sein, das der Organisation des Nordatlantikpakts (NATO) als „globaler Partner“ beitritt.

Der Wunsch nach Veränderung war der Motor beim ersten Durchgang der letzten Präsidentschaftswahlen in Kolumbien, aber die Frage hängt in der Luft – welche Art von Veränderung?

Der rechte Iván Duque und der progressive Gustavo Petro, die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, die bei der Stichwahl am 17. Juni aufeinandertreffen, stehen für radikal unterschiedliche Projekte und stimmen nur in ihrer Kritik des Status quo überein.

Pünktlich zu den ohnehin komplizierten Wahlen hat die NATO vor der staunenden Öffentlichkeit bekanntgegeben, daß Kolumbien als »Globaler Partner« in das aggressivste Kriegsbündnis unserer Zeit eingegliedert werden soll. Ausgerechnet das Land, das trotz eines Friedensvertrages mit der bisherigen Guerrilla-Organisation FARC immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist, in dem frühere Angehörige der FARC und deren Familien vom kolumbianischen Militär und von diversen Milizen weiterhin bedroht und bekämpft werden, und wo es nicht gelingt, Friedensgespräche mit der Guerrilla ELN zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen.

Die kolumbianische Guerillaorganisation ELN kündigte über ihr Twitterkonto@ELN_Paz an, dass sie vom 25. bis zum 29. Mai ihre Operationen einstellen werde, meldet Telesur.

Die auftständische Gruppe betonte, dass sie zu einigen „günstigen Bedingungen, die der kolumbianischen Gesellschaft die Möglichkeit geben, sich in den am 27. Mai stattfindenden Präsidentschaftswahlen zu äußern, beitragen werde.

Die Delegationen der kolumbianischen Regierung und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) nahmen am Donnerstag in Havanna die Gespräche für einen neuen beiderseitigen Waffenstillstand wieder auf.

Die Gespräche, die 2017 in Quito begonnen hatten, wurden nach der Entscheidung des Präsidenten Lenin Moreno, wegen der Sicherheitskrise an der Grenze zwischen Kolumbien und Ecuador, seine Rolle als Garant aufzugeben, nach Havanna verlegt.

Kuba empfängt in dieser Woche den fünften Gesprächszyklus zwischen der Regierung Kolumbiens und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), der größten Guerilla des Landes, die sich noch im bewaffneten Aufstand befindet.

Der Dialogprozess wurde in Quito, Ecuador begonnen, aber dieses Land stellte seine Teilnahme als Sitz und Garant des Dialogs nach den Zwischenfällen an der Grenze zu Kolumbien ein, bei denen drei Journalisten den Tod fanden und es zum Angriff gegen eine Militärpatrouille kam.

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