Montag, 18. Juni 2018
Solidaritätsanzeige

Alfonso CanoWie die kolumbianische Regierung triumphierend mitteilt, ist es den Regierungstruppen des südamerikanischen Landes gelungen, den obersten Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) zu ermorden. Der Guerrillero sei bei einem Bombenangriff auf ein Lager der Organisation in Cauca getötet worden, erklärte Staatschef Juan Manuel Santos. Von Seiten der FARC gibt es bislang keine Bestätigung für diesen erneuten Schlag, mehrere der Guerrilla nahestende Medien kommentieren die Ermordung Canos jedoch bereits und haben offenbar keinen Zweifel daran, dass die Angaben des Regimes korrekt sind.

Protest in StockholmDer Journalist Joaquín Pérez Becerra bleibt in Haft. Am gestrigen Donnerstag lehnte die zuständige Richterin einen Antrag der Verteidigung ab, den schwedischen Staatsbürger freizulassen, weil die gegen ihn von der Anklage vorgebrachten Beweise ungültig seien. Diese hatte sich in dem Haftbefehl ausschliesslich auf Dokumente bezogen, die angeblich auf den Computern des am 1. März 2008 ermordeten FARC-Comandante Raúl Reyes gefunden wurden. Diese waren aber im Mai vom Obersten Gerichtshof Kolumbiens für nicht verwertbar erklärt worden. Die Richterin erklärte nun jedoch, es sei noch nicht der Augenblick in diesem Prozess gekommen, die Legalität der Beweise zu prüfen. Zuerst müsse die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift vorlegen.

Miguel Ángel BeltránDie kolumbianische Justiz hat am Freitag den Universitätsprofessor Miguel Ángel Beltrán Villegas freigesprochen, der angeklagt gewesen war, Mitglied der Internationalen Kommission der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) gewesen zu sein. Die Anklage stützte sich dabei auf Daten, die angeblich auf den Computern des 2008 ermordeten FARC-Sprechers Raúl Reyes gefunden worden sein sollen. Richterin Luisa Fernanda López Díaz stützte sich in ihrem Urteil jedoch auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 19. Mai, das die Reyes-Computer als Beweismittel ausgeschlossen hatte.

FARC-EPWir bewerten die Nachricht der unilateralen Befreiung von zwei Abgeordneten, zwei Soldaten und einem Polizisten aus den Händen der Guerilla FARC-EP positiv.

Als “Europäerinnen und Europäer für den Frieden in Kolumbien” nutzen wir die Gelegenheit der Gruppe “Kolumbianerinnen und Kolumbianer für den Frieden” und der früheren Senatorin Piedad Córdoba zu gratulieren, die diese Friedensgeste ermöglicht haben. Wir wollen auch der Regierung Brasiliens für all ihre Hilfe danken, die sie für diese Befreiungen gezeigt hat.

Wir dokumentieren nachstehend die gemeinsame Erklärung der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) in der von der Tageszeitung junge Welt in ihrer heutigen Ausgabe veröffentlichten Übersetzung.

Die Führung der Guerilla des kolumbianischen Ostens, der Arauca, Casanare, Boyacá und einen Teil der Santanders umfaßt, erklärt mit Unterstützung der obersten Kommandostrukturen des Nationalen Sekretariats und des Zentralkommandos, daß die tragische Konfrontation, die es zwischen den FARC-EP und der ELN im Departamento Arauca gegeben hat, endgültig beendet ist.

FARC-EPFARC-EPELNELNDie Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und die Nationale Befreiungsarmee (ELN) wollen ihren seit Monaten in der ostkolumbianischen Provinz Arauca geführten Bruderkrieg beenden. In einer gemeinsame Erklärung der beiden wichtigsten Guerrillaorganisationen des südamerikanischen Landes, die zu Wochenbeginn auf der FARC-Homepage veröffentlicht wurde, informieren die regionalen und nationalen Kommandostrukturen beider Organisationen über ein Treffen, bei dem die Ursachen für die Konfrontation diskutiert und offenbar ausgeräumt wurden. »Selbstkritisch erkennen wir an, daß wir die Bevölkerung geschädigt und in Mitleidenschaft gezogen haben«, schreiben die Guerrilleros und bitten die Opfer um Entschuldigung.

Pablo Emilio MoncayoPablo Emilio MoncayoPablo Emilio Moncayo, der im April nach zwölfjähriger Gefangenschaft in der Gewalt der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) freigelassen worden war, ist wieder auf der Flucht. Nach wiederholten Drohungen gegen ihn und seine Familie hat er das Militär gebeten, ihm ein Jahr Urlaub zu gewähren. Das ist der gesamte Jahresurlaub, der sich in der langen Gefangenschaft angesammelt hatte. Er werde sich in dieser Zeit in Europa - offenbar in Italien oder Frankreich - aufhalten und die Monate nutzen, um auszuruhen und zu lernen, erklärte seine Schwester Yuri Tatiana Moncayo gegenüber kolumbianischen Medien. Seine Familienangehörigen wollen hingegen »derzeit« das Land nicht verlassen.

Juan Manuel SantosJuan Manuel SantosAm morgigen Mittwoch empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel Kolumbiens künftigen Präsidenten Juan Manuel Santos. In einer gemeinsamen Erklärung forderten deshalb amnesty international, Caritas International, FIAN, terre des hommes, kolko - Menschenrechte für Kolumbien, Action pro Colombia, Koordination Gerechtigkeit und Frieden der Franziskaner (COTAF), Pax Christi und der Solidaritätsfonds Eine Welt von der Regierungschefin, gegenüber ihrem Gast die schwierige Menschenrechtslage in Kolumbien zu thematisieren und die zukünftige Administration dazu auffordern, Maßnahmen zur vollständigen Umsetzung der UN-Menschenrechtsempfehlungen zu ergreifen.

Juan Manuel SantosJuan Manuel SantosJuan Manuel Santos von der Regierungspartei »de la U« ist der neue Präsident Kolumbiens. Nach Auszählung von 99,91 Prozent der Stimmen liegt der frühere Verteidigungsminister mit 69,05 Prozent der abgegebenen Stimmen klar vor seinem Konkurrenten von der Grünen Partei, Antanas Mockus, der nur auf 27,52 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag mit unter 45 Prozent sehr niedrig, was wohl zum einen auf die Übertragung der Fussball-Weltmeisterschaft als auch auf einen entsprechenden Aufruf des linken Alternativen Demokratischen Pols (PDA) zurückzuführen sein dürfte.

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