26 | 02 | 2020

Eine Einrichtung, maßgeschneidert nach den Interessen der USA, die gezeigt hat, dass sie die Planung, Organisation und Ausführung des Putsches in Bolivien fest im Griff hat. Das ist die OAS.

Nachdem einmal Präsident Evo Morales abgesetzt war, hat sie kein einziges Wort mehr von sich gegeben. Dass sie das, was geschehen ist, verurteilen würde, wäre zu viel verlangt. Zum Dialog aufzurufen, wäre das angemessene Verhalten gewesen, aber das hat sie nie getan. In dem Sinne zu handeln, dass das Leben der Menschen, darunter auch das des Präsidenten und Vizepräsidenten und anderer bolivianischer Beamten respektiert wird, ist auch etwas, was nicht auf ihrer Tagesordnung stand.

Das schlimmste von allem aber ist das völlige Schweigen sowohl ihres Generalsekretärs Luis Almagro und des illegalen Anhangs, den die Gruppe von Lima bildet, die sicherlich auf Anweisung des US-Außenministeriums warten.

Es ist vollkommen unverständlich, dass es noch einige Regierungen in Lateinamerika gibt, wie die in der Gruppe von Lima vertretenen, die nicht nur dieser unseligen Organisation angehören, sondern sich auch noch für die teuflischsten Pläne zum Sturz von Regierungen hergeben und so sozialen Projekten ein Ende setzen, die Millionen von armen Bürgern unserer Länder zugute kommen.

Ich muss zugeben, dass ich am Montag, als ich irrtümlich davon ausging im Internet irgendeine Form von verurteilender Erklärung besagter OAS über das Geschehen in Bolivien zu finden, ich frustriert darüber war, eine solche nicht zu finden.

Während die Regierung Mexikos solidarisch und mit Würde die Notwendigkeit erkannte, sich für die Verteidigung des Friedens in Bolivien einzusetzen und zu einer Dringlichkeitssitzung dieser Institution aufrief, beschränkte sich auf der anderen Seite die Regierung Perus darauf, Neuwahlen zu fordern, die von der OAS überwacht werden sollten.

Ich glaube, der Moment ist gekommen

–vielleicht war er schon viel früher da – dass wir alle als Völker Lateinamerikas die OAS anklagen.

Ich wiederhole, es ist die Stunde gekommen, um uns ein für alle Mal dieser schweren Last zu entledigen, die den Prozessen der Unabhängigkeit und der Entwicklung unserer Länder so viel Schaden zufügt. Es ist der Moment gekommen, vor der Welt Personen wie ihrem Generalsekretär Luis Almagro die Maske vom Gesicht zu reißen, einem Mann, der fähig ist, die schlimmsten Komplotts zu schmieden, um Putsche wie den zu fördern, der in Bolivien gegen einen verfassungsmäßigen, demokratisch gewählten Präsidenten, der von seinem Volk geliebt wird und ein Beispiel ist, was seine Arbeit und seine Würde angeht.

Auch muss diese Einrichtung angeklagt werden, im voraus Informationen zur den bolivianischen Wahlen bekanntgegeben zu haben, die eigentlich erst am Dienstag hätten veröffentlicht werden sollen, die aber schon am frühen Samstag Morgen durchgesickert waren.

Was sollte durch diese durchgesickerte Informationen erreicht werden, wenn nicht ein Klima der Unsicherheit zu schaffen und die Lunte für Chaos und Gewalt zu entzünden?

So etwas muss bestraft werden, wenn es Gesetze gibt, um die Schurken dieser Welt zu richten.

Außerdem ist besagter Bericht in einer undurchsichtigen und mitnichten überzeugenden Sprache verfasst.

Ich stelle mir vor, dass Evo die Bedeutung erkannt hat, dies es für sein Land , für Lateinamerika und für die Welt gehabt hat, einer solch diskreditierten OAS vertraut zu haben, zunächst als Wahlbeobachter und anschließend bei der Überprüfung der Wahlen.

Aber es ist noch nicht zu spät. Dies ist der Moment, dass sich alles Staaten Lateinamerikas und der Karibik einig sind, Nein zu den Putschen und ihren Drahtziehern der Organisation Amerikanischer Staaten zu sagen.

Lasst uns handeln und keine Zeit verlieren. Die Getretenen in Bolivien, diejenigen, die Augen und Hände durch die Polizisten in Chile verloren haben, die Bauern, Indigenen, die ehemaligen Kämpfer und Dorfbewohner, die jeden Tag in Kolumbien ermordet werden, oder die, die in den brasilianischen Favelas sterben oder verwundet werden, nur weil sie Arbeit und Brot fordern, die Millionen, die im Argentinien Macris in die Armut und die extreme Armut geführt wurden, alle, absolut alle, fordern, dass die Völker aktiv werden und die einzige Weise dies zu tun, ist gemeinsam zu handeln, mit Würde und Mut. Dies sind die lebenswichtigen Bestandteile. Und die OAS besitzt keine davon.

„Und was wollen die Yankees? Wollen sie sagen, dass wir die OAS missachten? Nun, wenn sie das sagen wollen, wunderbar, sollen sie doch das sagen, was wir alle sagen: dass sie die OAS als Instrument besitzen, um Revolutionen in Amerika zu verhindern“. Rede die Fidel Castro am 6. August 1960 auf der Schlussveranstaltung des Ersten Lateinamerikanischen Jugendkongresses gehalten hat.

„... der Organisation Amerikanischer Staaten fehlt es völlig an Moral und sie hat kein Recht, Kuba zu richten und zu sanktionieren“. Rede Fidel Castros vom 26. Juli 1964, XI. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada Kaserne.

„Unsere Position ist die, dass dieser Organismus ein Instrument der Durchdringung und zur Ausübung imperialistischer Herrschaft über Lateinamerika gewesen ist. Unsere Position ist, dass dieser Organismus verschwinden muss. Unsere Position ist, dass wir, die Völker Lateinamerikas eines Tages vereint sein müssen, um eine menschliche Gemeinschaft zu werden, die der Achtung der Welt würdig ist, dass wir unsere Kräfte vereinen, um nicht das zu sein, was wir heute sind, da wir Opfer der Aggressionen sind. Ist dies eine Kloake oder nicht? Ist dies eine Bilge, oder nicht? Ist das ein Yankee-Kolonialministerium oder nicht? Historisch gesehen symbolisiert diese Einrichtung die imperialistische Unterdrückung unserer Völker und wenn unsere Völker frei sind, wird diese Institution verschwinden. Man wird keine OAS mehr brauchen, wenn es eine Gemeinschaft lateinamerikanischer Völker gibt“. Fidel Castro, Interview vom 4. Dezember 1971.

„Gibt es in dieser verfaulten Institution eine Interamerikanischen Menschenrechtsausschuss (CIDH)? Ja, den gibt es, antwortet man mir. Und was ist seine Aufgabe? Die Lage der Menschenrechte in den Mitgliedsländern der OAS zu beurteilen. Hat er irgendwann einmal die Regierung der Vereinigten Staaten verurteilt? Nein, niemals. Auch nicht wegen der Verbrechen des Völkermords, die von Bush begangen wurden, und Millionen Menschen das Leben kostete? Nein, niemals! Auch nicht wegen der Folterungen auf dem Stützpunkt in Guantánamo? Soweit wir wissen, mit keinem Wort. Reflexion Fidels: „Einmal mehr die verfaulte OAS“, 8. Mai 2009.

„Lasst uns niemals vergessen, dass die OAS – die Organisation der Amerikanischen Staaten, Ende der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu Beginn des Kalten Krieges von den USA gegründet – nur Interessen gedient hat, die denen Unseres Amerikas entgegengesetzt waren. Die Organisation, die passend von unserem Außenminister dem Compañero Raúl Roa García als „Kolonialministerium“ der Vereinigten Staaten bezeichnet wurde, war es, die Kuba sanktionierte und bereit war, eine Marionettenregierung zu unterstützen und anzuerkennen, wenn sich die Söldnerinvasion in Playa Girón konsolidiert hätte. Die Liste ist unendlich, die aufzeigt, wie sie gegen die junge kubanische Revolution und andere revolutionäre und progressive Regierungen agiert hat. Obwohl wir andere Länder nie dazu ermuntert haben besagte Organisation aufzugeben, möchte ich hier wiederholen, was ich schon vor einigen Jahren in Brasilien in Umschreibung José Martís gesagt habe, dass bevor Kuba in die OAS zurückkehrt, „wird sich das Meer des Nordens mit dem des Südens vereinen und eine Schlange aus dem Ei eines Adlers geboren werden“. Zentraler Bericht des 7. Parteitags der Kommunistischen Partei Kubas, vorgetragen von Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Havanna, 16. April 2016.

„Das Interamerikanische System reaktiviert Mechanismen, die in der Region so abscheuliche Erinnerungen wachrufen, wie den Vertrag zum Gegenseitigen Beistand (TIAR) und die demoralisierte OAS, die sich als Instrument des politischen Drucks der USA und der Oligarchien konsolidiert, die den Neoliberalismus verteidigen.(...). Ja, die OAS ist eine hässliche Sache. Und sehr zynisch. Ihre „Besorgnis“ erreicht nicht die Tiefe der Wut der Völker, die sich gegen den Neoliberalismus erheben und Gas und Blei erhalten, wenn sie friedlich demonstrieren.“ Rede des Präsidenten der Republik Kuba Miguel M. Díaz-Canel Bermúdez auf der Schlussveranstaltung des Antiimperialistischen Solidaritätstreffens für Demokratie und Neoliberalismus am 3. November 2019.

Quelle:

Granma Internacional


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