Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez hat den Putsch in Bolivien vom gestrigen Sonntag energisch verurteilt. Auf Twitter schrieb er: “Die Rechte greift mit ihrem gewaltsamen und feigen Staatsstreich die Demokratie in Bolivien an. Dem Putsch gilt unsere energische Verurteilung und dem brüderlichen Präsidenten Evo Morales Ayma unsere Solidarität. Die Welt muss sich für das Leben und die Freiheit Evos mobilisieren.”

Auch Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla brachte in diesem sozialen Netzwerk die energische Verurteilung des Staatsstreichs und die Solidarität mit Evo, Protagonist und Symbol des Anspruchs der Ureinwohner Unseres Amerikas, für das Außenministerium unseres Landes zum Ausdruck. 

Die 701 Mitarbeiter der Medizinischen Brigade Kubas in Bolivien befänden sich in Sicherheit, ausgestattet mit der notwendigen Logistik, auf dem Laufenden gehalten über die Vorgänge und in ständiger Kommunikation mit der Missionsleitung, versicherte Yoandra Muro, Chefin der Kubanischen Medizinischen Brigade in diesem Land den Nachrichten des Kubanischen Fernsehens gegenüber.

Das Ministerium für Auswärtige Beziehungen Kubas gab am 9. November eine Erklärung heraus, in der es heißt: “In Missachtung der Wahlbehörden und des aus den Wahlen hervorgegangenen Ergebnisses haben Sektoren der bolivianischen Opposition mit Hilfe und unter der Leitung der USA und regionaler Oligarchien einen Staatsstreich in Gang gesetzt mit dem Ziel, das bolivianische Volk über das Resultat der Wahl hinwegsehen zu lassen. Die putschistische Strategie der Opposition hat in diesem Land Tage intensiver Gewalt entfesselt, die bereits Todesopfer, Hunderte von Verletzten und verabscheuungswürdige rassistische Äußerungen gegenüber Indigenen gezeitigt haben.”

Am Sonntag kündigte der Präsident des Plurinationalen Staates von Bolivien Evo Morales Ayma seinen Amtsverzicht an, nachdem oppositionelle Gruppen, die die Wahlergebnisse vom 20. Oktober ignorierten, eine Welle der Gewalt losgetreten hatten und ein Kommunique der Bewaffneten Streitkräfte ihn zum Rücktritt aufgefordert hatte.

“Ich habe mich entschlossen, von meinem Amt zurückzutreten, damit Carlos Mesa und Luis Camacho damit aufhören, Tausende von Brüdern zu misshandeln und anzugreifen (...) Ich habe die Pflicht, den Frieden zu suchen. Es ist sehr schmerzlich, dass wir unter Bolivianern aufeinander losgehen. Aus diesem Grund habe ich mein Rücktrittsschreiben an die Plurinationale Versammlung Boliviens gesandt. Dies ist keinerlei Verrat an den sozialen Bewegungen, der Kampf geht weiter, wir sind das Volk. Wir haben Bolivien befreit, wir hinterlassen ein befreites Land in Entwicklung mit Generationen, die viel Zukunft haben”, sagte Evo. Der Vizepräsident der Nation Alvaro García Linera und weitere Mitglieder der Exekutive quittierten ebenfalls den Dienst.

Quelle:

Granma Internacional