Screenshot: Bolivia TVBoliviens Präsident Evo Morales und seine Bewegung zum Sozialismus (MAS) haben die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in dem südamerikanischen Land klar gewonnen. Ob der Vorsprung für Evo jedoch reicht, um eine Stichwahl zu vermeiden und direkt in der ersten Runde im Amt bestätigt zu werden, war nach Auszählung von 83 Prozent der Stimmen noch unklar.

Wie die Präsidentin des Obersten Wahlgerichts (TSE), María Eugenia Choque, mitteilte, erreichten Evo und die MAS nach aktuellen Stand 45,71 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgt demnach die Comunidad Ciudadana mit Carlos Mesa, die auf 38,16 Prozent kommen.

Morales hätte damit einen Vorsprung von 7,55 Punkten vor Mesa. Um in der ersten Runde gewählt zu werden, bräuchte er jedoch mindestens zehn Punkte mehr als der Zweitplazierte, sofern er die Marke von 50 Prozent verfehlt. So würde es nach jetzigem Stand im Dezember zu einer Stichwahl kommen. Choque wies jedoch darauf hin, dass dies noch nicht abschließend geklärt sei, da noch viele Stimmen aus den ländlichen Regionen des Landes fehlen, die als Hochburgen des Präsidenten gelten.

Bei den zeitgleich durchgeführten Parlamentswahlen hat die MAS ihre absolute Mehrheit in beiden Kammern verteidigen können. Morales feierte das am Abend vor Anhängern: »Wir haben einmal mehr gewonnen! Wir haben vier Wahlen hintereinander gewonnen, das ist historisch und einmalig!«

Quellen: ABI, Bolivia TV / RedGlobe