Montag, 29. Mai 2017
Solidaritätsanzeige

Der Satellit Túpac Katari wurde Ende 2013 ins All geschossen. Foto: Eneas de Troya (CC BY 2.0) Der Satellit Túpac Katari wurde Ende 2013 ins All geschossen. Foto: Eneas de Troya (CC BY 2.0) Rund 2000 Schulen in Bolivien werden im kommenden Jahr kostenlos Internetzugänge bekommen. Ermöglicht wird die Verbindung über den Kommunikationssatelliten Túpac Katari, den der Plurinationale Staat 2013 ins All geschossen hat. Profitieren werden von den neuen Möglichkeiten vor allem Schulen in den ländlichen und Bergregionen des Andenstaates, die nur schwer mit Glasfaserkabeln erschlossen werden konnten. Darüber informierte der Direktor der Bolivianischen Raumagentur ABE, Iván Zambrana.

Evo Morales in Berlin. Screenshot: TeleSurBoliviens Präsident Evo Morales hat seinen derzeitig stattfindenden Deutschland-Besuch genutzt, um am Mittwochabend in der Technischen Universität (TU) Berlin vor zahlreichen interessierten Gästen über die Politik seiner Regierung zu informieren. In dem Vortrag über die Schwierigkeiten und Erfolge seiner bislang fast zehnjährigen Amtszeit wies er darauf hin, dass Bolivien derzeit das Land des Kontinents sei, das über das höchste Wirtschaftswachstum verfüge. Vor seinem Amtsantritt habe Bolivien dagegen auf dem letzten Platz des Rankings gelegen.

Er lobte die bilateralen Wirtschaftsabkommen mit Deutschland, die er während seines Aufenthalts unterzeichnet hat. Diese würden dazu beitragen, die Stärkung Boliviens fortzusetzen.

Evo Morales feiert den Sieg. Foto: ABIEvo Morales feiert den Sieg. Foto: ABIBoliviens Präsident Evo Morales bleibt im Amt. Mit rund 60 Prozent der Stimmen gewann er Nachwahlbefragungen zufolge die am Sonntag durchgeführten Wahlen zum höchsten Amt des Andenstaates und kann den Plurinationalen Staat mit seiner dritten Amtszeit in Folge bis 2020 regieren. Er wird dann der am längsten amtierende Staatschef des Landes sein. In acht der neun Departamentos Boliviens konnte Evo Morales gewinnen. Auch die von ihm geführte Bewegung zum Sozialismus (MAS) konnte ihre Zweidrittelmehrheit im Parlament verteidigen. Die Partei gewann 24 der 36 Sitze im Senat und 80 der 130 im Abgeordnetenhaus.

Forum von São PauloForum von São PauloLa Paz ist bereit für die Ausrichtung des zwanzigsten Forums von São Paulo, zu dem sich offiziell ab Donnerstag 180 linke Parteien und soziale Organisationen aus Lateinamerika und anderen Ländern versammeln werden. Auf dem Messegelände Chuquiago Marka wurden die Voraussetzungen geschaffen, um eine Woche lang die Teilnehmer dieses internationalen Ereignisses zu empfangen.

Junger Schuheputzer in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien. Foto: Alberto... / flickr.comJunger Schuheputzer in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien. Foto: Alberto... / flickr.comMit einer Pressemitteilung hat die bolivianische Botschaft am Montag auf das Aufsehen reagiert, das in Deutschland die Legalisierung von Kinderarbeit in dem südamerikanischen Land ausgelöst hat. In dem Statement erläutert die diplomatische Vertretung des Plurinationalen Staates, dass das neue Gesetz es Minderjährigen unter 14 Jahren erlaubt, in Bolivien legal zu arbeiten. Der/die Minderjährige muss demnach freiwillig arbeiten, braucht die Erlaubnis der Eltern und zusätzlich die Genehmigung eines »Verteidigers der Familie«, eines Behördenvertreters.

Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut der Presseerklärung: »Am 2. Juli verabschiedete das bolivianische Parlament ein Gesetz, das die Arbeit von Mädchen und Jungen ab zehn Jahre erlaubt;  bisher lag das Mindestalter bei 14 Jahren.  Aus Gründen der Armut, weil sie Waisen sind, oder auch aufgrund von Gewalt in der Familie  sind auch in Bolivien viele Minderjährige dazu gezwungen, zum Familieneinkommen beizutragen.

Granma, 16. Juni 2014Granma, 16. Juni 2014Mit den Worten von Ernesto Che Guevara, die dieser vor 50 Jahren im Namen Kubas auf der ersten Konferenz der Vereinten Nationen über Handel und Entwicklung in Genf, geäußert hatte, wurde am vergangenen Sonntag die Plenarsitzung des Gipfeltreffens der Gruppe der 77 und China eröffnet. Bolivien begrüßte auf diese Weise die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Der Gipfel sei eine einmalige Gelegenheit, »um Erfahrungen in der Staatsführung und der Umsetzung von Sozialpolitik in den einzelnen Ländern auszutauschen«, erklärte als Gastgeber der bolivianische Staatschef Evo Morales. Für ihn persönlich sei der Umstand, als Präsident pro tempore der G-77 + China zu fungieren, eine große Lehre. »Diese Veranstaltung wird eine weitere Schule sein für alle, die wir in Gewerkschaftskämpfen und sozialen Kämpfen herangewachsen sind«, sagte er.

Gegen den ImperialismusAuf Einladung sozialer Bewegungen und Gewerkschaften Boliviens beginnt heute in Cochabamba ein dreitägiges »Gipfeltreffen der Völker gegen Imperialismus und Kolonialismus«. Die Veranstaltung, zu der Teilnehmer aus 87 Ländern erwartet werden, ist eine Reaktion auf die Aggression europäischer Regierungen gegen Boliviens Staatschef Evo Morales. Dieser war in der Nacht zum 3. Juli von Frankreich, Spanien, Portugal und Italien am Überflug gehindert worden, so dass er unfreiwillig in Wien zwischenlanden musste. Mit ihrer Tagung wollen die Organisationen ihre Solidarität mit Morales demonstrieren.

Wir dokumentieren nachstehend den von der bolivianischen Botschaft in Berlin übersetzten Aufruf zu der Konferenz.

Hammer und SichelAngesichts der Entscheidungen der Regierungen Portugals, Spaniens, Frankreichs und Italiens, Überflug und Landung des offiziellen Fugzeugs mit Evo Morales, Präsident des Plurinationalen Staates Bolivien auf seiner Rückreise von einem Besuch bei der Russischen Föderation an Bord, zu verhindern, erklären die unterzeichnenden Parteien und Organisationen:

1 – Wir verurteilen vehement die Entscheidungen der Regierungen der oben genannten Länder und verlangen eine formale Entschuldigung bei Präsident Evo Morales und dem plurinationalen Staat Bolivien für die abgestimmte Haltung, die die elementarsten rechtlichen Prinzipien und internationalen Konventionen nicht respektiert und sich gegen die Sicherheit und das Leben von Präsident Evo Morales richteten.

Die Regierung des Plurinationalen Staates Bolivien klagt gegenüber der Weltgemeinschaft die Aggression gegen die Regierung des Plurinationalen Staates Bolivien und ganz spezifisch gegen den Präsidenten Evo Morales Ayma an. Die Aggression manifestiert sich im überraschenden Entzug der Überflug- und Landeerlaubnis der Präsidentenmaschine Falcon 900 FAB 001 am heutigen Tag, 2. Juli 2013. Die Präsidentenmaschine befand sich nach der Teilnahme des Staatschefs und seiner Begleitdelegation am »Zweiten Forum der gasexportierenden Länder«, das in der Russischen Föderation stattfand, auf dem Rückflug.

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