Ecuador verhängt nach Beben den Ausnahmezustand. Grafik: ANDESEcuador verhängt nach Beben den Ausnahmezustand. Grafik: ANDESEin schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat am Samstagabend (Ortszeit) weite Teile Ecuadors erschüttert. Die Zahl der Opfer stieg im Verlauf des Sonntag auf 235 Tote und 1557 Verletzte. Über das gesamte Land wurde der Ausnahmezustand verhängt, in den sechs am schwersten betroffenen Provinzen Santa Elena, Manabí, Guayas, Santo Domingo, Esmeraldas und Los Ríos wurde der Notstand ausgerufen.

Nach Angaben von Vizepräsident Glas wurden bislang mehr als 100 Nachbeben der Stärke 2,6 bis 6,0 registriert. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und die für solche Fälle festgelegten Maßnahmen zu ergreifen sowie sich über die offiziellen Kanäle zu informieren. Das Land mache nun eine schwere Zeit durch, die staatliche und private Infrastruktur sei schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Für solche Fälle stehe ein Notfallfonds in Höhe von 300 Millionen Dollar bereit, die zur Bewältigung der Folgen der Katastrophe eingesetzt würden. Hinzu kommen nach Angaben von Glas weitere Mittel, die für den Wiederaufbau bereitstehen. Es seien bereits fünf Notunterkünfte für die betroffene Bevölkerung eingerichtet worden. Tausende zusätzliche Feuerwehrleute und Polizisten seien in das Katastrophengebiet in Marsch gesetzt worden.

Der Vizepräsident erklärte weiter, man habe auch internationale Instanzen um Unterstützung gebeten und insbesondere Hilfmannschaften angefordert. Als erste ausländische Regierung antwortete Venezuela. Präsident Nicolás Maduro schickte ein Flugzeug mit Rettungsmannschaften und Hilfsgütern nach Ecuador.

Quelle: Agentur ANDES / RedGlobe