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Brasilien

Allein in Rio de Janeiro gingen 100.000 Menschen auf die Straße. Screenshot: TeleSurAllein in Rio de Janeiro gingen 100.000 Menschen auf die Straße. Screenshot: TeleSurAus Anlass des 52. Jahrestages des letzten Militärputsches haben Hunderttausende Menschen in zahlreichen Städten Brasiliens gegen die erneut drohende Verletzung der Demokratie in dem südamerikanischen Riesenland demonstriert. Allein in Rio de Janeiro gingen mehr als 100.000 Menschen auf die Straße, um gegen die von der rechten Opposition angestrebte Amtsenthebung der Präsidentin Dilma Rousseff zu protestieren. Weitere Großdemonstrationen fanden in neun Bundesstaaten des Landes statt, unter anderem in Pernambuco, Paraná, Ceará, Alagoas, São Paulo, Bahía, Maranhão und Brasilia. Auf Plakaten und Transparenten richteten sich die Teilnehmer gegen die »Faschisten im Kongress« und forderten »Nein zum Staatsstreich!«

Der frühere Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva begrüßte die Demonstrationen, die »den Wert der Demokratie« aufzeigten. Eine Absetzung Rousseffs habe keine legale Grundlage, betonte er und unterstrich: »Wer an die Demokratie glaubt, wird sie mit seinem Körper und seiner Seele auf der Straße, in den Schulen, auf der Arbeit, im Internet, in den Kirchen verteidigen«.

Auch in anderen Ländern der Welt gingen Tausende Menschen aus Solidarität mit der demokratisch gewählten Regierung Brasiliens auf die Straße. Neben zahlreichen Staaten Lateinamerikas gab es Kundgebungen und Demonstrationen unter anderem in Deutschland, Frankreich und Spanien.

Am 31. März 1964 hatte das Militär den Präsidenten Joao Goulart gestürzt und eine blutige Diktatur errichtet, die sich bis 1985 an der Macht hielt.

Quelle: TeleSur / RedGlobe

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