Montag, 19. November 2018
Solidaritätsanzeige

„Die kommende Regierung Brasiliens, die kürzlich gewählt worden ist, hat nicht die mindeste moralische Autorität, Kuba in welchem Bereich auch immer in Frage zu stellen, weder in Bezug auf die internationale medizinische Zusammenarbeit, noch hinsichtlich der Menschenrechte“, urteilte der Außenminister der Insel Bruno Rodríguez Parrilla.

In Erklärungen vor Prensa Latina und Telesur im Rahmen des Iberoamerikanischen Gipfels in Guatemala verteidigte der Leiter der kubanischen Diplomatie am vergangenen Freitag die Entscheidung der Karibiknation, infolge der Äußerungen des gewählten Präsidenten Jair Bolsonaro die eigene Teilnahme am Programm „Más Médicos“ (Mehr Ärzte) zu beenden.

Boticario ist ein entlegenes Dorf im Nodosten Brasiliens. Es befindet sich im Staat Sergipe, über 1.600 km von der Hauptstadt Brasilia entfernt.

Es ist unwahrscheinlich, dass der jüngst gewählte Präsident des südamerikanischen Landes Jair Bolsonaro jemals dort gewesen ist, oder dass er weiß,wo auf der brasilianischen Landkarte sich dieser Ort befindet. Noch weniger kann man glauben, dass er die Geschichte von Maria kennt, eine einfache junge Frau von kaum 29 Jahren, der eine kubanische Ärztin Erleichterungt verschaffte.

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat über das State Department angekündigt, dass es eine neue Liste von 26 kubanischen Unternehmen und Filialen gibt, die von US-Restriktionen betroffen sind.  

Der Entschluss wurde gefällt nach der vernichtenden Niederlage der US-Regierung am vergangenen 1. November vor der UNO, als die Welt zum wiederholten Mal die Blockade-Politik des Imperiums gegen Kuba verurteilte. Die Vereinigten Staaten indes, um einen poetischen Ausspruch zu paraphrasieren, sehen weder die Vereinten Nationen, noch hören sie ihnen zu, sie ignorieren sie.

LONDON-   Karl Marx, einem der größten revolutionären Denker aller Zeiten, galt die unerlässliche Ehrung, die ihm am Mittwoch der Päsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez und die ihn begleitende Delegation erwies.

Drei Jahre nach ihrer Abreise, und mit erfüllter Mission, kehrte eine Gruppe von 196 Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die sich im Rahmen des Programms Mais Médicos in Brasilien befand, nach Kuba zurück. Seit 2013 waren ca. 20.000 kubanische Ärzte und Pfleger an der Initiative beteiligt, mit der Gesundheitsdienste in entlegene Gebiete und gefährdete Gemeinden Brasiliens gebracht wurden.

In den frühen Morgenstunden dieses Donnerstags begrüßte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, den Präsidenten des Staats- und des Ministerrats, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, und die ihn begleitende offizielle Delegation auf der internationalen Rundreise, die ihn zu offiziellen Besuchen nach Russland und in vier asiatische Länder so wie zu Transitaufenthalten in Frankreich und im Vereinigten Königreich geführt hat, am Internationalen Flughafen José Martí.

cuba minrexDas Gesundheitsministerium der Republik Kuba, das den solidarischen und humanistischen Prinzipien verpflichtet ist, die seit 55 Jahren die kubanische Zusammenarbeit bestimmt haben, nimmt seit Anfang August 2013 am Programm Más Medicos para Brasil (Mehr Ärzte für Brasilien) teil. Die Initiative, die von Dilma Rousseff ausging, die zu diesem Zeitpunkt Präsidentin Brasiliens war, hatte das edle Ziel, gemäß dem Prinzip der universellen Gesundheitsversorgung, wie sie die Weltgesundheitsorganisation unterstützt, die medizinische Versorgung für den größten Teril der brasilianischen Bevölkerung sicherzustellen.

Die Kommunistische Partei Kubas und das Parlament haben beschlossen, einen Entwurf für eine neue Verfassung jetzt zur Diskussion an die Bevölkerung zu geben und im Februar eine Volksabstimmung durchzuführen. Seit August diskutieren nun die knapp 11,5 Millionen Kubanerinnen und Kubaner in etwa 135.000 Versammlungen und Foren über den Entwurf. Auf diese Weise wird die gesamte Bevölkerung in die Diskussion eingebunden, es werden Änderungen vorgeschlagen, diskutiert, formuliert und abgestimmt. Am Ende soll ein neues „Gesetz der Gesetze“ stehen, das der heutige kubanische Realität besser entspricht als die (1992 und 2002 reformierte) Verfassung von 1976. Schon dieser Diskussionsprozess straft alle Märchen von der „Karibikdiktatur“ Lügen. Zum Vergleich: Das deutsche Grundgesetz wurde nie dem Volk zur Abstimmung vorgelegt, geschweige denn dass Gewerkschaftsvorsitzende, Vertreter von Studierenden, Frauenorganisationen und Nachbarschaftskomitees an der Erarbeitung des Entwurfs mitarbeiteten, wie es in Kuba der Fall ist. Der EU-Verfassungsentwurf von 2005 wurde in Deutschland ebenfalls nicht der Bevölkerung vorgelegt.

LONDON - Im Zuge des Interesses der kubanischen Regierung, die Wirtschafts- und Kooperationsbeziehungen weiter zu stärken und zu diversifizieren und die Beteiligung britischer Unternehmen an den Entwicklungs- und Investitionsplänen unseres Landes zu fördern, führte der Präsident des Staats- und des Ministerrates Miguel Díaz-Canel Bermúdez am Dienstagmorgen ein Gespräch mit der Vereinigung „Initiative Cuba“.

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