Mittwoch, 29. März 2017
Solidaritätsanzeige

Cuba Socialista: Aus der neuen Welt

  • Konsumverhalten im Kommunismus

    Berichte aus HavannaWie sich die Einkaufsmöglichkeiten der Cubaner von denen der Deutschen unterscheiden
        
    Deutschland: Ins Gespräch mit meiner Freundin vertieft, schlängle ich mich durch die Massen, die an einem Mittwochnachmittag das Einkaufszentrum bevölkern. Die Menschen huschen von Geschäft zu Geschäft, auf der Suche nach einer neuen Eroberung, die in ihren vollen Kleiderschränken noch fehlt, nach dem ultimativen Schnäppchen oder dem neusten Produkt auf dem Markt. Kaum jemandem fallen all die Werbeplakate, Blinklichter und Lautsprecherdurchsagen bzw. zum Kauf anregende Musik auf, die diese Gegenstände anpreisen. Auch ich nehme nichts von all dem wirklich wahr. Mein Gehirn hat längst gelernt alles auszublenden, was im Augenblick nicht elementar erscheint. Nur dem Unterbewusstsein werden dann diese riesigen Brocken an Informationsmaterial vorgeworfen.

  • Der Mann, der John Lennon die Brille aufsetzt

    Berichte aus HavannaIm Stadtteil Vedado von Havanna, nah der angesagten 17. Straße, sitzt John Lennon auf einer Bank – zumindest könnte man das denken, wenn man Nachts aus dem Club „Submarino Amarillo“ (Yellow Submarine) stolpert.  Steht man tagsüber vor der lebensgroßen Bronzestatue, erhebt sich ein alter Mann von der Bank nebenan, nähert sich mit langsamen Schritten und setzt John Lennon eine Brille mit den typischen runden Gläsern auf. Das ist sein Job, dafür wird er bezahlt.

    Er ist wahrscheinlich einer der 2 Millionen Cubaner, die als unproduktiv* eingestuft worden sind und im Rahmen der Wirtschaftsaktualisierungen andere Beschäftigungen bekommen sollen, wie uns Oscar Martinez in unserem Gespräch mit ihm berichtete. Bei insgesamt 11 Millionen Einwohnern auf der Insel, ist das schon eine schockierende Zahl. Als dieses Vorhaben der cubanischen Regierung bekannt wurde, tönte es in den deutschen Medien, Cuba würde Massenentlassungen durchführen wollen – das ist natürlich Quatsch. Im Kapitalismus wäre das tatsächlich so, denn da sprechen wir von der Anarchie der Produktion, also der Tatsache, dass die Art der Produkte und ihre Mengen, nicht durch die Bedürfnisse der Bevölkerung bestimmt werden, sondern der Profitgier, der Willkür der unternehmerischen Entscheidung entstammen. So trifft die Entscheidung über die Einstellung oder Entlassung von Arbeitern auch ein einzelner Unternehmer, hier ebenfalls willkürlich, getarnt als kontrollierten Akt durch den Markt.

  • Neuer Hip-Hop im alten Havanna

    Berichte aus HavannaMeine Gruppe und ich sind in Habana-Vieja (Alt-Havanna) unterwegs und laufen durch den Regen. Die Umgebung ist sehr belebt, überall sieht man Menschen, die ihren Tätigkeiten nachgehen. Dieser Stadtteil fällt durch viele der alten Kolonialbauten auf, die als Weltkulturerbe anerkannt sind, da sie auf einer solch großen Fläche nur noch selten erhalten sind. Ich habe deshalb oft das Gefühl, dass ich eine Zeitreise mache, wenn ich in Cuba unterwegs bin. Da sind zum einem die bekannten Oldtimer, deren Abgase sich mit dem Essensgeruch der Kiosquos vermischen, zum anderem die alten Gebäude von deren Balkons nahezu überall die Wäsche zum trocknen hängt. Auch sieht man oft Kinder auf ihren Rollbrettern oder mit dem Fußball, während man die Älteren nicht selten beim Domino spielen antrifft. In Havanna geht es meist sehr lebhaft zu. Das heißt, dass das eigentliche Leben auf der Straße stattfindet , die Menschen pflegen hier ein angenehmes und lebhaftes Miteinander. Oft kommen wir in Gespräche oder werden Zeuge spannender Momente die ihre Eindrücke bei uns hinterlassen.

  • Die CUJAE: ein Ort zur Bildung revolutionärer Werte?!

    Berichte aus HavannaMit der typischen Kurzfristigkeit, die wir hier auf Cuba erleben durften, erfuhren wir von dem Vorhaben mehrerer Gewerkschaftler, die Cujae zu besuchen. Da sie ebenfalls aus Deutschland kommen, wurden wir gebeten einen Vortrag über die revolutionären Werte der Universität und deren Projekte in unserer Muttersprache zu halten, sowie einen anschließenden Interessensaustausch anzuregen. Also bereiteten wir mehrere Themenbereiche vor und schauten mit Vorfreude und Interesse auf den besagten Tag.

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