Samstag, 18. August 2018
Solidaritätsanzeige

Catalunya - Nou estat d'EuropaDie wohl grösste Demonstration für eine Unabhängigkeit von Spanien hat Katalonien heute erlebt. Hunderttausende Menschen gingen am heutigen Nationalfeiertag, der Diada Nacional de Catalunya, in Barcelona auf die Strasse. Zu der Demonstration unter dem Slogan »Katalonien - ein neuer Staat in Europa« hatte die Katalanische Nationalversammlung (ANC) aufgerufen, ein breites Personenbündnis. Aus allen Regionen Kataloniens waren Demonstranten mit Autobussen in die Metropole gekommen.

Sánchez Gordillo und das T-ShirtEin deutsches Modelabel macht Kasse mit andalusischen Gewerkschaftern. In den zu H&M gehörenden Weekday-Läden, die bevorzugt an einschlägigen Yuppie-Adressen wie der Berliner Friedrichstrasse oder der Hamburger Mönckebergstrasse zu finden sind, gibt es jetzt ein T-Shirt zu kaufen, das mit dem »spanischen Robin Hood« Juan Manuel Sánchez Gordillo wirbt. In englishcer Sprache heisst es zudem »Essen für die Menschen statt Hunger auf der Welt«. Der Bürgermeister von Marinaleda und Parlamentsabgeordnete der Vereinigten Linken selbst wurde vermutlich nicht gefragt, ob er so kommerzialisiert werden will.

Lidl besetztAus Protest gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Madrid haben Aktivisten der Andalusischen Arbeitergewerkschaft (SAT) am Donnerstag eine Filiale der Supermarktkette Lidl in der Ortschaft Dos Hermanas besetzt. Die Aktion ereignete sich am Rande der aktuellen Etappe des von der Gewerkschaft organisierten Protestmarsches durch Andalusien und konnte trotz eines massiven Polizeiaufgebotes durchgeführt werden, das seit Tagen die Demonstrationen der SAT begleitet. Die Gewerkschaft kritisiert diese Mobilisierung der Beamten als unnötige Verschwendung von Steuergeldern. Die Behörden versuchten dadurch nur zu verhindern, dass die Gewerkschaft auf die Schuldigen der Krise aufmerksam mache, kritisierten Sprecher.

Vilmos HantiIn der vergangenen Woche wurde Vilmos Hanti, der Präsident der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten und Präsident des ungarischen antifaschistischen Verbandes MEASZ, von einer Gruppe neofaschistischer Gewalttäter überfallen. Im Anschluss an eine antifaschistische Demonstration und Kundgebung in Budapest, die gegen Antisemitismus und Neofaschismus gerichtet war, griff eine Gruppe von Jugendlichen Vilmos Hanti an und schlug ihn so, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Déi Jonk KommunistenDéi Jonk KommunistenAufrüstung, Militarisierung und Krieg stehen nach dem Ende des Kalten Krieges vor allem in den USA und in der EU wieder auf der Tagesordnung. Und auch Luxemburg rüstet auf und beteiligt sich an Auslandseinsätzen. Diese werden mit Lügen und unter Vorwänden gerechtfertigt. Dabei geht es aber in Wirklichkeit um wirtschaftliche und geostrategische Interessen, um Rohstoffe, Macht, Einfluß und um (Rüstungs-)Profite. Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen sind Beispiele dafür.

Kommunistische Partei GriechenlandsKommunistische Partei GriechenlandsDie Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und die ihr nahestehende Gewerkschaftsfront PAME rufen dazu auf, mit einem erneuten landesweiten Generalstreik gegen die Neuauflage der Kürzungspolitik der griechischen Regierung zu protestieren. »Die Koalitionsregierung ND-PASOK-DIMAR ergreift neue barbarische Maßnahmen in Höhe von mindestens 13,6 Milliarden Euro. Es geht um Maßnahmen, wie der sogenannte "Mindestlohn", durch den der nationale Manteltarifvertrag und die darin festgeschriebenen Rechte auf Dauer abgeschafft werden (altersabhängige Hochstufungen, Urlaub und Freistellungen, Zulagen und andere Rechte)«, heisst es auf der Homepage der KKE. »In der Zwischenzeit wurden weitere Lohn- und Rentenkürzungen im öffentlichen und im privaten Sektor angekündigt, Kürzungen von Zulagen, Entlassung von 150.000 Staatsangestellten, erweiterte Privatisierungen von staatlichen Unternehmen und Einrichtungen, Schließung und Zusammenlegung von Krankenhäusern, neue, noch brutalere Kürzungen im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in der Wohlfahrt, erdrückende Besteuerung des Einkommens wie auch des kleinsten Immobilieneigentums, Sonderwirtschaftszonen für Industrieansiedlungen, um das Großkapital zu subventionieren, mit mittelalterlichen Arbeitsverhältnissen und ohne jedwede Arbeitsrechte, dramatische Preissteigerung des Heizungsöls und des Stroms.« Das bedeute für noch mehr Menschen Massenarmut und Verelendung.

Gewerkschafter und Polizisten vor der besetzten BankGewerkschafter und Polizisten vor der besetzten BankDie andalusische Gewerkschaft SAT lässt nicht nach. Zum Auftakt der dritten Etappe ihres durch die gesamte Region ziehenden Protestmarsches haben Aktivisten der Organisation heute morgen eine Filiale der Sparkassenkette La Caixa besetzt. Auf ihrer Homepage informiert die SAT, dass die symbolische Aktion zu keinem Zeitpunkt die Tätigkeit der Bankangestellten beeinträchtigt habe. Auch seien keine Schäden an der Filiale angerichtet worden. Der Direktor habe deshalb auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet. Trotzdem räumte diese gewaltsam die Filiale und nahm elf Gewerkschafter fest.

»Erst wenn die Akropolis zur Empfangshalle der Deutschen Bank mutiert ist, geben sie wohl Frieden.«»Erst wenn die Akropolis zur Empfangshalle der Deutschen Bank mutiert ist, geben sie wohl Frieden.«Entschuldigt bitte diesen sicherlich sträflich spontanen Beitrag. Und das ist jetzt viel zu unüberlegt, unbedacht,unvorsichtig und meinetwegen auch naiv. Aber ich höre gerade Nachrichten, und es geht um Griechenland und meine griechischen Freunde, und ich höre zwischen dem üblichen Ökonomiekauderwelsch immer nur: PRIVATISIERUNG.

Ja, vielleicht habe ich nicht differenziert zugehört, vielleicht habe ich uneinsichtig und von Vorurteilen besessen nur dieses Wort aus dem allgemeinen Gerausche entblättert - aber ich frage euch jetzt, geht es wirklich nur darum, dieses wunderschöne Land mit seinen wunderbaren Menschen an ein paar reiche Arschlöcher und Konzerne zu verkaufen?

Gewerkschafter zu Gast bei der Kusine des KönigsGewerkschafter zu Gast bei der Kusine des KönigsRund 400 Mitglieder der Andalusischen Arbeitergewerkschaft (SAT) haben heute mittag nahe Hornachuelos (Córdoba) den Moratalla-Palast besetzt. Das luxuriöse Anwesen ist Eigentum des Herzogs von Segorbe und von María de la Gloria de Orleans-Braganza, einer Kusine mütterlicherseits des spanischen Königs Juan Carlos. Wie die SAT auf ihrer Homepage betont, sei zum Betreten des Parkgeländes vor dem Palast keinerlei Gewalt notwendig gewesen, da es neben dem riesigen Tor eine kleine Pforte gegeben habe, durch die der Zutritt möglich gewesen sei.

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