24 | 08 | 2019

„Dass sich die Ukrainerinnen und Ukrainer offenbar mehrheitlich für Wladimir Selenskij entschieden haben, zeigt, dass sie Veränderung wollen“, erklärt Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe und für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine.

Vogler weiter:

„Die Menschen sind nicht mehr einverstanden mit dem System Poroschenko, das als undemokratisch und korrupt wahrgenommen wird. Sein Wahlslogan ‚Armee, Sprache, Glauben‘ konnte nicht überzeugen. Aber in welche Richtung sich die Ukraine nun entwickeln wird, bleibt auch nach dem ersten Wahlgang offen. Selenskijs Programm bleibt weiterhin unklar: Innenpolitisch stellt er sich gegen Korruption und Oligarchie, aber ohne konkret zu werden. Den Konflikt mit Russland will er über Verhandlungen lösen, allerdings arbeitet er auch auf einen NATO-Beitritt der Ukraine hin, der den Konflikt weiter eskalieren würde.

Krieg, Nationalismus und Vetternwirtschaft haben die Ukraine inzwischen zum zweitärmsten Land Europas gemacht. Die größten Chancen für das Land liegen darin, eine Brückenfunktion zwischen Russland und der Europäischen Union einzunehmen und so seine kulturelle und politische Eigenständigkeit zu wahren.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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