Freitag, 17. November 2017
Solidaritätsanzeige

Türkei

Dogan AkhanliAm 10. August 2010 wurde der in der Türkei bekannte Schriftsteller Dogan Akhanli, deutscher Staatsbürger seit 2001, am Flughafen in Istanbul verhaftet und in die Haftanstalt Metris verbracht. Seit dem 20.8.2010 wird er in einer Haftanstalt in Tekirdag festgehalten. Akhanli ist zum ersten Mal seit seiner Flucht 1991 in die Türkei gekommen. Er wollte seinen kranken Vater besuchen.

Die türkische Staatsanwaltschaft wirft Akhanli vor, er sei im Oktober 1989 an einem Raubüberfall auf eine Istanbuler Wechselstube beteiligt gewesen, bei dem ein Mensch getötet wurde. Akhanli hat diesen Vorwurf und jegliche Verbindung zu dem Überfall entschieden zurückgewiesen. Seine Anwälte, Haydar Erol (Istanbul) und Ilias Uyar (Köln), halten die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweismittel für völlig haltlos.

Tekel-Arbeiter im Streik»Der seit 52 Tagen andauernde mutige und entschlossene Arbeitskampf von rund 12.000 Beschäftigten des ehemals staatlichen Tabakkonzerns verdient unseren ganzen Respekt und unsere uneingeschränkte Solidarität. Der Aufruf der fünf größten Gewerkschaftskonföderationen zu einem landesweiten Generalstreik ist die konsequente und richtige Antwort der Solidarität mit diesem Arbeitskampf, der sich für bessere Arbeitsbedingungen und gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik und Privatisierungen richtet. Vor Ort habe ich erfahren, wie wichtig gerade auch die internationale Solidarität für den Kampf der TEKEL-Beschäftigten ist«, erklärt die Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke, Sevim Dagdelen, anläßlich des heutigen Generalstreiks in der Türkei.

Zeugenberichten zufolge wurde am vergangenen Donnerstag abend (19. November) der Angehörige der illegalen Kommunistischen Arbeiterpartei der Türkei (TKIP), Alaattin Karadag, in Istanbul/Esenyurt von Polizisten getötet. Den Angaben der Polizei und der bürgerlichen Presse zufolge hätten zwei auf einer Parkbank sitzende Personen auf die Polizeikräfte das Feuer eröffnet, weil diese Ausweiskontrollen durchführen wollten, und seien hinterher geflüchtet. Es sei demzufolge zu einer Auseinandersetzung gekommen, wobei der eine der beiden fliehenden Personen durch Schüsse getötet wurde und die zweite Person flüchten konnte. Es wurde außerdem mitgeteilt, dass im Zuge des Gefechts zwei Personen, darunter ein Polizeibeamter verletzt wurden.

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