11 | 12 | 2019

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm: Infolge der türkischen „Offensive Olivenzweig“ sind in der Region Afrin im Norden Syriens fast 170 000 Menschen vertrieben worden. Junge und Alte, Kinder, Frauen und Männer brauchen nach ihrer Flucht dringend medizinische Hilfe. In der Stadt Afrin selbst, die von der türkischen Armee und verbündeten islamistischen Milizen besetzt gehalten und terrorisiert wird, halten sich laut WHO noch zehntausende Zivilisten auf, die ebenfalls Unterstützung brauchen. Von insgesamt vier Krankenhäusern in Afrin ist nur noch eines in Betrieb.


Nach dem Fall von Afrin wendet sich die türkische Führung den nächsten Zielen zu. Präsident Erdogan hatte bereits frühzeitig angekündigt, dass er syrisches Territorium bis zum Euphrat und auf der gesamten Länge bis zum Irak besetzen will, darunter die Städte Kamischli, Kobane und Manbidsch. Das Vorgehen in Afrin zeigt, dass es dabei nicht um die Vertreibung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG geht, die von der Führung in Ankara als „Terroristen“ und Verbündete der Arbeiterpartei Kurdistans PKK bezeichnet werden, während sie von anderen NATO-Staaten, allen voran den USA, als alliierte Bodentruppen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ genutzt werden.

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