Mittwoch, 18. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei der Völker SpaniensKommunistische Partei der Völker SpaniensDie institutionelle Krise des kapitalistischen Systems in Spanien stellt die herrschenden Klassen vor die Notwendigkeit, für Veränderungen in der Struktur des bürgerlichen Staates die Initiative zu ergreifen, um zu versuchen, dien destabilisierenden Effekte der Krise einzudämmen und die Lage in eine neue Stabilität zu überführen, damit die Ausbeutung der Arbeiterklasse und der Volksschichten fortgesetzt werden kann.

Die Abdankung des Königs ist nichts anderes als der Versuch, etwas zu verändern, damit alles beim Alten bleibt. Der Kampf der Arbeiter muss das verhindern!

Kommunistische Partei SpaniensKommunistische Partei SpaniensNach der Verlautbarung des Regierungspräsidenten über die Abdankung des Staatsoberhaupts appelliert die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) an ihre Mitglieder, an die Arbeiterinnen und Arbeiter und die ganze Bürgerschaft, für die Abhaltung eines Referendums mobil zu machen, mit dem über Monarchie oder Republik entschieden wird, und so die Pläne des Zweiparteiensystems zur Konsolidierung des oligarchischen und volksfeindlichen Regimes zu durchkreuzen.

Menschenkette für Kataloniens Unabhängigkeit am 11. September 2013Menschenkette für Kataloniens Unabhängigkeit am 11. September 2013Am 11. September 2013 bildeten rund 1,5 Millionen Menschen eine 400 Kilometer lange Menschenkette, um für die Unabhängigkeit Kataloniens zu demonstrieren. Sieben Monate später wird heute das bei dieser Gelegenheit entstandene »Gigafoto« der Öffentlichkeit vorgestellt. Es zeigt die gesamte Menschenkette mit allen Teilnehmern. Eigentlich hatte das Bild schon kurz nach der Aktion veröffentlicht werden sollen, doch die Bearbeitung des Materials habe sich als komplizierter herausgestellt als gedacht, teilte die federführende Katalanische Nationalversammlung (ANC) mit.

Spaniens Polizei schießt auf DemonstrantenSpaniens Polizei schießt auf DemonstrantenDie Aufstandsbekämpfungseinheiten der spanischen Polizei sind heute gewaltsam gegen die Großkundgebung zum Abschluss der »Märsche der Würde« in Madrid vorgegangen. Die Veranstaltung war noch nicht beendet und ein Chor sang gerade die »Ode an die Freude« aus Beethovens Neunter Symphonie, als die Beamten begannen, eine Gruppe von Demonstranten zu attackieren, die ein Transparent mit der antifaschistischen Losung No Pasarán - Sie werden nicht durchkommen entrollt hatten. Mehrere Menschen wurden verletzt, andere festgenommen.

Zehntausende in MadridZehntausende in MadridDas Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid ist heute ein Meer aus Menschen, Fahnen, Transparenten und Forderungen. Nach tagelangen Märschen aus allen Teilen Spaniens demonstrieren zur Stunde Zehntausende Menschen für ihre Würde – gegen die unsoziale Kürzungspolitik der spanischen Regierung und der EU. Die Veranstalter nannten zum Abschluss eine Teilnehmerzahl von nicht weniger als zwei Millionen Menschen - und wenn man die Luftaufnahmen aus dem Zentrum von Madrid sieht, scheint das keine vollkommen unrealistische Zahl zu sein. Zu der Großdemonstration hatten unzählige linke Gruppen, Gewerkschaften, die Vereinigte Linke, Kommunisten, Anarchisten, Frauenverbände und andere. Eine besonders aktive Rolle spielen auch die Feuerwehrleute, die ein Großteil der Organisation und Absicherung der Großkundgebung übernommen haben.

In Madrid haben am Sonnabend Hunderttausende Menschen gegen die Politik der Regierung demonstriert. Auf den Weg zu diesn Märschen der Würde haben sich zahlreiche Kolonnen bereits vor rund zehn Tagen aus allen Teilen Spaniens gemacht. Auch in Berlin demonstrierten rund 200 in der deutschen Hauptstadt lebende Menschen ihre Solidarität mit dieser Aktion. RedGlobe hatte währenddessen Livestreams von beiden Aktionen eingebunden - die Aufzeichnung sind noch verfügbar:
Solidaritätskundgebung in Berlin

Style von Don McCullough bei FlickrStyle von Don McCullough bei FlickrDer Anteil der Katalanen, die für eine Abtrennung von Spanien plädieren, wächst. Einer im vergangenen Dezember geführten und am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts der Generalitat, CEO, zufolge sprechen sie inzwischen exakt 59,7 Prozent der Befragten für die Bildung eines eigenen Staates aus – 40,2 Prozent erklärten sich für »völlig dafür«, 19,5 Prozent »eher dafür«. Das sind sechs Punkte mehr als in der Umfrage einen Monat zuvor. Zugleich nahm allerdings auch die Zahl der Gegner einer Sezession zu. Sie erreichten nun 29 Prozents, was ebenfalls ein Anstieg von fast sechs Punkten bedeutet. Vor allem nimmt also die Zahl der Unentschiedenen ab.

Soziales Zentrum 13 Rosen in Alcalá de HenaresSoziales Zentrum 13 Rosen in Alcalá de HenaresIn Alcalá de Henares, einem Vorort der spanischen Hauptstadt Madrid, hat die Polizei am Wochenende ein Zentrum der Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) attackiert. Bei der Aktion am frühen Samstagmorgen wurden vier Menschen verletzt, von denen drei im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zwei Anwesende wurden festgenommen, berichtete das Onlineportal »La República«. In dem »Sozialen Zentrum 13 Rosen«, das auch von anderen linken Gruppen genutzt wird, hatte zuvor eine Veranstaltung über die Verschärfung der Demonstrationsgesetze durch die spanische Regierung stattgefunden. Die Beamten, die keinen richterlichen Durchsuchungsbefehl vorweisen konnten, begründeten ihr Vorgehen mit »zu lauter Musik« in dem Lokal. Dazu passt jedoch nicht, dass sie begannen, die Räumlichkeiten zu durchsuchen und auch die Inhalte eines Computers zu inspizieren.

Die Interessen der Beschäftigten sind wichtiger als die Rede des KönigsDie Interessen der Beschäftigten sind wichtiger als die Rede des KönigsEs gibt wichtigeres als die Weihnachtsansprache eines nicht gewählten Staatsoberhaupts. Das katalanische und das baskische Fernsehen haben gestern entschieden, die Rede von Juan Carlos, vom Diktator Francisco Franco ernannter König von Spaniens, nicht zu übertragen. In Katalonien war dafür ein halbstündiger Streik der Beschäftigten von 20.50 bis 21.20 Uhr verantwortlich, in Euskal Herria entschied das Fernsehen der autonomen Region, dass die zu dieser Zeit übliche Nachrichtensendung Teleberri wichtiger sei als die Übertragung des Geredes eines Monarchen im fernen Madrid.

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