Dienstag, 17. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Estelada vermellaAuf der Homepage der Comunistes de Catalunya, der katalanischen kommunistischen Partei, haben Pedro Luna, Mitglied des Exekutivkomitees des ZK der Partei, und Miguel Àngel Parra einen Beitrag zu dem am Mittwoch vom katalanischen Parlament beschlossenen Referendum über eine Unabhängigkeit Kataloniens am 1. Oktober veröffentlicht, den wir nachstehend in eigener Übersetzung dokumentieren.

Antonio Gramsci sagte, dass die Gleichgültigkeit das tote Gewicht der Geschichte ist, denn Leben bedeute Partei zu ergreifen. Ein Revolutionär ist ein Macher, er entwickelt seine Politik nicht von einem zweideutigen Standpunkt aus. So baut man auf und so verändert man die Realität.

comunistes de catalunyaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der katalanischen kommunistischen Partei, Kommunisten Kataloniens (Comunistes de Catalunya), zu den Terroranschlägen, die Katalonien am Donnerstag erschütterten und mindestens 13 Menschenleben forderten.

Wir Kommunisten Kataloniens drücken unsere Bestürzung über die schweren Attentate aus, die die Stadt Barcelona und andere Gemeinden des Landes wie Cambrils oder Espluges erschüttert haben und die bislang 13 Menschen das Leben gekostet und mehr als 130 verletzt haben.

Einheit und Solidarität gegen den HassDie Kommunistische Jugend Kataloniens veröffentlichte am Donnerstag ein Statement zum Terroranschlag in Barcelona, bei dem gestern an den Rambles 13 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden:

Barcelona hat heute einen Terroranschlag erlitten, der von dem selbsternannten »Islamischen Staat« begangen wurde. Als Kommunistische Jugend Kataloniens verurteilen wir energisch die Terroristen, ebenso wie die Regierungen, die sie als Fußvolk für ihre imperialistischen Kriege finanziert haben. Wir möchten auch unsere umfassende Solidarität mit den Opfern und durch dieses Attentat betroffenen Personen ausdrücken und begrüßen die solidarische Antwort der arbeitenden Menschen, die sich bereitfanden, den Verletzten zu helfen, Blut zu spenden usw.

Estelada vermellaDie Katalaninnen und Katalanen sollen am 1. Oktober über die Zukunft ihres Landes entscheiden. Der Ministerpräsident der noch zu Spanien gehörenden autonomen Region, Carles Puigdemont, gab heute in Barcelona diesen Termin und die genaue Fragestellung bekannt.

»Der Umgang der Bundesregierung mit der deutschen Verantwortung für die Bombardierung Gernikas 1937 ist blanker Hohn. Ein Sportplatz und der Verweis auf Äußerungen des Bundespräsidenten vor 20 Jahren scheinen ihr genug der Versöhnungsgesten zu sein«, erklärt der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) anlässlich einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zum 80. Jahrestag der Bombardierung.

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten und ihre Mitgliedsverbände in über 25 Ländern Europas und Israel erinnern an den 80. Jahrestag der verbrecherischen Bombardierung der baskischen Stadt Guernika am 26. April 1937 durch die deutsche Legion Condor.

Flaggen auf Halbmast. Foto: Álvaro Ruiz // JCCM (CC BY-SA 2.0) Flaggen auf Halbmast. Foto: Álvaro Ruiz // JCCM (CC BY-SA 2.0)Spaniens Regierung hat angeordnet, von Donnerstag bis Sonntag die Fahnen in den Kasernen der Streitkräfte auf Halbmast zu setzen. Grund für die staatlich verordnete Betroffenheit: »Der Tod Christi«. Wie das Onlinemagazin eldiario.es berichtet, ordnete das Kabinett an, in den von den Christen als Zeit der Trauer um ihren Messias begangenen Tagen »in allen Einheiten, Stützpunkten, Zentren und Kasernen« die Flaggen zu senken.

ETAWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine Erklärung der baskischen Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit), in der diese mitteilt, ihre Waffen abgegeben zu haben:

Als baskische revolutionäre sozialistische Organisation zur nationalen Befreiung möchte ETA das baskische Volk und die internationale Gemeinschaft informieren, dass sie jetzt eine unbewaffnete Organisation ist, denn zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich alle Waffen und Sprengkörper, die sie unter ihrer Kontrolle hatte, in den Händen der Zivilgesellschaft.

Es war ein harter und schwieriger Weg, weil die im Schema von Siegern und Besiegten gefangenen und im polizeilichen Weg eingemauerten spanischen und französischen Staaten alle möglichen Hindernisse und Probleme errichtet haben.

Barcelona will Flüchtlinge aufnehmen. Foto: Mela TheurerBarcelona will Flüchtlinge aufnehmen. Foto: Mela TheurerUnter dem Motto »Wir wollen aufnehmen« haben am Samstag in Barcelona Hunderttausende Menschen gegen die Abschottungspolitik Spaniens und der Europäischen Union demonstriert. Organisiert wurde die Großdemonstration durch die katalanische Initiative »Casa nostra, casa vostra« (Unser Haus, euer Haus), die auch schon am 11. Februar in Barcelonas Kulturpalast Sant Jordi ein großes Solidaritätskonzert für die Flüchtlinge organisiert hatte, an dem 15.000 Menschen teilnahmen. Am Samstag sprach sie von bis zur eine halben Million Demonstranten, die Stadtpolizei von Barcelona zählte 160.000 Teilnehmer. Zu der Aktion hatten auch zahlreiche Parteien und Gewerkschaften aufgerufen.

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