Foto: CUP Paisos Catalans / FacebookDer Parteien, die für eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien eintreten, haben die von Madrid angeordnete Regionalwahl gewonnen – obwohl die prospanischen Ciutadans stärkste Kraft werden. Nach Angaben der Tageszeitung Ara nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen wurde wird die Liste des abgesetzten Ministerpräsidenten Carles Puidemont, Junts per Catalunya (Gemeinsam für Katalonien), mit 34 Sitzen stärkste Kraft der Unabhängigkeitsbewegung. Zusammen mit der Republikanischen Linken (ERC), die demnach auf 32 Sitze kommt, sowie mit der antikapitalistischen Kandidatur der Volkseinheit (CUP) mit vier Sitzen liegen die Independentistes damit zwei Mandate über der absoluten Mehrheit von 68 Sitzen.

Die rechtsliberalen Ciutadans (Bürger) kommen auf 37 Sitze und werden klar stärkste Fraktion im katalanischen Parlament. Doch für eine prospanische Mehrheit fehlen ihnen die Partner, denn die Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy erlebt ein Debakel. Sie stürzt von elf auf drei Sitze ab. Die dritte prospanische Kraft, die sozialdemokratische PSC, erreicht 17 Mandate.

Zwischen den beiden Blöcken positioniert sich das Linksbündnis Catalunya en Comú – Podem. Es erreicht acht Sitze. Die Allianz der spanischen Linkspartei Podemos und der »Comuns« um Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau lehnt zwar eine einseitige Unabhängigkeitserklärung ab, wendet sich jedoch auch gegen die Zwangsverwaltung der Region durch Madrid.

Die Wahlbeteiligung lag bei über 82 Prozent.

Quelle: Ara / RedGlobe

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