Sonntag, 30. April 2017
Solidaritätsanzeige

Russland

Yankee go home, das gilt auch für dich, USAIDMoskau hat der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) jede weitere Tätigkeit in Russland untersagt. Wie die Sprecherin des State Department in Washington, Victoria Nuland, bei der täglichen Pressekonferenz ihres Ministeriums bestätigte, habe die US-Administration am 12. September eine diplomatische Note der russischen Behörden erhalten, in der die Entscheidung mitgeteilt wurde. Zu den Gründen für den Rauswurf wollte sich Nuland nicht äußern: »Das überlasse ich den Russen.« Allerdings will sich Washington die Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands nicht verbieten lassen. Auch wenn man nicht mehr direkt vor Ort sei, werde man weiter »die Demokratie, die Menschenrechte und die Entwicklung einer robusteren Zivilgesellschaft in Russland unterstützen«, so Nuland. »Wir sind sehr stolz darauf, was die USAID in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Russland erreicht hat.«

Grosses Medieninteresse: Prozess gegen »Pussy Riot« in Moskau. Foto: ostromentsky / flickr.comDie angeklagten Mitglieder der Punkgruppe »Pussy Riot« sind in Moskau zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurden. Der Chef des Menschenrechtsrates beim russischen Präsidenten Wladimir Putin, Michail Fedotow, reagierte darauf mit der Überzeugung, dass die jungen Frauen verhängte Haftstrafe gemildert wird. Auch der Oberste Kirchenrat der Russisch-Orthodoxen Kirche hat die Behörden aufgerufen, Barmherzigkeit gegenüber den drei Verurteilten zu zeigen.

Die jungen Frauen waren am 21. Februar - mitten in der heissen Phase des Präsidentschaftswahlkampfs - vermummt mit bunten Masken bei einem Happening  in der Moskauer Christi-Erlöser-Kirche aufgetreten und hatten dabei zu den lauten Rhythmen ihrer Musik Verse wie »Mutter Gottes, Jungfrau, werde Feministin, vertreibe Putin« gesungen. Das Verfahren gegen Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch ist ganz offensichtlich politisch. Während die russisch-orthodoxe Kirche und die politische Elite Russlands auf eine Verurteilung der Musikerinnen drängen, spricht ein Großteil der  Beobachter spricht von einem Schauprozess.

KPRF-Chef Gennadi SjuganowBei den Wahlen zur Duma, dem russischen Parlament, hat die Regierungspartei Geeintes Russland den ersten offiziellen Ergebnissen zufolge eine deftige Schlappe hinnehmen müssen. Die Kremlpartei, die 2007 noch 64,3 Prozent der Stimmen und damit eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit in der Duma erreichte, kommt demnach nur noch auf 48,91 Prozent. Stärkste Oppositionspartei sind die Kommunisten, die 19,82 Prozent erreichen, gefolgt von dem sich sozial gebenden »Linksableger« der Kremlpartei Gerechtes Russland, für die 13,6 Prozent stimmten. Die vierte Kraft, die mit 12,65 Prozent den Einzug in das Parlament schaffte, sind die ultrarechten Liberaldemokraten. Alle anderen Parteien scheiterten an der in Russland geltenden Sieben-Prozent-Hürde.

Gennadi JanajewWie die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) heute mitteilt, ist der frühere sowjetische Vizepräsident Gennadi Janajew im Alter von 73 Jahren gestorben. Janajew war international bekannt geworden, als er im August 1991 als eines von zwölf Mitgliedern des sogenannten Staatlichen Notstandskomitees versuchte, durch eine Absetzung von Staatschef Gorbatschow den Zerfall der Sowjetunion aufzuhalten.

Am Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz in MoskauTausende Menschen gedenken heute vor allem in Russland, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt, des 140. Geburtstages von Wladimir Iljitsch Lenin. Vor dem Lenin-Mausoleum am Roten Platz in Moskau bildeten sich lange Schlangen, unzählige Menschen wollten den Begründer der Sowjetunion auf diese Weise ehren. Unter ihnen nicht nur Funktionäre der Kommunistischen Partei und alte Veteranen der Roten Armee in ihrer Uniform, sondern auch viele junge Menschen. Der russische Fernsehsender »Russia Today« widmete Lenin ausführliche Beiträge sowie eine Meinungsumfrage, in der mehr als 53 Prozent der Befragten erklärten, Lenin habe eine positive Rolle gespielt.

Iwan ChutorskoiGestern Abend, am 16. November 2009, wurde in Moskau der 26-jährige Antifaschist Iwan Chutorskoi in seinem Hauseingang hinterhältig erschossen. Iwan organisierte in letzter Zeit den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten und führte Kampfsporttraining für Genossen durch. Den Rechtsextremen war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenko beständig in den Todeslisten der Nazis auf.

Roter Platz in MoskauHunderte von Soldaten des Moskauer Militärbezirks und Kadetten der Moskauer Militärschulen haben am Samstagmorgen in Uniformen aus dem Jahr 1941 an einer Parade auf dem Roten Platz in der russischen Hauptstadt teilgenomen. Mit der Aktion wurde an den 68. Jahrestag der historischen Militärparade am 7. November 1941 erinnert. Im Rahmen der Parade rollten zwei authentische Panzer  des Typs T-34 aus den Zeiten des Krieges über den Roten Platz. Mehrere Hundert Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges beobachteten die Parade von den an der Kreml-Mauer aufgestellten Tribünen.

Rund 15 000 Teilnehmer einer Maidemonstration in der Krim-Hauptstadt Simferopol haben am Freitag die Vereinigung der Ukraine und Russlands gefordert, meldet die russische Agentur RIA-Novosti. Weiter forderten die Teilnehmer die Behörden auf, den Kampf gegen die Wirtschaftskrise zu aktivieren.
Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.