Freitag, 28. April 2017
Solidaritätsanzeige

Russland

Die Frau an Snowdens Seite: Sarah Harrison. Montage: RedGlobeDer Whistleblower Edward Snowden hat in 21 Ländern der Welt Asyl beantragt und damit auf die von ihm beklagte »Hexenjagd« der US-Administration gegen seine Person sowie gegen die Einschüchterung aufnahmewilliger Regierungen durch Washington reagiert. Wie die Enthüllungsplattform Wikileaks in der Nacht zum Dienstag informierte, hat deren Mitarbeiterin Sarah Harrison, die Snowden offenbar schon auf dem Flug von Hongkong nach Moskau begleitet hatte, die Asylanträge an das russische Konsulat am Flughafen Scheremetjewo übergeben. Dieses habe begonnen, die Bitten an die jeweiligen Botschaften in Moskau weiterzuleiten.

Vor einer Woche habe ich Hong Kong verlassen, nachdem klar wurde, dass meine Freiheit und Sicherheit bedroht waren, weil ich die Wahrheit offenbart habe. Dass ich weiterhin frei bin, ist den Anstrengungen neuer und alter Freude, Familienmitglieder und anderer zu verdanken, die ich nie getroffen habe, und vermutlich auch niemals treffen werde. Ich habe ihnen mein Leben anvertraut und sie haben mit einem Vertrauen in mich erwidert, für das ich ihnen für immer dankbar sein werde.

Edward Snowden bei WikileaksDie Enthüllungsplattform Wikileaks hat in der Nacht zum Dienstag eine Erklärung von Whistleblower Edward Snowden aus Moskau veröffentlicht. In der auf Montag, 1. Juli 2013, datierten Stellungnahme kritisiert der Whistleblower den Druck, den die US-Administration auf andere Regierungen der Welt ausübt, um diese von einer Asylgewährung abzuhalten. Hinter diesen Maßnahmen stehe die Angst Washingtons, allerdings nicht vor Enthüllern wie ihm oder dem Wikileaks-Informanten Bradley Manning, »sondern vor euch«. Die Kampagne solle nicht ihn einschüchtern, sondern alle, die nach ihm kommen könnten, um unangenehme Wahrheiten zu enthüllen.

Edward SnowdenDer Whistleblower Edward Snowden hat Asyl in Russland beantragt. Das hat das russische Außenministerium heute in Moskau bestätigt. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter reagierte damit offenbar auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der wenige Stunden zuvor erklärt hatte, Snowden könne in Russland bleiben, müsse aber aufhören, den USA durch seine Veröffentlichungen Schaden zuzufügen.

Edward SnowdenDer Whistleblower Edward Snowden befindet sich offenbar nach wie vor im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo. Das erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz in Helsinki, wo er sich zu einem Arbeitsbesuch aufhält. Snowden könne von Russland nicht an die USA ausgeliefert werden, weil es keine »entsprechenden Abkommen« mit Washington gäbe, zitiert der Fernsehsender Russia Today den Staatschef weiter. »Er ist in Moskau als ein weiterer Transitpassagier gelandet und benötigt weder ein Visum noch andere Dokumente, um ein Ticket zu kaufen und zu fliegen, wohin er will«, so Putin weiter.

Twitter-Nachrichten von Ricardo PatiñoEcuadors Außenminister Ricardo Patiño hat über Twitter bestätigt, dass der Whistleblower Edward Snowden bei seiner Regierung Asyl beantragt hat. Schon vor Tagen hatte Quito angekündigt, einen solchen Antrag prüfen zu wollen. Auch die Ereignisse am Moskauer Flughafen bestätigten im Laufe des Tages, dass Snowden offenbar das südamerikanische Land als Ziel seiner Flucht ansieht. So hatte der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur auf Twitter ein Foto veröffentlicht, das Fahrzeuge der ecuadorianischen Botschaft in Moskau am Flughafen zeigt. Der Fernsehsender Russia Today berichtete zudem, dass ein Arzt der ecuadorianischen Botschaft Snowden im Flughafengebäude untersucht habe.

Solidemo für Snowden in Hongkong. Foto: See-ming Lee / flickr.comDer „Whistleblower“ Edward Snowden hat Hongkong verlassen und ist über Moskau, wo er vor wenigen Minuten gelandet ist, auf dem Weg zu einem unbekannten Ziel. Medienberichten zufolge steuert er Havanna oder Caracas an, um dort Asyl zu erbitten. Zuvor war auch Island als möglicher Zufluchtsort im Gespräch gewesen, doch dies erscheint zunehmend unwahrscheinlich. „In einem NATO-Land um Asyl zu bitten, schien mir von Anfang an unlogisch“, erklärte etwa der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, Alexej Puschkow, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. „Kuba oder Venezuela sehen in dieser Hinsicht logischer aus.“ Die russischen Behörden hatten zuvor angekündigt, Snowden „nicht aufhalten“ zu wollen. Einen Asylantrag in Moskau werde man prüfen.

Mahnmal in WolgogradVor 70 Jahren, am 2. Februar 1943, ging die Schlacht um Stalingrad zu Ende. Eine Schlacht, die 200 Tage und Nächte währte, die mehr als 1 Million Menschenleben forderte. Der Korrespondent der Stimme Russlands traf sich mit jenen, die diese schrecklichen Tage überlebt haben.

Am 23. August 1942 waren die deutschen Truppen zur Wolga durchgebrochen. Dieser Tag hat sich den Menschen als einer der schrecklichsten in der Stadtgeschichte eingeprägt. Wladimir Petrowitsch Panenko war im Sommer 1942 noch keine 17 Jahre alt:

„Den Himmel verdeckte eine Wolke aus Flugzeugen. Die Unseren reagierten anfangs mit den Fliegerabwehrgeschützen, das verging, und dann verstummten sie. Denn es war ein so massierter Luftangriff gegen die Stadt – nicht gegen die Front, wo die Truppen standen und es irgendwelche Objekte gab, sondern gerade gegen die Zivilbevölkerung. Die ganze Stadt wurde zerstört. Alles brannte. Hier war ja ein Erdölsyndikat, und von dort floss das brennende Erdöl in die Wolga. Und die Wolga brannte selbst. Die Bevölkerung war verwirrt – nirgendwo war Rettung.“

Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der AntifaschistenInternationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der AntifaschistenVergesst niemals die Leistung der Roten Armee und der sowjetischen Menschen bei der Zerschlagung der faschistischen Gefahr

Am 27. Januar wird weltweit der Befreiung des faschistischen Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee 1945 gedacht. In diesem Jahr erinnert die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten an ein weiteres Datum: Am 2. Februar 2013 jährt sich zum 70. Mal der welthistorische Sieg der Roten Armee bei Stalingrad. An diesem Tag kapitulierten die deutsche 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus und ihre Verbündeten vor den Verbänden der 62. und 64. Roten Armee unter General Schukow. Dieser Sieg war ohne Zweifel die militärische Wende im Zweiten Weltkrieg.

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