Donnerstag, 18. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

DKP-queerDKP-queerWir dokumentieren nachstehend eine Stellungnahme von DKP-queer, der Kommission des Parteivorstands der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) zu sexualemanzipatorischen Fragen und Lebensweisen, über den Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und zahlreicher weiterer Menschen.

Der Flugzeugabsturz, bei dem der homophobe Präsident Polens, Lech Kaczynski, sowie zahlreiche weitere hochrangige Repräsentanten von Staat, Regierung und Militär ums Leben gekommen sind, hat Polen in tiefer Trauer gestürzt. So zeigen es die Massenmedien zumindest. Weitere Medien melden dass es - wie immer - heisst, »über Tote nichts Schlechtes!« Das gilt allem Anschein nach aber nur gegenüber solchen Personen, die eine Masse Dreck am Stecken haben, sonst aber dem Kapital zu diensten sind.

Der BRD-Aussenminister Westerwelle erklärte: »Das ganze deutsche Volk trauert mit den polnischen Nachbarn. Wir wollen dem polnischen Volk vermitteln, dass wir an seiner Seite stehen« . Fast gleich hört sich die BRD-Bundeskanzlerin Merkel an: »Ganz Deutschland steht in dieser schweren Stunde in Mitgefühl und Solidarität an der Seite Polens«.

Das ganze deutsche Volk? Ganz Deutschland?

Ob der Pilot der Kaczynski-Maschine eigenmächtig oder höchstwahrscheinlich unter Druck handelte, wird wohl nie öffentlich werden. Die russischen Behörden veröffentlichen so etwas nicht und die polnischen werden nicht zulassen, dass ihr Präsident in einem schlechten Licht erscheint.

Die Möglichkeit, dass Kaczynski als Präsident trotz der russischen Warnungen Landebefehl gegeben haben könnte, schlossen Beobachter nicht aus. Schon im August 2008 hatte Kaczynski einem anderen Piloten trotz des damals in Georgien geltenden Kriegsrechts befohlen, das Flugzeug des Präsidenten in Tiflis zu landen. Der Pilot widersetzte sich und landete in Aserbaidschan. Kaczynski soll nach Medienberichten von damals über die lange Autofahrt so sauer gewesen sein, dass er den Piloten feuern lassen wollte. Möglich ist, dass der Pilot dieser Maschine nicht die Willensstärke seines Kollegen hatte.

Auch der Generalstab der polnischen Streitkräfte trat noch am Samstag zu einer Krisensitzung zusammen. Unter den Todesopfern des Absturzes waren auch Generalstabschef Franciszek Gagor, sowie der Chef der operativen Streitkräfte des NATO-Mitglieds Polen, General Bronislaw Kwiatkowski. Weitere Opfer waren Heereschef General Tadeusz Buk, Luftwaffenchef Andrzej Blasik und der Chef der Sondereinsatzkräfte, Wojciech Potasinki sowie der oberste Kommandeur der Kriegsmarine, Vizeadmiral Andrzej Karweta.

Gegenüber der Agentur AFP vermutete die Politologin Lena Kolarska, dass die Enthauptung der polnische Militärspitze die bereits begonnene Verjüngung der Streitkräfte beschleunigen werde.

Wir als klassenbewusste Kommunistinnen und Kommunisten trauern nicht um solche Personen. Wir trauern um die Menschen, die an Bord dieser Maschine ihren Dienst taten und höchstwahrscheinlich der Geltungssucht des polnischen Präsidenten zum Opfer gefallen sind.

Quelle: DKP-queer / RedGlobe

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