Die Corona-Krise ist längst nicht überstanden. Die Entwicklung der Neuinfektionen gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Entscheidend für die Zukunft unseres Gesundheitssystems ist, welche Lehren wir aus den aktuellen Erfahrungen ziehen. Die KPÖ-Abgeordneten Claudia Klimt-Weithaler und Werner Murgg betonen, dass der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG 2025) jetzt unbedingt geändert werden muss.

Länder, die bei Privatisierungen und Kürzungen im Gesundheitssystem weiter gegangen sind als Österreich, haben in den letzten Wochen sehr bittere Erfahrungen gemacht. In Italien, Frenkreich, Spanien, Großbritannien und vielen anderen Ländern war und ist es nicht mehr möglich, allen Infizierten, bei denen die Erkrankung keinen milden Verkauf nimmt, bestmöglich zu helfen. Manchen Patientinnen und Patienten wurde sogar die Behandlung verweigert, weil die Kapazitäten der Intensivstationen erschöpft waren.

Diese Länder sind jahrelang den Empfehlungen von „Experten“ gefolgt, denen es nicht um ein gutes, öffentliches Gesundheitssystem geht, das allen Menschen unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten zugänglich ist. Auch Österreich hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Spitalsbetten – darunter auch Intensivbetten – eingespart. Politikerinnen und Politiker haben das als Fortschritt verkauft. Man darf außerdem nicht vergessen, dass in den letzten Wochen die Versorgung zugunsten der Behandlung von Corona-Infektionen stark eingeschränkt wurde. Tausende können in Österreich derzeit nicht die bestmögliche Behandlung bekommen und müssen mit monatelangen Verzögerungen rechnen.

Die KPÖ hat deshalb einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht, in dem gefordert wird, den Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) 2025 in der aktuellen Form zu überarbeiten und die geplanten Bettenreduktionen, Schließungen von Stationen und Spitälern zurückzunehmen.

KPÖ-LAbg. Werner Murgg: „Die Zentralisierung der Gesundheitsversorgung war schon vor Corona ein untaugliches Konzept. Jetzt ist noch deutlicher geworden, wie wichtig eine flächendeckende und ausreichende Ausstattung mit Spitalsbetten ist. Der RSG 2025 darf nicht wie bisher geplant umgesetzt werden, das wäre aufgrund der aktuellen Erfahrungen fahrlässig.“

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Jahrelang wurde uns erklärt, dass wir zu viele Spitalsbetten haben. Jetzt, in der Krise, machen genau diese Betten den Unterschied aus, ob Kranke behandelt werden können oder nicht. Die Landesregierung kann in der Gesundheitspolitik nicht so weitermachen wie bisher. Es ist wichtig, aus den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie die richtigen Lehren zu ziehen.“

Akutbetten in Krankenhäusern pro 1000 EW, 1990-2017. Quelle: OECD

Quelle:

KPÖ Steiermark

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