Sonntag, 21. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Das Frauen*Volksbegehren möchte mehr Gerechtigkeit erreichen in den Bereichen Arbeit, Vielfalt und Schutz.– für alle Menschen in Österreich unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion und Staatsbürgerschaft: Es geht darum, Arbeit und Macht, Vermögen und Einkommen geschlechtergerecht zu teilen. Immer sind Frauen überwiegend für Haushalt und Betreuungsarbeit zuständig, großteils nicht durchgehend erwerbstätig und nur teilzeitbeschäftigt und in Leitungspositionen und -gremien nur schwach vertreten. Immer noch verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit um 13 % weniger als Männer und ihre Pension ist um 40 % geringer. Die neuen Arbeitszeitgesetze der Regierung – Stichwort 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche – erschweren die vereinbarkeit von Familie und Beruf und sind geeignet, Frauen noch stärker aus der Vollzeit zu verdrängen und damit ihre Einkommens und Karrierechancen noch mehr zu schmälern.

Es geht um Bekämpfung der Armut, die immer noch v.a. weiblich ist – sie ist nach wie vor bei den überwiegend weiblichen Alleinerziehenden und Frauen in Pension am höchsten. Jüngste Steuerentlastungen der Regierung wie der Familienbonus oder die versprochene Erhöhung der Mindestpension kommen bei den Ärmsten der Armen mangels Steuerleistung bzw. wegen zu wenig Beitragsjahren nicht an, während die geplante Kürzung der Mindestsicherung bei ihnen besonders drastisch zu Buche schlägt
Es geht weiters um die Ermöglichung von echter Wahlfreiheit zwischen Beruf und Familie durch flächendeckende öffentliche Betreuungsangebote. Vor allem bei den Krippen für unter 3-Jährigen, bei den Öffnungszeiten und beim Mittagstisch in den Kindergärten und bei der schulischen Nachmittagsbetreuung gibt es zu wenig Angebote , vor allem in ländlichen Regionen, und der weitere Ausbau wird entweder nicht forciert (Krippen und Kindergärten), oder auf die lange Bank geschoben (schulische Nachmittagsbetreuung).

Es geht auch um die Anerkennung der Vielfalt der Lebensweisen der Geschlechter und den Abbau von sexualitäts- und geschlechtsbezogenen Rollenstereotypen und Vorurteilen in Schulbüchern, in den Printmedien, in Film und TV und in der Werbung. Während diese nach wie vor massenhaft verbreitet werden, hat die Regierung den Vereinen, Initiativen und Projekten von Frauen, die hier Aufklärungs- und Beratungsarbeit leisten, die Mittel gestrichen.

Und es geht nicht zuletzt um wirksamen Schutz vor geschlechterbezogener Gewalt. Vor allem im ländlich en Raum fehlt es immer noch an Schutzeinrichtungen, und die von der Regierung versprochenen 100 Plätze mehr sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

Anliegen, die alle angehen – auch Männer, die aktive Väter sein und Familie und Beruf vereinbaren wollen und einen Sinn für (Geschlechter-)Gerechtigkeit haben . Wer über 16 ist und diese Anliegen fördern will, bitte das Frauen*volksbegehren 2.0 unterschreiben – vom 1. – 8. Oktober in jedem Gemeindeamt unabhängig vom Wohnsitz, via Bürgerkarte im Internet oder per Handy-Signatur!

Autor: Max Preglau, Univ. Prof. i.R. und Aktivist des Volksbegehrens

Quelle:

Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB)

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