Dienstag, 17. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Friedensnobelpreis 2013 für die OPCWDiesmal haben keine Kriegstreiber wie US-Präsident Barack Obama oder die Europäische Union den Friedensnobelpreis bekommen. Das Nobelpreiskomitee in Oslo teilte heute mit, dass die Auszeichnung in diesem Jahr an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) geht. Eine tagesaktuelle Entscheidung, denn die an die Vereinten Nationen angeschlossene Institution ist derzeit für die Vernichtung der Chemiewaffen in Syrien zuständig. Durch den von Russland vermittelten OPCW-Beitritt der Arabischen Republik konnte bislang Anfang September unmittelbar bevorstehende Angriffskrieg der NATO gegen Syrien verhindert werden.

Spanische Friedensnobelpreisträger engagieren sich gegen Demonstranten am 25. September in MadridWas muss man tun, um den Friedensnobelpreis zu bekommen? Das Nobelpreiskomitee hat es heute wieder einmal eindrucksvoll demonstriert: Man muss mehrere Staaten zusammenschmeissen, um gemeinsam Krieg gegen andere Völker – zum Beispiel in Afrika – zu führen. Man muss den Klassenkrieg von oben gegen alle einfachen Menschen forcieren, ihnen ihre Gesundheitsversorgung, Rentenversicherung, Lebensgrundlagen nehmen. Man muss eine demokratisch nicht legitimierte Diktatur über einen Kontinent errichten, um die Interessen des Grosskapitals gegen die arbeitenden Menschen durchzusetzen. Und man muss die eigenen Mitgliedstaaten so gängeln, dass es der Bevölkerung an allem fehlt, ausser an Wut auf die Unterdrückung.

FriedensnobelpreisWenn Frauen den Friedensnobelpreis bekommen, müssen sie ihn sich durch drei teilen. Zum zweiten Mal in seiner Geschichte hat das Nobelpreiskomitee in Oslo den trotz allem renommierten Friedenspreis auf drei Personen verteilt. Das erste und bis gestern einzige Mal passierte dies 1994, als Palästinenserführer Yassir Arafat und die beiden israelischen Politiker Schimon Peres und Yitzhak Rabin für ihren Bemühungen zu einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts ausgezeichnet wurden. Die drei Männer hatten gemeinsam im Jahr zuvor in Oslo die »Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung« der Palästinenser ausgearbeitet. Doch die Gemeinsamkeit der drei diesjährigen Preisträgerinnen beschränkt sich darauf, dass sie Frauen sind. »Wir können wirkliche Demokratie und dauerhaften Frieden nicht erreichen, solange die Frauen nicht die selben Entwicklungsmöglichkeiten wie die Männer auf allen Ebenen der Gesellschaft erhalten«, begründete das Nobelpreiskomitee seine Entscheidung.

Entsetzen in NorwegenDie Kommunistische Partei (NKP) und die Jungen Kommunisten Norwegens sprechen den Opfern und ihren Familien, die von den Tragödien auf Utøya und in Oslo betroffen sind, ihr Mitgefühl aus und unterstützen alle, die an den Hilfsmaßnahmen beteiligt sind.

Es ist jetzt wichtig, dass das norwegische Volk zusammenarbeitet, um dieses Trauma durch mehr Transparenz und Demokratie zu bewältigen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat erklärt, dass jeder in der Lage sein müsse, am politischen Leben teilzunehmen und seine Ansichten nicht verstecken müsse. Wir Kommunisten werden den Ministerpräsidenten an diesen Worten messen und uns an der Politik und an der Debatte für eine offene Demokratie beteiligen. Wir haben Wissen und langjährige Erfahrung im Kampf gegen den Rechtsextremismus. In dieser Arbeit stehen wir zusammen mit allen fortschrittlichen Menschen im Land.

FriedenstaubeFriedenstaubeZur Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an den in China inhaftierten Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Liu Xiaobo erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in einer ersten Stellungnahme:

Als Friedensbewegung vermögen wir nicht in den Chor der Laudatoren einstimmen: Der Bundesausschuss Friedensratschlag hält die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo für einen Fehlgriff und beobachtet mit Sorge die Entwicklung der Vergabepraxis des Nobel-Komitees.

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