Dienstag, 25. September 2018
Solidaritätsanzeige

Der 200. Geburtstag von Karl Marx hat Politiker und Redakteure reihenweise vor Probleme gestellt. Sei es nun fehlenden Seiten in den Geschichtsbüchern geschuldet, oder einfach nur generell mangelnder Bildung, oder in vielen Fällen auch latentem Antikommunismus – was da alles im Zusammenhang mit dem Geburtstag des Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus in Reden und Artikeln abgesondert wurde, spottet jeder Beschreibung. Offenbar war man davon ausgegangen, daß die Feierei, die von der SPD und deren Stiftung, von der Stadt Trier bis hin zu den Bischöflichen veranstaltet wurde, lediglich lokalen Charakter haben würde – ein bißchen Marx, ein bißchen Folklore und jede Menge Kommerz, und dann Schwamm drüber.

Die Forderung ist zwar nicht neu und sie wird auch von anderen Salariatsvertretern erhoben, der LCGB setzt sie aber immer wieder auf die Agenda: Um zu verhindern, daß Lohnabhängige im Privatsektor, die mit einer langwierigen Erkrankung zu kämpfen haben, auch noch ihren Arbeitsvertrag verlieren, fordert der Christliche Gewerkschaftsbund die Abschaffung jeglicher Befristung der Krankengeldzahlung durch die CNS, weil das Patronat das Ablaufen der Ende vergangenen Jahres auf – bestenfalls – 78 Wochen heraufgesetzten 52-Wochen-Grenze regelmäßig dazu nutzt, den Arbeitsvertrag mit dem Schwerkranken aufzuheben.Das vor über einem Jahr begonnene und seither nicht nachlassende Engagement des LCGB für einen effektiveren Schutz der im Privatsektor Schaffenden vor den mit einer längeren Erkrankung verbundenen Risiken läßt sich jedenfalls nicht allein damit erklären, daß im nächsten Jahr Sozialwahlen stattfinden.

Tatsächlich gab es nach der Rede von Premierminister Bettel zur Lage der Nation doch Abgeordnete, die bemerkten, die Rede sei kurz gewesen. Als ob es auf die Länge ankomme!

Anders als in der sprichwörtlichen Kürze, fehlte in der Rede des Premierministers aber die Würze. Vor allem wurden ganze gesellschaftliche Bereiche ausgeklammert, beziehungsweise so dargestellt, dass manche Zuschauer und Zuhörer von Chamber TV den Eindruck bekamen, sie seien im falschen Film.

Als die neue Straßenbahn im vergangenen Dezember in der Hauptstadt ihre erste Fahrt antreten sollte, rumorte es bereits hinter den Kulissen beim Personal. Dies erfuhren wir am Mittwoch von Vertretern des OGBL und Landesverbandes. Im Nachhinein betrachtet kann man das Schneegestöber, in welchem das großherzogliche Paar die erste Fahrt antrat, durchaus mit Symbolcharakter sehen, denn stürmisch wurde es bis zum heutigen Tag, was die Arbeits- und Lohnqualität dieses Betriebes angeht, der immerhin ein Betrieb des öffentlichen Personentransport ist.

Wer einen regelmäßigen Kontakt mit den Arbeitern pflegt und des Öfteren auch mal hinter die Betriebsfassaden schaut, hört und sieht, dass sich das Arbeitsklima vielerorts deutlich verschlechtert hat. Der Wind, der den Schaffenden entgegen weht, wurde in vielen Betrieben von Tag zu Tag schärfer. Und zwar in einem Ausmaß, dass ältere Mitarbeiter inzwischen die Ansicht vertreten, das Rad der Geschichte sei um Jahre zurück gedreht worden. Immer offensichtlicher gelte nämlich am Arbeitsplatz wieder die Mentalität von »Herr ist Herr, und Max ist Max«.

»Frieden, Freundschaft, Solidarität, Gleichberechtigung« – mit diesen vier Worten auf einer neben dem Präsidium aufgestellten Aufrollvorrichtung lässt sich der Kongress der »Union des Femmes Luxembourgeoises« (UFL), der am 21. April 2018 im Kulturzentrum »Aalt Stadhaus« in Differdingen stattfand, wohl am besten zusammenfassen. Einstimmig angenommen wurde am späten Nachmittag eine Resolution mit Forderungen der Frauenorganisation, die von gleicher Lohn für gleiche Arbeit, einer Erhöhung des Mindestlohnes und einer individuellen Rentenberechnung über den Bau von genügend bezahlbaren Mietwohnungen bis hin zur radikalen Senkung der Militärausgaben und der Abschaffung aller Vernichtungswaffen reichen.

Vor einem halben Dutzend Jahren kam die Nachricht, dass das Schifflinger Hüttenwerk definitiv geschlossen werde, nachdem die gesamte Produktion bereits 2011 eingestellt worden war.

Die Demontage der »Schëfflinger Schmelz« war zu jenem Zeitpunkt der letzte Akt in einer langen Reihe von Schließungen von Betriebsabteilungen und ganzen Hüttenwerken, die 1974 begonnen hatten und die mit der feindlichen Übernahme von Arcelor durch den indischen Kapitalisten Lakshmi Mittal keineswegs abgeschlossen waren.

Im Interview mit dem radio 100,7 erklärte der Direktor des »Cluster for Logistics«, Malik Zeniti am Donnerstag, daß, um dem Verkehrschaos Herr zu werden, auch an Veränderungen von Arbeitszeiten gedacht werden könnte, um den morgendlichen und abendlichen Stoßverkehr auf den völlig überlasteten Autobahnen des Landes zu entzerren.Wenn es gelänge, die Spitzenverkehrszeiten von aktuell rund 1,5 Stunden auf zwei bis drei Stunden zu strecken, würde die derzeitige Straßeninfrastruktur durchaus ausreichen, heißt es. Zusätzlich sollten die Autobahnen an den Grenzen zu den Nachbarländern dreispurig ausgebaut werden.

Die Auswirkungen der kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise machen den arbeitenden Menschen nach wie vor schwer zu schaffen. Seit Jahren schon sorgen Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Pleiten, Kündigungen, Firmenschließungen, Sozialabbau, Reallohnverluste und zunehmende Armut in regelmäßigen Abständen für negative Schlagzeilen.

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