26 | 04 | 2019

»Ist die Krankenschwester, die mehr Spritzen verabreicht als eine andere, besser? Ist eine Erzieherin besser, die mit den Kindern vier Bilder malt statt nur drei? Ist der Arbeiter im Staatsdienst besser, der weniger Streusalz verbraucht als ein anderer?« – diese Fragen warf der OGBL auf, als sich die damalige CSV/LSAP-Regierung vor mittlerweile sieben Jahren daranmachte, dem öffentlichen Dienst ein sogenanntes Leistungsmodell aufzuzwingen.

Daß das keine spitz formulierten Fragen waren, zeigt das Buch »Die bezifferte Welt. Wie die Logik der Finanzmärkte unser Wissen bedroht« des englischen Soziologen Colin Crouch. Die Einführung des sogenannten »New Public Management« in den öffentlichen Dienst Großbritanniens, mit dem das staatliche Gesundheitssystem NHS, Schulen und Universitäten, die öffentliche Verwaltung usw. finanzkapitalistischen Methoden und Strukturen unterworfen wurden, hat vielerorts zu geradezu absurden Entwicklungen geführt.

Will unser Land künftig im internationalen Konkurrenzkampf überleben, so kann dies nur mit qualifizierten Arbeitskräften und der Vermarktung von Qualitätsprodukten gelingen. Aussagen, die seit Jahren verstärkt aus Kreisen der Politik und der Wirtschaft zu hören sind.

In diese Richtung richten sich bei Prospektionsreisen im Ausland auch meistens die Kontakte. Wird dort bei Firmen angeklopft, so vorrangig bei solchen, die diesen Voraussetzungen am ehesten entsprechen. Ob es sich dabei um Konzerne, die nach Luxemburg angelockt werden sollen, um arbeitsplatzintensive Unternehmen handelt oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Die Generalversammlung der Sektion Differdingen-Petingen-Kanton Capellen, welche am 30. März 2018 im Restaurant San Marino in Differdingen stattfand zeichnete sich durch Optimismus aus. Einerseits konnte die KPL bei den Kommunalwahlen vom vergangenen Oktober ihren Sitz im Differdinger Gemeinderat erfolgreich verteidigen und noch Stimmen hinzugewinnen, andererseits hoffen die Kommunisten, bei den Chamberwahlen im kommenden Oktober ins Parlament einzuziehen.

Zeitung vum Letzebuerger VollekEs ist ein ungewöhnlicher Schritt: Am 20. März fasste das erweiterte Zentralkomitee der KPL einstimmig den Beschluß, den Entwurf des Programms der KPL zu den Chamberwahlen zu veröffentlichen. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe des Zentralkomitees den Entwurf ausgearbeitet, der dann im erweiterten Zentralkomitee diskutiert, abgeändert, ergänzt und gutgeheißen wurde.

Zeitung vum Letzebuerger VollekEinen Arbeitsplatz zu bekommen, der nicht nur eine akzeptable Entlohnung bietet, sondern auch eine gewisse Sicherheit auf mehrere Jahre hinaus, das zählt heutzutage schon fast als Glücksgriff. Viele, die ohne Beschäftigung sind, träumen davon. Doch offenbart sich häufig erst nach Wochen und Monaten, wenn eine Stelle nicht den Erwartungen entspricht, weil die Qualität der Arbeit und das Arbeitsklima nicht bei einem Probe-Arbeitstag oder einem Vorstellungsgespräch erfaßbar sind.

kpluxbgDas Zentralkomitee hat beschlossen, den Entwurf des Programms der KPL zu den Chamberwahlen zu veröffent-lichen. Der Entwurf wurde von einer Arbeitsgruppe des Zentralkomitees ausgearbeitet, nach eingehender Diskussion vom erweiterten Zentralkomi-tee bestätigt und wird wäh-rend der nächsten Wochen in den Sektionen der KPL disku-tiert.

Ob beim Obstanbau oder in der Fischzucht, in Hotels, im Zug, auf dem Kinderspielplatz oder dem Balkon – praktisch überall werden heute Pestizide eingesetzt. Es ist unmöglich geworden, den Gefahren zu entkommen, die von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden ausgehen.

Ein Apfel wird in seinen 24 Wochen am Baum durchschnittlich 31 Mal »gespritzt« – und zwar in der Regel mit Pestiziden. Leider bringt der elterliche Rat an ihre Kinder, Obst vor dem Essen abzuwaschen, nichts mehr, da es sich bei vielen »modernen« Pestiziden um sogenannte systemisch wirkende Substanzen handelt, die nicht mehr nur außen an der Pflanze anhaften, sondern bis in die Früchte hinein verteilt werden.

Der Einzelhandel zeigt sich besorgt darüber, dass den Kunden das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt. Auf breiter Front sei eine merkliche Zurückhaltung festzustellen, die sich unübersehbar in statistischen Zahlen zeige, so der Generaldirektor einer großen Supermarktkette.

Überraschen darf das neue Kaufverhalten der Konsumenten nicht. Es ist die logische Folge von jahrelangem Sozialabbau, anhaltender Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut.

Am Wochenende vom 24. und 25. März 2018 fand im Studienzentrum der »Chambre des Salariés« in Remich die 13. Internationale Konferenz der Partei der Arbeit Belgiens (PTB), der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), der Kommunistischen Partei Luxemburgs (KPL) und der Neuen Kommunistischen Partei der Niederlande (NCPN) statt.

»Wie können kommunistische Parteien unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen und angesichts der zunehmenden Krisenerscheinungen in der kapitalistischen Gesellschaft ihre Arbeit gestalten und ihren Einfluß unter den Lohnabhängigen erweitern?« – das war eine der Fragen, die anlässlich der zweitägigen Konferenz der vier Parteien, die seit 2006 erstmals in dieser Form zusammenarbeiteten, debattiert wurde.

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