Mittwoch, 20. März 2019
Solidaritätsanzeige

Wer einen regelmäßigen Kontakt mit den Arbeitern pflegt und des Öfteren auch mal hinter die Betriebsfassaden schaut, hört und sieht, dass sich das Arbeitsklima vielerorts deutlich verschlechtert hat. Der Wind, der den Schaffenden entgegen weht, wurde in vielen Betrieben von Tag zu Tag schärfer. Und zwar in einem Ausmaß, dass ältere Mitarbeiter inzwischen die Ansicht vertreten, das Rad der Geschichte sei um Jahre zurück gedreht worden. Immer offensichtlicher gelte nämlich am Arbeitsplatz wieder die Mentalität von »Herr ist Herr, und Max ist Max«.

»Frieden, Freundschaft, Solidarität, Gleichberechtigung« – mit diesen vier Worten auf einer neben dem Präsidium aufgestellten Aufrollvorrichtung lässt sich der Kongress der »Union des Femmes Luxembourgeoises« (UFL), der am 21. April 2018 im Kulturzentrum »Aalt Stadhaus« in Differdingen stattfand, wohl am besten zusammenfassen. Einstimmig angenommen wurde am späten Nachmittag eine Resolution mit Forderungen der Frauenorganisation, die von gleicher Lohn für gleiche Arbeit, einer Erhöhung des Mindestlohnes und einer individuellen Rentenberechnung über den Bau von genügend bezahlbaren Mietwohnungen bis hin zur radikalen Senkung der Militärausgaben und der Abschaffung aller Vernichtungswaffen reichen.

Vor einem halben Dutzend Jahren kam die Nachricht, dass das Schifflinger Hüttenwerk definitiv geschlossen werde, nachdem die gesamte Produktion bereits 2011 eingestellt worden war.

Die Demontage der »Schëfflinger Schmelz« war zu jenem Zeitpunkt der letzte Akt in einer langen Reihe von Schließungen von Betriebsabteilungen und ganzen Hüttenwerken, die 1974 begonnen hatten und die mit der feindlichen Übernahme von Arcelor durch den indischen Kapitalisten Lakshmi Mittal keineswegs abgeschlossen waren.

Im Interview mit dem radio 100,7 erklärte der Direktor des »Cluster for Logistics«, Malik Zeniti am Donnerstag, daß, um dem Verkehrschaos Herr zu werden, auch an Veränderungen von Arbeitszeiten gedacht werden könnte, um den morgendlichen und abendlichen Stoßverkehr auf den völlig überlasteten Autobahnen des Landes zu entzerren.Wenn es gelänge, die Spitzenverkehrszeiten von aktuell rund 1,5 Stunden auf zwei bis drei Stunden zu strecken, würde die derzeitige Straßeninfrastruktur durchaus ausreichen, heißt es. Zusätzlich sollten die Autobahnen an den Grenzen zu den Nachbarländern dreispurig ausgebaut werden.

Die Auswirkungen der kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftskrise machen den arbeitenden Menschen nach wie vor schwer zu schaffen. Seit Jahren schon sorgen Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Pleiten, Kündigungen, Firmenschließungen, Sozialabbau, Reallohnverluste und zunehmende Armut in regelmäßigen Abständen für negative Schlagzeilen.

Die Landeskonferenz der KPL, die am Sonntag, dem 15. April 2018 im Geschichts- und Kulturzentrum »A Gadder« in Beles tagte, verabschiedete einstimmig das Programm der Kommunisten zu den Chamberwahlen. Dessen Entwurf war zuvor von einer Arbeitsgruppe des Zentralkomitees ausgearbeitet und vom erweiterten Zentralkomitee am 20. März abgeändert, ergänzt und dann öffentlich gemacht worden. »Wenn wir wollen, dass die Schaffenden uns bei den Chamberwahlen am 14. Oktober wählen, brauchen wir ein klares Profil, das den Menschen deutlich macht, welche Vorstellungen wir von der Gesellschaft haben, was unsere Forderungen sind und in wessen Interesse sie verwirklicht werden sollen«, erklärte KPL-Präsident Ali Ruckert zu Beginn seiner Ansprache.

Neben Lohnerhöhungen gehört Arbeitszeitverkürzung zu den Forderungen, die seit jeher die gewerkschaftlichen Debatten prägen. Das ist eigentlich nicht mehr als normal, denn Ausbeutung hat nicht nur etwas damit zu tun, wie hoch der Verkauf der Arbeitskraft bezahlt wird und wie stark die Arbeitsintensität ist, sondern auch wie lang der Arbeitstag und die Wochenarbeitszeit sind. Längere Arbeitszeiten bedeuten in der Regel auch immer höhere Ausbeutung für den Lohnabhängigen und Extra-Profite für den Unternehmer, besonders dann, wenn die Produktivität hoch ist.

Neben Lohnerhöhungen gehört Arbeitszeitverkürzung zu den Forderungen, die seit jeher die gewerkschaftlichen Debatten prägen. Das ist eigentlich nicht mehr als normal, denn Ausbeutung hat nicht nur etwas damit zu tun, wie hoch der Verkauf der Arbeitskraft bezahlt wird und wie stark die Arbeitsintensität ist, sondern auch wie lang der Arbeitstag und die Wochenarbeitszeit sind. Längere Arbeitszeiten bedeuten in der Regel auch immer höhere Ausbeutung für den Lohnabhängigen und Extra-Profite für den Unternehmer, besonders dann, wenn die Produktivität hoch ist.

Daher war der Einsatz der Gewerkschaften für kürzere Arbeitszeiten auch immer ein Kampf im Sinne des Fortschritts. Das ist heute nicht anders.

Das Syndikat Einzelhandel des OGBL zeigte sich am Mittwoch in einem einzigen Punkt dann doch mit den Ansichten von Patronat und Ministerium einig: Das aktuelle Ladenschlußgesetz ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt steht.

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