Dienstag, 12. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

kke greeceRichter und Staatsanwalt folgten während der Gerichtsverhandlung am 10. November beim Amtsgericht Thessaloniki der Logik der „zwei Extreme“. Verhandelt wurde über den mörderischen Angriff von Mitgliedern der Chrysi Avgi mit Schlagstöcken und Springmessern auf Mitglieder der Kommunistischen Jugend Griechenlands KNE, die vor der Fachoberschule in Langadas Flyer verteilt haben, die zum Streik aufriefen, und auf zur Hilfe eilende Arbeiter. Das Gericht verurteilte die beiden Chrysi-Avgi-Mitglieder zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten, aber auch die drei Opfer ihres Angriffs zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, weil sie sich wehrten und versuchten, die Schläger zu entwaffnen.

Das Pressebüro des ZK der KKE gab dazu folgende Mitteilung aus:

Befremden und berechtigtes Hinterfragen ruft das heutige Urteil des Amtsgerichts Thessaloniki hervor, das zum Angriff der nazistischen verbrecherischen Chrysi Avgi vor der Fachoberschule in Langada im November 2012 gefällt wurde. Bei diesem Übergriff gingen zwei mit Brechstangen, Schlagstöcken und Messern bewaffnete Mitglieder der Chrysi Avgi auf Schüler und Mitglieder der KNE los, verletzten einen Schüler und einen Studenten, die zu einem zweitägigen Streik aufgerufen haben, den der Schülerrat per Beschluss unterstützte.

Das Gericht verurteilte die Chrysi-Avgi-Mitglieder (die weder sie, noch Zeugen der Verteidigung zu der Verhandlung erschienen sind) zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten auf Bewährung. Verurteilt wurden aber auch ein Verletzter und weitere zwei PAME-Gewerkschafter, die von einem angrenzenden Betrieb den Schülern zur Hilfe geeilt waren, zu einer Bewährungsfreiheitsstrafe von 12 Monaten. Das Gericht befand, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, und nicht um einen mörderischen Angriff handelte, und setzte die Täter mit den Arbeitern gleich, die den minderjährigen Schülern helfen wollten.

Dieses inakzeptable Urteil kommt nur wenige Tage nach der brutalen Attacke von Chrysi-Avgi-Schlägern auf eine Rechtsanwältin, die als Vertreterin der Nebenklage bei der Gerichtsverhandlung gegen die Nazi-Organisation auftritt, sowie auf eine andere Frau vor dem Athener Landgericht. Damit wird versucht, der Arbeiter- und Volksbewegung ein Signal zu geben, ihre Kämpfe nicht zu schützen, der Gewalt unterzuordnen, und die Nazis der Chrysi Avgi nicht anzuprangern und nicht zu entlarven.

Die Werktätigen sollen daraus ihre Schlussfolgerungen ziehen. Sie sollen ihre Kämpfe gegen die arbeiter- und volksfeindliche Politik der Regierung und des Kapitals noch entschlossener organisieren,und die verbrecherische nazistische Chrysi Avgi und ihre mörderischen Praktiken zu entlarven und zu isolieren.

Quelle: KKE / RedGlobe

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