Donnerstag, 24. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Ein klares Signal gegen die Pläne der Regierung und der USA für die Errichtung eines NATO-Hubschrauberstützpunktes in Alexandroupoli, sowie gegen die Pläne der Imperialisten in der ganzen Region, die tödliche Gefahren für die Völker bergen, setzten am 11. Februar die Werktätigen bei einer Demonstration, die von Friedenskomitees aus Ostmakedonien und Thrakien, Gewerkschaften und lokalen Organisationen in Alexandroupoli organisiert wurde.

Die Kundgebung begann mit dem Grußwort eines Soldats aus einer Kaserne von Alexandroupoli, der unter anderem sagte: "Wir dürften von einer solchen Demonstration nicht fehlen, organisiert von den Gewerkschaften und den Studentenvereinigungen, denen wir vor Antritt unseres Wehrdienstes angehörten. Wir demonstrieren hier, damit kein NATO-Hubschrauberstützpunkt in Alexandroupoli errichtet wird."

Anschließend richtete der Vertreter des Friedenskomitees der Türkei, Süha Ertekin, ein Grußwort an die Teilnehmer der Kundgebung: "Heute sind wir hier, um unsere Stimmen gegen die NATO zu erheben. (...) die NATO ist die größte und am besten organisierte Terrororganisation der Welt. (...) die NATO war nie eine Organisation für die Sicherheit, wie sie sich selbst nennt. Sie wurde auf der Grundlage von Aggression gegründet. (...) Heute versucht die NATO, die Unterdrückung in unseren Ländern mit neuen Plänen, neuen Mitteln weiterzuführen. Alexandroupoli wird von diesen Plänen bedroht. (...) Die Präsenz der NATO in der Türkei stellt nach wie vor eine Gefahr dar. Die bestehenden Stützpunkte funktionieren weiter und werden hauptsächlich für die imperialistischen Interventionen im Mittleren Osten benutzt. (...) Die Völker und die Arbeiterklassen müssen ihre Stimmen noch lauter erheben. Die Feinde der Völker und der Arbeiterklassen sind die eigenen Bourgeoisien und der Imperialismus. Der einzige Weg zum echten Frieden ist der Sturz des Kapitalismus."

In seiner Rede ging das Mitglied des Nationalrats des Komitees für Internationalen Frieden (EEDYE) und der Bewegung für die Nationale Verteidigung, Oberstleutnant a.D. Nikos Papanastasis, auf die imperialistischen Pläne in der ganzen Region ein, sowie auf die Beteiligung unseres Landes daran. Er betonte, dass "die Absicht, Militärstützpunkte in Alexandroupoli zu errichten, in Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem Balkan, an den Grenzen zwischen EU und Russland, im Mittleren Osten, im östlichen Mittelmeer, in Nordafrika und in anderen Regionen der Welt steht, die einem Pulverfass gleichen."

Er nahm Bezug auf die Verschärfung der türkischen Aggressivität und betonte, dass die antiimperialistische und Friedensbewegung demgegenüber nicht gleichgültig steht. "Ganz im Gegenteil rufen wir die Arbeiterklasse in Thrakien und der Ägäis sowie im ganzen Land zur Wachsamkeit und Bereitschaft auf. Wir wenden uns an die Arbeiter, die Arbeitslosen, die armen Bauern und Selbständigen, die hier in Alexandroupoli und in der Evros-Region leben, nicht um sie zu beschwichtigen, wie die Regierung und die anderen bürgerlichen Parteien machen, sondern um sie zu informieren, um die gefährlichen Entwicklungen in unserer Region gemeinsam mit ihnen zu analysieren. Es ist wichtig zu diskutieren, wie unsere Antwort darauf aussehen sollte, die Antwort der Arbeiterklasse und des Volkes aus der Sicht ihrer eigenen Interessen", so Papanastasis.

An die Offiziere der Streitkräfte und die Soldaten, die ihren Wehrdienst leisten, gerichtet, sagte er: "Ihr seid auf keinen Fall verpflichtet, euer Blut für fremde Interessen und zu Lasten der Völker zu vergießen.

Die antiimperialistische und Friedensbewegung betrachtet als euren einzigen Auftrag den Schutz der Integrität und Souveränität der Heimat, mit und nicht gegen das Volk." Er fügte hinzu, dass "der echte Patriotismus des Volkes nichts mit den Bestrebungen der EU und der NATO zu tun hat, die den Krieg und die Zerstörung unter den Völkern und der Jugend verbreiten."

Im Abschluss seiner Rede verurteilte er die Politik der USA und der EU als verantwortlich für die Situation auf dem Balkan und in der ganzen Region. Er verwies auf die Notwendigkeit, die Grenzen, so wie sie nach dem 2. Weltkrieg bestimmt wurden, beizubehalten, die Rechte der Minderheiten zu respektieren und Griechenland von der Politik der NATO und der EU loszulösen. "Der Schuldige für die Lage auf dem Balkan ist die Politik der EU und der USA und die Konkurrenz zwischen ihnen um neue Einflussbereiche und Eroberung neuer Märkte.

Die Arbeit der Friedens- und antiimperialistischen Bewegung zielt auch auf den Sturz der Politik, die direkt und indirekt unser Land in die Pläne der USA und der NATO verwickelt. Diese Arbeit ist die einzige Möglichkeit für einen Weg zugunsten der Völker unseres Landes, des Balkans, der Türkei und der gesamten Region."

Christos Trellis, Mitglied des Nationalrats des EEDYE, warnte davor, dass "so wie es mit den anderen NATO- und US-Militärstützpunkten und Kommandozentralen, die seit Jahren in unserem Land bestehen, passiert ist, wird auch dieser Stützpunkt in Alexandroupoli dafür benutzt werden, damit große Konzerne ihre Position bei der Aufteilung der Beute aus dem Raub der Völker verbessern, und damit NATO ihre Stellung in der Konkurrenz mit anderen imperalistischen Zentren stärkt. (...) Den verschiedenen lokalen Akteuren, die einen durch die Errichtung des Stützpunktes auszulösenden Wirtschaftswachstum anpreisen, entgegnen wir, dass es sich bei den Dollars, die den Markt der Stadt erreichen werden, um blutiges Geld geht."

Er hob hervor, dass zwischen den Völkern Griechenlands und der Türkei "nichts zu trennen gibt. Sie sind mit denselben Problemen der kapitalistischen Ausbeutung konfrontiert, sie erleben dieselben Ängste, und ihr gemeinsames Interesse liegt an der Entwicklung des gemeinsamen Kampfes um Frieden und Freundschaft, auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts der Grenzen und der Souveränitätsrechte, die im Lausanner Vertrag bestimmt wurden. Der wirkliche Feind sind die Imperialisten und ihre Pläne, die Ausbeuter, die uns als Verbrauchsmaterial für ihre Profite betrachten."

Er rief das Volk auf, laut zu fordern:

- "Nein" zur Errichtung des NATO-Hubschrauberstützpunktes in Alexandroupoli!

- "Nein" zum Abkommen zwischen der Regierung und der USA.

- Austritt Griechenlands aus allen imperialistischen Vorhaben und Kriegen.

- "Nein" zur Politik, die die Minderheiten für die imperialistischen Pläne instrumentalisiert – die Minderheiten sind Brücken zur Freundschaft zwischen den Völkern.

- Schließung des Souda-Stützpunktes und aller Militärstützpünkte und Kommandozentralen.

- Rückkehr aller Truppen aus den Auslandseinsätzen der NATO und der EU.

- Loslösung aus der NATO und der EU.

- Das Volk soll eine Geschicke selbst bestimmen können!

Nach den Redebeiträgen folgte eine kämpferische Demonstration auf den Straßen der Stadt, die vor der Kaserne der 12. Infanteriedivision endete. Die Demonstranten riefen Losungen wie: "die Imperialisten teilen die Welt wieder auf und ziehen die Grenzen mit dem Blut der Völker neu!", "Keine Unterwerfung den Mördern der Völker!", "Keine Unterwerfung dem Imperialismus, einzige Großmacht sind die Völker!". Sie forderten zudem, dass Alexandroupoli, ein Hafen der Völker und kein Stützpunkt der Imperialisten wird"

Source:

KKE via Solidnet

 

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