Dienstag, 25. September 2018
Solidaritätsanzeige

jungewelt neuIm Gespräch mit der Tageszeitung »junge Welt« warnt der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck vor einem Zusammenbruch der Euro-Zone: »Vielleicht erleben wir das Ende schon am Montag«, erklärt der frühere Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und ehemalige Chefvolkswirt der UNCTAD. Nach den Parlamentswahlen am Sonntag in Italiendrohe Rom eine Regierung, die sich trotz ideologischer Meinungsverschiedenheiten zusammenraufe, »um erst mal gegen Brüssel zu kämpfen«, so Flassbeck.

Die deutsche Bundesregierung trage eine Mitschuld an der Euro-Krise: »Deutschland hat in der Euro-Währungsunion mit dem Prinzip der internen Abwertung angefangen. Die Löhne wurden im Verhältnis zur Produktivität gesenkt«, so Flassbeck. Damit habe Deutschland unter seinen Verhältnissen gelebt. Nun seien die anderen Länder gezwungen, auch unter ihren Verhältnissen zu leben. Eine Abkehr von neoliberaler Politik sei weder in Brüssel noch in Berlin zu erkennen: »EU-Kommission und Bundesregierung zünden Nebelkerzen. Die Bankenunion ist völlig falsch konzipiert. Deswegen ist sie auch in Italien nicht angewendet worden, als Institute zahlungsunfähig wurden«, so Flassbeck.

Das Gespräch mit Heiner Flassbeck erscheint am Freitag, den 2. März, in der Tageszeitung junge Welt.

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