Dieser Tage erklärte man im Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr (InstPharmToxBw), dass sein Labor „zweifelsfrei“ Spuren des Nervenkampfstoffes in den Proben des Bloggers habe nachweisen können. Im Kommentar des Instituts heißt es jedoch, man könne aus Geheimhaltungsgründen keine zusätzlichen Angaben zu angewandten Methoden und Verfahren sowie sonstigen Details machen. Bei InstPharmToxBw verweigerte man auch einem Kamerateam Aufnahmeerlaubnis und Interviewgespräche mit irgendjemandem von seinen Personalangehörigen.

Was ist das für eine Geheimhaltung, wenn Medienberichten zufolge der Datenaustausch zwischen der Charité, dem Bundeswehrlabor, dem britischen Labor Porton Down sowie bulgarischen Einrichtungen an Fahrt zunimmt? Als wäre das nicht genug, geraten alle Infos in den Besitz der Leaked-Data-Plattformen wie Bellingcat.

Derweil beantwortet der Bundesaußenminister Maas die Fragen der deutschen Medien, ob der russische Staat hinter dem Giftanschlag stünde, mit den Worten: Es gebe dafür viele Indizien.

Es ist zu ernst, als dass man Deutschlands Spitzenvertreter die ganzen Infos für sich behalten lässt.

Wir erwarten von Berlin, dass alle verfügbaren Erkenntnisse übermittelt werden:  sowohl die Ergebnisse der Laboruntersuchungen der Bundeswehr, als auch die „Indizien“, die dem Auswärtigen Amt vorliegen sollen. Den deutschen Botschafter erwarten wir in der Zentrale am Smolenskaja-Platz. Es ist an der Zeit, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Denn alle sehen ein: Berlin blufft und stellt sich in den Dienst eines schmutzigen politischen Gewusels.

Quelle:

Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland