Freitag, 14. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeDie Polizei hat in der Nacht mit der Räumung der Sitzblockade von rund 3 000 Atomkraftgegnern begonnen, die hinter Dahlenburg auf den Schienen ausharrten. Zuvor hatten Vertreter mehrerer Initiativen noch dazu aufgerufen, die Blockade nicht während der Dunkelheit zu räumen, wie der Castor-Blog der Tageszeitung junge Welt (http://www.jungewelt.de/blogs/castor/) berichtet. Zunächst forderte die Polizei die Demonstranten mehrmals auf, die Schienen freiwillig zu verlassen. Von den Organisatoren kam dagegen der Aufruf »Sitzenbleiben!«. Nur wenige leisteten der Polizei Folge. Daraufhin fingen die Beamten an, die Demonstranten von den Schienen zu tragen oder gar wegzuschleifen. Auch wer freiwillig ging, wurde von Beamten abgeführt.

Foto: Malte Dörge / PubliXviewinGFoto: Malte Dörge / PubliXviewinGZu der Aussage von Bundesumweltminister Norbert Röttgen im ZDF, er wolle noch in diesem Jahr ins Wendland kommen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Röttgen hat noch immer nicht verstanden: Die Situation im Wendland erfordert, dass der Minister sich jetzt auf den Weg nach Gorleben macht und nicht kurz vor Weihnachten. Die Bundesregierung kann diesen Konflikt nicht länger der Polizei überlassen, denn wie wir aktuell erleben, lässt sich die Situation mit polizeilichen Mitteln nicht mehr lösen.“

Castor erfolgreich blockiertCastor erfolgreich blockiertDie wendländische Initiative Widersetzen blockiert seit kurz nach elf Uhr heute vormittag die Gleise bei Harlingen, zwischen Lüneburg und Dannenberg. Auf der Bahnstrecke sitzen ab Bahnkilometer 188 mehr als 3000 Menschen direkt auf der Schiene. Am Vormittag hatte die Polizei mit Gewalt versucht, die AtomkraftgegnerInnen von der Schiene fern zu halten: Pferde und Reizgas waren zum Einsatz gekommen. Die DemonstrantInnen hatten sich jedoch nicht von ihrem friedlichen Aktionskonzept abbringen lassen und sitzen nun seit langem in Ruhe auf den Schienen. Während die DemonstrantInnen bester Laune sind, hat die Polizei inzwischen deutlich gemacht, dass sie nicht in der Lage ist, die Blockade zu räumen.

Polizei räumt BlockadenPolizei räumt BlockadenDie Atomkraftgegner geben nicht nach und errichten eine Blockade nach der anderen. Wie der Castor-Ticker meldet, sind die drei Bundesstrassen B191, B216 und B248, die in den Landkreis führen, mit Treckern total verstopft. Auch entlang der Blockaden auf den Schienen bei Harlingen stehen massenhaft Trecker im Wald. An den dort organisierten fünf Blockaden beteiligen sich mehr als 5000 Menschen. Hinzu kommen unzählige kleinere Aktionen. In Pudripp blockierten zwischen 15 und 20 Trecker sowie rund 50 Menschen eine Kreuzung an der B191. In Dumstorf setzten sich 70 Menschen vor den Castor. Um 20.30 Uhr meldete dann der Castor-Ticker: "Der Castor steht weiterhin am Bahnhof Dahlenburg und wird mit Nato-Draht eingezäunt. Das könnte ein längerer Aufenthalt werden."

Polizei gegen AtomkraftgegnerPolizei gegen AtomkraftgegnerNach Auffassung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) müssen die niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung die Demonstration der 50.000 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner als riesigen Erfolg der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung anerkennen: "Die Landesregierung in Hannover und Bundeskanzlerin Merkel müssen eingestehen, dass ein Endlager in Gorleben, hochgefährliche Atomtransporte und der Weiterbetrieb der Atomanlagen politisch nicht durchsetzbar sind", erklärte heute am Tag nach der Großdemonstration der BBU.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeVideo: Polizeigewalt im Wendland


Minütlich erreichen uns Nachrichten von gewalttätigen Polizeieinsätzen an der Bahnstrecke Lüneburg – Dannenberg gegen friedliche Demonstranten. Dabei werden laut Augenzeugenberichten Wasserwerfer, Gasgranaten, Pfefferspray, Reiterstaffeln und Schlagstöcke eingesetzt.

Wir fordern die Gesamteinsatzleitung der Polizei, namentlich Herrn Friedrich Niehörster, auf, den Auftrag, den Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben zu eskortieren, an die Bundesregierung zurück zu geben.

X-tausendmal querX-tausendmal querAm heutigen Sonntag um 12:00 Uhr hat die Sitzblockade von X-tausendmal quer auf der Castor-Transportstrecke direkt vor dem Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben begonnen. Über 1.200 Menschen nehmen an der Straßenblockade auf der letzten Etappe des Castors teil. Und laufend kommen mehr Menschen dazu.

Polizei gegen AtomkraftgegnerPolizei gegen AtomkraftgegnerDer Castor-Transport mit hochradioaktivem Abfall hat am Sonntagnachmittag gegen 15:45 Uhr mit erheblicher Verspätung Lüneburg erreicht, wo er nach jW-Informationen erneut zum Stehen gekommen ist. In der niedersächsischen Stadt beginnt der letzte Abschnitt des Schienentransports in das 50 Kilometer entfernte Dannenberg, wo die Atommüllbehälter auf Lastwagen umgeladen werden sollen. Der Transport muß ab Lüneburg über die sogenannte Wendlandbahn rollen, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. In Dannenberg sollen die Castor-Behälter in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof auf Lastwagen umgesetzt werden und voraussichtlich am morgigen Montag auf der Straße in das etwa 20 Kilometer entfernte Zwischenlager Gorleben rollen.

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