Dienstag, 18. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Sevim DagdelenDie Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sevim Dagdelen, erklärt zu dem GAU in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima: »Ich bin tief bestürzt über die jüngsten Ereignisse in Japan. Meine Gedanken und besten Wünschen sind bei den Menschen in Japan, die nach dem Erbeben und dem Tsunami die Folgen einer atomaren Katastrophe bewältigen müssen.«

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Am Montag werden bundesweit um 18.00 Uhr in vielen Städten Aktionen und Mahnwachen anläßlich der Ereignisse in Japan stattfinden. Aufgerufen wurde dazu von der Kampagne ».ausgestrahlt«, die sich gegen die Nutzung der Atomenergie engagiert. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) begrüßt die geplanten Aktionen und ruft ebenfalls dazu auf, an bereits geplanten Aktionen teilzunehmen oder spontan eigene Mahnwachen auf Marktplätzen, vor Rathäusern oder vor Büros der Atomkonzerne durchzuführen. Bereits geplante Aktionen stehen im Internet unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html. Dort können auch eigene Veranstaltungen eingetragen werden. Angekündigt sind Mahnwachen zum Beispiel in Berlin vor dem Kanzleramt (schon um 17 Uhr), in Wiesbaden Webergasse / Ecke Langgasse (17.30 Uhr), in Stuttgart am Schlossplatz, in Augsburg am Rathaus (18 Uhr) und am Königsplatz (18:30 Uhr) sowie in München ab 19 Uhr Karlsplatz, Stachus, am Brunnen.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeZu den Ankündigungen der Bundesregierung, die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke angesichts der Katastrophe im japanischen Fukushima zu überprüfen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Röttgen und Merkel holen die Segel ein, um dem wachsenden atomkritischen Wind aus der Gesellschaft zu entgehen. Dabei wollen sie weiter auf Atom-Kurs bleiben und die Stilllegung der AKW verhindern.«

Linksjugend solidLinksjugend solidWährend in Japan noch verzweifelt daran gearbeitet wird, die atomare Katastrophe einzudämmen, verkündet Umweltminister Röttgen, dass es keinen Anlass für eine neue Grundsatzdebatte über Atomenergie gebe. Bereits das Desaster in Tschernobyl wurde als Einzelfall abgetan, weil es sich um ein sowjetisches Atomkraftwerk mit angeblich rückständiger Technologie gehandelt hatte. Die Katastrophe in Fukushima wird damit heruntergespielt, dass Japan sich an einer besonderen geographischen Lage befinde. Wir fragen uns, wie viele tragische Einzelfälle es noch geben muss, bis selbst die Atom-Lobby zur Einsicht gelangt, dass diese zerstörerische Technologie voller unkontrollierbarer Risiken steckt.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeNach Auffassung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) löst die Situation in Japan nach dem schweren Erdbeben und vor dem Hintergrund brennender Chemie- und Atomanlagen weltweit Entsetzen, Mitgefühl mit der japanischen Bevölkerung und Hilflosigkeit aus. Massive Kritik übt der BBU an den Verantwortlichen in Politik und Industrie, die den Betrieb der Atomkraftwerke und Atomanlagen in Japan genehmigt und forciert haben. Gleichzeitig betont der BBU, dass es auch in anderen Ländern der Welt zu katastrophalen Situationen bei Atomanlagen als Folge von Naturkatastrophen kommen kann. Auch in der Bundesrepublik könnten Erdbeben zu massiven Schäden bei Atomkraftwerken und sonstigen Atomanlagen führen. Aus diesem Grund, aber auch aus vielen weiteren Gründen wie der fehlenden Atommüllentsorgung und den Gefahren der Atomtransporte, fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, und das weltweit.

Foto: Volker BohnFoto: Volker BohnHeute haben rund 60.000 Teilnehmer eine zirka 45 Kilometer lange  Menschenkette gegen Atomenergie gebildet – vom Atomkraftwerk (AKW) Neckarwestheim bis zur Villa Reitzenstein in Stuttgart. Zu der Aktion hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Campact, Robin Wood sowie die NaturFreunde Deutschlands aufgerufen.

»In Japan hat sich wieder einmal bestätigt, wie unbeherrschbar und gefährlich Atomenergie ist. Deshalb steigt die Empörung über die Atompolitik, weil die Regierung unbeirrt an der Risikotechnologie festhält«, bewertete der Sprecher von .ausgestrahlt, Jochen Stay, die hohe Beteiligung bei der Menschenkette. »Angela Merkel und Stefan Mappus werden merken: Wer Laufzeiten verlängert, verkürzt seine Regierungszeit.«

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeÜberschattet von der drohenden Kernschmelze in gleich mehreren japanischen Atomkraftwerken werden heute Zehntausende Atomkraftgegner eine 45 Kilometer lange Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Staatskanzlei in Stuttgart bilden. Die Aktion steht unter dem Motto »Atomausstieg in die Hand nehmen« und wird von einem Bündnis aus Umweltverbänden und Anti-Atom-Organisationen veranstaltet. Aus 159 Städten sind Busse zur Ketten-Strecke unterwegs. Drei Sonderzüge aus Hamburg, Bremen und Berlin fahren nach Stuttgart.

CNN berichtet über Erdbeben in JapanCNN berichtet über Erdbeben in JapanAnlässlich des Erdbebens in Japan und den Schäden in dortigen Atomanlagen wird auch hierzulande die Erdbebensicherheit von Atomkraftwerken neu diskutiert, denn auch im süddeutschen Raum kommt es regelmäßig zu Erdbeben. Das AKW Neckarwestheim bei Stuttgart ist dabei besonders gefährdet, denn es steht auf äußerst brüchigem Grund: Kalkgestein, in dem das Grundwasser jedes Jahr bis zu 1000 Kubikmeter neue Hohlräume auswäscht - nachgewiesenermaßen auch unter dem AKW. Dessen ungeachtet ging die Landesregierung bei der Genehmigung beider Reaktoren in Neckarwestheim davon aus, dass der Untergrund als »Fels« einzustufen sei - die härteste Kategorie überhaupt.

Die Botschaft von Ecuador in Deutschland teilt mit, dass das Amtsgericht Magdeburg drei Termine für die Anhörung zum Fall eines ecuadorianischen Staatsangehörigen, der am 18. Dezember Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs wurde, angesetzt hat. Die erste Anhörung fand bereits am 4. März statt, zwei weitere Termine sind am 18. und 21. März 2011. Während bei der ersten Anhörung die Erklärungen sowohl der Kläger als auch der Beklagten aufgenommen wurden, sollen während bei der zweiten und dritten Anhörung die Aussagen der Polizei und die Beweise aufgenommen werden.

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