Samstag, 23. Juni 2018
Solidaritätsanzeige

Foto: Karin Behr / PubliXviewinGVideo: Erfolgreiche Castor-Südblockade in Berg/Pfalz


Splietau an der Südstrecke des Atommülltransports nach Gorleben ist durch Hunderte Traktoren blockiert. Wie der Castor-Ticker meldet, herrscht in dem Ort Partystimmung: "Ganz Splietau ist eine einzige Trecker-Blockade. Es sieht so aus als würde das auch erstmal so bleiben". Während Zehntausende Menschen am Samstagnachmittag auf einem Feld nahe Dannenberg an der Grosskundgebung gegen den anrollenden Transport der elf Atommüllbehälter teilnahmen, haben Landwirte mit Traktoren aller Modelle die Straße im beschaulichen Ort Splietau und dahinter versperrt. Fast 600 dicht an dicht stehende Traktoren sollen es sein, wie Polizisten und Landwirte vor Ort bestätigen.

50.000 demonstrieren gegen AtommülltransporteBei der Großdemonstration zum Auftakt der Proteste gegen den Atommüll-Transport ins Wendland protestierten am heutigen Samstag mehr als 50.000 Menschen gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Mit mehr als 400 Bussen waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Bauern beteiligten sich mit 600 Treckern. Unter dem Motto "Mit Gorleben kommen sie nicht durch -- Rote Karte für Atomkraft!" wurde die Demonstration von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen organisiert und von einem breiten Bündnis unterstützt. Es war die größte Demonstration, die es in der Geschichte des Gorlebens-Widerstands bisher gegeben hat.

Atommüll Nein DankeAtommüll Nein DankeWie der Castor-Blog der Tageszeitung junge Welt (http://www.jungewelt.de/blogs/castor/) berichtet, haben etwa 650 Atomkraftgegner in Südwestdeutschland die Polizeiblockade überwunden und sind auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Lauterbourg und dem rheinland-pfälzischen Berg gelangt. Nach wie vor begeben sich weitere Demonstranten auf die Gleise zwischen dem Bahnhof in Berg und dem Bootshaus. Nach neuesten Schätzungen wird erwartet, daß der aus Frankreich kommende Atomzug gegen 12.30 Uhr die deutsche Grenze passieren wird.

Sechs Busse aus dem MünsterlandSechs Busse aus dem MünsterlandNachdem in den letzten Tagen die Mobilisierung für die bundesweite Anti-Atom-Demo am heutigen Samstag im Wendland stark angezogen hat, fahren nun deutlich mehr als 300 Atomkraftgegner aus dem Münsterland zur Großdemo nach Dannenberg. Im Wendland werden die größten Proteste in der 33-jährigen Geschichte des Endlager-Widerstands erwartet.

Weder in Gorleben noch GronauWeder in Gorleben noch GronauAuch der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, der sich im Münsterland gegen die einzige deutsche Urananreicherungsanlage zur Wehr setzt, ruft zur Teilnahme am Protest gegen den Castortransport von Frankreich nach Gorleben auf. Aus Gronau werden ebenfalls Atomkraftgegner am Samstag (6.11.)  zur Großkundgebung nach Dannenberg fahren. Weitergehend  fordert der AKU von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf, endlich gegen die ständigen Urantransporte von und nach Gronau aktiv zu werden und auch für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage zu sorgen. Derzeit rollen etwa wöchentlich Transporte mit Uranhexafluorid von oder nach Gronau, in LKW-Konvois oder in Sonderzügen mit bis zu etwa 20 Waggons.

Foto: Karin Behr / PubliXviewinGFoto: Karin Behr / PubliXviewinGNach einer mehrstündigen Blockade in Frankreich ist der Zug mit den Castor-Behältern voller radioaktivem Atommüll seit etwa 19 Uhr wieder unterwegs, In der Nähe der französischen Stadt Caen gelang es Atomkraftgegnern, den Transport rund drei Stunden lang aufzuhalten. Fünf Aktivisten der französischen Anti-Atom-Organisation GANVA hatten sich an die Gleise gekettet. Die Polizei durchtrennte die Rohre, mit denen die Kernkraftgegner die Ketten geschützt hatten. Dabei soll die Polizei so brutal vorgegangen sein, daß einer der Aktivsten in die Chirurgie eingeliefert werden mußte.

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