Dienstag, 23. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Nach 24 Stunden haben die Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative X-tausendmal quer am Sonntagvormittag die Blockade des AKW Brokdorf beendet. Eon ließ dreimal Tore von der Polizei räumen, um die am vergangenen Mittwoch begonnenen Revisionsarbeiten im AKW weiterführen zu können - die Aktivisten kehrten jedes Mal zurück. Bis zu 250 Menschen hatten an der gewaltfreien Sitzblockade teilgenommen. »So wenig, wie es einen störungsfreien AKW-Betrieb gibt, gibt es einen ungestörten AKW-Betrieb«, sagte Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer. »Im AKW Brokdorf gab es seit 1986 bereits 210 meldepflichtige Ereignisse. Ein Super-GAU ist in jedem AKW jederzeit möglich. Deshalb versprechen wir: Wir werden keinen ungestörten AKW-Betrieb zulassen und weiterhin Zivilen Ungehorsam leisten.«

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Nach der ersten Räumung der Blockade des AKW Brokdorf am Samstagnachmittag blockierten Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative X-tausendmal quer in der Nacht zu Sonntag erneut beide Zufahrtstore. An jedem Tor saßen um etwa 22.15 Uhr etwa 100 Menschen. Gegen 23.30 Uhr begann die Polizei, am Haupttor zu räumen. Kurz vor 1 Uhr morgens fuhren etwa 20 Busse mit den Arbeitern für die Nachtschicht der Revisionsarbeiten auf das AKW-Gelände. Die Blockierer wurden danach freigelassen. Ihnen wurden diesmal ausdrücklich Platzverweise für beide AKW-Tore erteilt. Am Nebentor (Deichseite) übernachteten unterdessen mehr als 80 Menschen und halten es blockiert. Vierzig Aktive besetzen seit etwa 6.30 Uhr wiederum die Straße zum Haupttor. Ein ungestörter Schichtwechsel ist also erneut nicht möglich.

Menschenkette in Brokdorf am 24. April 2010. Foto: CampactMenschenkette in Brokdorf am 24. April 2010. Foto: CampactSeit heute morgen um 10.30 Uhr ist das Atomkraftwerk Brokdorf blockiert. 250 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner ließen sich in zwei Gruppen vor den beiden Zugängen des Werksgeländes nieder. Sie demonstrieren damit für einen sofortigen Atomausstieg. Zuvor nahmen sie an einer von der Initiative X-tausendmal quer angemeldeten Demonstration teil, die sie dann verließen. Um die Revision des AKW Brokdorf fortzuführen, hat Eon zum Schichtwechsel am Nachmittag die Blockade am Nebentor räumen lassen. Die Polizei trug etwa 100 Sitzblockierer vom Tor weg und erfasste deren Personalien. Sie seilten eine Aktivistin von einem Tripod, einer fünf Meter hohen Rohrkonstruktion, ab. Die Nachtschicht wurde anschließend mit etlichen Bussen auf das Gelände gefahren. Die Aktivisten kündigten daraufhin an, weitere Schichtwechsel zu blockieren.

Gegen NazisGegen NazisNach Abschluss der heutigen Naziprovokation in Berlin-Mitte (siehe hier) ist die Polizei offenbar gewaltsam gegen Redakteure und Mitarbeiter der Tageszeitung »junge Welt« vorgegangen. Wie die Zeitung über Twitter und Facebook meldet, wurden jW-Mitarbeiter unter dem Vorwurf, vom Dach des Redaktionsgebäudes aus sei die Nazi-Zusammenrottung »mit Wasserbeuteln eingedeckt worden«, von der Polizei am Hintereingang des Verlagsgebäudes festgehalten. Die Polizei habe Presseausweise ignoriert und den Geschäftsführer der jW gewaltsam zugeführt und zwangsweise fotografiert. Mittlerweile seien die Polizisten jedoch abgezogen. Ein Bericht über die Ereignisse will die Zeitung in Kürze veröffentlichen.

Nachstehend dokumentieren wir einen Sonderbericht, den die junge Welt soeben auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Ein braunes HäufchenEin braunes HäufchenGerade einmal drei Dutzend Nazis hat die NPD heute zu ihrer Kundgebung am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin mobilisieren können. Ihnen gegenüber standen Hunderte Menschen, die das Häuflein der Faschisten von allen Seiten belagerten. Lautstark wurden sie mit Musik beschallt, und plötzlich einsetzende Regenschauer sorgten für den einen oder anderen durchnässten Nazi. Die massiv aufgefahrene Polizei verhinderte nicht nur ein direktes Aufeinandertreffen von Antifaschisten und Nazis, sondern stoppte auch rechtzeitig den Versuch militanter Faschisten, die Verlagsräume der Tageszeitung »junge Welt« anzugreifen, die direkt an dem Platz liegen. Von dort aus war mit lautstarkem Trommeln auf Kochtöpfe und anderes Geschirr sowie mit politisch eindeutiger Musik der Unmut der Redakteure und Verlagsmitarbeiter der linken Zeitung unüberhörbar.

Ein paar Nazis (Mitte) am Rosa-Luxemburg-PlatzEin paar Nazis (Mitte) am Rosa-Luxemburg-PlatzDie NPD provoziert zur Stunde mit einer Kundgebung am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz. Das kleine Häuflein von Faschisten hat sich dabei, gut geschützt von der massiv aufgefahrenen Polizei, nur wenige Meter von dem am Verlagsgebäude der Tageszeitung »junge Welt« errichteten Denkmal für Rosa Luxemburg entfernt versammelt, genau zwischen der marxistischen Tageszeitung und dem Karl-Liebknecht-Haus der Partei Die Linke. Bis zuletzt hatte die Polizei sich geweigert, Informationen über den Versammlungsort der Neonazis herauszugeben, auch nicht an die durch die Provokation direkt betroffenen Anlieger. Es sei eine »Unverschämtheit«, so der Geschäftsführer des Verlags 8. Mai, Dietmar Koschmieder, dessen Unternehmen die Tageszeitung herausgibt, dass die Polizei die Zusammenrottung der Nazis an dieser Stelle überhaupt zulasse, und dass die Betroffenen darüber nicht einmal informiert wurden.

Karl-Liebknecht-HausKarl-Liebknecht-HausBerlins Nazis wollen den Jahrestag des »Volksaufstandes« in der DDR mitfeiern. Während bundesdeutsche und hauptstädtische Politprominz wie üblich ihre Kränze abwerfen, wollen die Faschisten sich offenbar gegen 18 Uhr im Zentrum Berlins zusammenrotten. Ziel der Provokation ist den Informationen zufolge das Karl-Liebknecht-Haus, der Sitz der Partei Die Linke. Die BundesgeschäftsführerInnen Caren Lay und Werner Dreibus sowie der Berliner Landesvorsitzende Klaus Lederer verurteilen die Zusammenrottung der Faschisten: »Der geplante Ort der Kundgebung ist eine gezielte Provokation. Wir rufen dazu auf, der Öffentlichkeit und den Nazis deutlich zu zeigen, dass wir keine Nazis im öffentlichen Raum wollen und schon gar nicht vor diesem Haus, das 1933 von den Nazis besetzt und in Horst-Wessel-Haus umbenannt wurde. Die demokratische Zivilgesellschaft Berlins darf diesen Platz nicht den Rechten überlassen!«

...oder doch?...oder doch?Zum atompolitischen Leitantrag der Grünen-Spitze für den außerordentlichen Parteitag erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Die Grünen geben ohne Not Positionen auf, die sie noch bis vor wenigen Wochen vertreten haben. Wer einem Weiterbetrieb der Reaktoren bis 2022, einem AKW im Stand-by-Betrieb und reduzierten Sicherheitsanforderungen zustimmt, verliert seine Glaubwürdigkeit und kann sich nicht mehr Teil der Anti-Atom-Bewegung nennen. Denn dafür haben nicht Hunderttausende in den letzten Monaten demonstriert.«

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Zum heutigen Ende des Moratoriums für sieben Atomkraftwerke erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Die sieben Moratoriums-Meiler und das Pannen-AKW Krümmel sollen endgültig stillgelegt werden. Das war zu Beginn des dreimonatigen Moratoriums nicht absehbar. Zuerst wollte die Kanzlerin nur Zeit gewinnen. Doch in dieser Zeit kam es zu den größten Massenprotesten in der Geschichte der Anti-AKW-Bewegung: Am 26. März demonstrierten 250.000 Menschen in vier Städten, am 25. April gingen 140.000 an den AKW-Standorten auf die Straße, am 28. Mai beteiligten sich 160.000 Atomkraftgegner an Demonstrationen in 21 Städten. Und dazwischen beteiligten sich Zehntausende jeden Montag an Mahnwachen in mehr als 400 Orten.«

Real time web analytics, Heat map tracking

Freie Radios auf Sendung

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.