27 | 05 | 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftigte zu Warnstreiks vor der vierten Verhandlungsrunde aufgerufen. An verschiedenen Orten und Tagen werden Beschäftigte daher in dieser Woche bis zum Verhandlungstermin am 20. Mai in den Warnstreik treten, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, in der nächsten Runde ein deutlich verbessertes und verhandlungsfähiges Angebot zu machen.

Gewerkschaften fordern von Gesundheitskonzern Verhandlungen über ein globales Rahmenabkommen für Arbeitnehmerrechte

Über 50 Vertreterinnen und Vertreter von Beschäftigten und Gewerkschaften aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika sowie Asien treffen sich zeitgleich mit den Hauptversammlungen von Fresenius am 16. und 17. Mai in Frankfurt am Main. Weltweit beschäftigt der Gesundheitskonzern rund 280.000 Menschen in 100 Ländern.

Die Gewerkschaften werden das erste weltweite Bündnis von Arbeitnehmerorga-nisationen eines multinationalen Unternehmens im Gesundheitswesen gründen. Ihr Ziel ist die Verhandlung einer globalen Rahmenvereinbarung mit dem Bad Homburger Unternehmen, die weltweit in allen Betrieben grundlegende Rechte von Beschäftigten und Gewerkschaften garantiert. Die 21 beteiligten Gewerk-schaften reagieren damit teilweise auf antigewerkschaftliche Praktiken von Fresenius, vor allem in den USA, Peru und Südkorea. Koordiniert wird das Bünd-nis von den Dachverbänden Public Services International (PSI) und UNI Global Union, die Beschäftigte aus dem öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor repräsentieren.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Die Kabinettsvorlage bleibe aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung nun endlich den Koalitionsvertrag umsetzt. Die Mindestausbildungsvergütung ist lange überfällig. Es ist ein Erfolg von ver.di, dass sie eingeführt wird“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister.

Die Urabstimmung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bei den Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen (Aviation) hat ein eindeutiges Ergebnis für die Annahme des ersten bundesweiten Tarifvertrags für die Branche gebracht. 69 Prozent der Mitglieder, die sich an der Abstimmung beteiligten, sprachen sich für die Annahme des Tarifergebnisses und gegen einen unbefristeten Streik aus. Der ver.di-Bundesvorstand hat nun die Schlussabstimmung durch die entsprechende Bundestarifkommission eingeleitet.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund 11.000 gewerblich Beschäftigten in den deutschen Seehäfen geeinigt.

Der Tarifabschluss mit einer Laufzeit von 12 Monaten umfasst eine tabellarische Erhöhung aller Lohngruppen um 2,7 Prozent. Für die Beschäftigten in Vollcontainerbetrieben erhöht sich zudem die wiederkehrende Zulage um jährlich 200 Euro.

Nach 16stündigen „zugespitzten und zähen Verhandlungen“ haben die Tarifvertragsparteien der Druckindustrie heute (3.5.) am frühen Morgen ein Ergebnis für die 134.000 Beschäftigten der Branche in Deutschland erzielt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) teilte mit, der komplette Manteltarifvertrag mit seinen Anhängen werde rückwirkend ab 1.10.2018 unverändert für zwei Jahre wieder in Kraft gesetzt. Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sollen ab 1. Mai 2019 um 2,4 Prozent, ab 1. Juni 2020 um weitere zwei Prozent und zum 1. Mai 2021 noch einmal um ein Prozent erhöht werden. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2021. Die Tarifkommission der Gewerkschaft tagt am Vormittag, um über das Ergebnis zu diskutieren und abzustimmen.

Die Beschäftigten an den Amazonstandorten Rheinberg und Werne (NRW), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Leipzig (Sachsen) sind erneut in den Streik getreten. Die Arbeitsniederlegungen dauern vorläufig bis zum 3. Mai (Koblenz) bzw. bis zum 4. Mai 2019 (Rheinberg, Werne, Bad Hersfeld, Leipzig) an.

DGBZum 1. Mai haben sich bundesweit 381.500 Menschen an 481 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligt, die im Jahr der Europawahl unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ standen. Das teilte der DGB am Nachmittag mit.

2019 hat mit schweren Angriffen auf die Arbeiter begonnen. Von Vertretern der Autoindustrie wurde bekannt geben, dass in kommender Zeit über 100.000 Arbeiter ihre Arbeit verlieren werden. Hinzu kommen mindestens genau so viele bei Zulieferern und der „Nebenindustrie“. Stellen, die bisher als sicher galten, sind in Gefahr. Die Rechnung einer nahenden Wirtschaftskrise wird wieder einmal auf die Beschäftigten gewälzt. Konzern- und Kapitalvertreter nutzen die internationale Situation, um mehr Flexibilisierung, längere Arbeitszeiten, höhere Arbeitsintensität, Verzicht auf Gehälter und Rechte zu fordern und durchzusetzen. Viele Klein- und Mittelbetriebe haben den Tarifvertrag verlassen und erhöhen die Wochenarbeitszeit wieder auf bis zu 42 Stunden. Löhne werden gesenkt, Rechte abgebaut.

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