Samstag, 16. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

ver.di und GEW bei der Maidemo in Regensburg. Foto:  IGM-Jugend Regensburg (CC BY-SA 2.0)Im Tarifkonflikt um die Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes hat die Urabstimmung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine eindeutige Mehrheit für einen unbefristeten Arbeitskampf ergeben. Insgesamt stimmten 93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder für einen unbefristeten Streik. Damit wurde das erforderliche Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen. Bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stimmten 96,37 Prozent der Mitglieder im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst (SuE)für den Ausstand.

1. Mai in Augsburg. Foto: RedGlobeAm 1. Mai haben sich nach Angaben des DGB 402.000 Menschen an den mehr als 470 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt. Die DGB-Kundgebungen standen unter dem Motto »Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!«

GDL-Streik im November 2014. Foto: Marco Verch / flickr (CC BY 2.0)Es geht wieder los. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat das Zugpersonal in den Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn erneut bundesweit zum Arbeitskampf aufgerufen. Der Streik beginnt im Personenverkehr am Mittwoch, 22. April, um zwei Uhr nachts und endet am folgenden Tag um 21 Uhr. Der Streik im Personenverkehr dauert somit 43 Stunden. Der Güterverkehr wird bereits ab dem morgigen Dienstag um 15 Uhr bis zum 24. April 2015 Uhr um 9 Uhr bestreikt (66 Stunden).

Die dritte Verhandlungsrunde für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG endete am 4. März 2015 ohne Ergebnis. Die Arbeitgeberseite sah sich weder in der Lage, eine Aussage zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen noch zu einer angemessenen Tariferhöhung zu treffen. Diese Verzögerungstaktik ist enttäuschend und für die Beschäftigten nicht nachvollziehbar.

Tacheles e.V.Der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. fordert angesichts neuer Rekordstände  bei Mahnverfahren in Zusammenhang mit Energieschulden und der hohen Zahl von Stromsperren gesetzliche Maßnahmen, um Energiearmut wirksam zu bekämpfen und die Versorgung der betroffenen Haushalte sicher zu stellen.

Während die DGB-Führung mit der Bundesregierung kungelt und das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Gesetz zur Tarifeinheit mehr oder weniger offen unterstützt, sammeln drei Einzelgewerkschaften - ver.di, GEW und NGG - derzeit Unterschriften gegen diesen Angriff auf das Streikrecht. Die Möglichkeit zum Unterzeichnen besteht hier:

FAUFAUDie anarcho-syndikalistische Freie Arbeiterinnen- und Arbeiterunion FAU vertritt in Berlin eine größere Gruppe von Bauarbeitern aus Rumänien, die bis September 2014 bei dem Großprojekt »Mall of Berlin« arbeiteten und dabei einen erheblichen Teil ihres Lohns nicht ausgezahlt bekommen haben. Wie die Basisgewerkschaft mitteilte, sollen die Subunternehmen »Metatec-Fundus GmbH & Co. KG« aus Berlin-Kreuzberg sowie »openmallmaster GmbH« aus Frankfurt am Main für die offenen Löhne verantwortlich sein, jedoch trage ebenso der Bauherr der Mall, »Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH« durch die Vergabe von Subverträgen an diese Firmen, eine Mitverantwortung.

Sozialistische Deutsche ArbeiterjugendSozialistische Deutsche Arbeiterjugend“Eine Unverschämtheit!” - “Pünktlich zum Mauerfall schränkt die GDL die Reisefreiheit ein!” - “Verkehrs-Terroristen!”

…schallt es pünktlich zum Bahn-Streik der GDL. Und überall wird der Ruf nach der gesetzlichen Tarifeinheit laut, die Andrea Nahles (SPD) als Arbeitsministerin durchdrücken möchte. Wir sehen das allerdings anders und zeigen uns solidarisch mit allen Beschäftigten bei der Bahn. Die AG Arbeiterjugendpolitik des SDAJ-Bundesvorstandes hat daher folgende Solidaritätserklärung veröffentlicht:

Foto: GDL.deFoto: GDL.deDie Lokführergewerkschaft GDL will in der kommenden Nacht den Eisenbahnverkehr in Deutschland weitgehend lahmlegen. Die Spartenorganisation hat die Lokomotivführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten und Instruktoren/Trainer in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn zum Streik aufgerufen. Ab 21 Uhr am heutigen Dienstag sollen bis Mittwochmorgen um 6 Uhr sowohl Regional- und Fernzüge als auch Güterzüge und die von der Deutschen Bahn betriebenen S-Bahnen, zum Beispiel in Berlin und Hamburg, den Betrieb einstellen.

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