Dienstag, 11. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Im Frühjahr wurde ein neuer Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst verhandelt. Der Forderungsaufstellung von Verdi ging eine breite Diskussion in den verschiedenen Betrieben und auf verschiedenen Ebenen voraus. Dabei wurde deutlich: Insbesondere die traditionell gut organisierten KollegInnen aus den unteren Entgeltgruppen (Müllwerker, Bus- und Bahnfahrer, Pflegepersonal) haben langsam die Schnauze voll, für ihre Arbeit mit Niedriglöhnen abgespeist zu werden.

Der Streik bei der Vivantes Service Gesellschaft (VSG) ist beendet. Nach 51 Streiktagen liegt jetzt ein Tarifergebnis vor, das zwischen ver.di und der Geschäftsführung der Vivantes Service Gesellschaft ausgehandelt wurde. Die VSG ist eine 100prozentige Tochter der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit. In der VSG sind zirka 400 Arbeitnehmer/innen beschäftigt, sowie zirka 600 Beschäftigte sind von der Vivantes Mutter in die VSG gestellt.

„Während sich Lufthansa und Easyjet aus der insolventen Air Berlin die Start- und Landerechte sowie die Flugzeuge als Sahnestücke herausgepickt haben, gehen tausende Beschäftigte bisher leer aus“, kommentiert Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Klage von nahezu 2000 Piloten, Flugbegleitern und Bodenkräften gegen Air Berlin und den Insolvenzverwalter beim Berliner Arbeitsgericht.

„Mit ihren Warnstreiks und Aktionen erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck auf die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di Entgeltsteigerungen von 7,5 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro pro Monat. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 150 Euro pro Monat angehoben werden.

ver.di hat die bereits am 18. Dezember 2017 begonnenen Tarifverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten in der Speditions-, Logistik- und Paketbranche in Berlin und Brandenburg jetzt mit einem neuen Tarifvertrag abgeschlossen. Demnach steigen die Entgelte rückwirkend zum 1. April 2018 in Berlin durchschnittlich um 3 Prozent und in Brandenburg um 3,7 Prozent. Ab dem 1. April 2019 folgt eine weitere Erhöhung der Entgelte von 2,8 Prozent in Berlin und durchschnittlich 3,5 Prozent für die Beschäftigten in Brandenburg. Auszubildende erhalten zum 1. April 2018 und 1. April 2019 jeweils 40 € monatlich mehr. Der Tarifvertrag läuft bis zum 29. Februar 2020.

Quelle: ver.di

 

„Der Kampf der Siemens-Belegschaft und ihrer Betriebsräte hat sich gelohnt: Die von Siemens-Chef Kaeser einseitig verordneten Standortschließungen und betriebsbedingten Kündigungen sind zum Glück erst einmal vom Tisch“, kommentiert Pascal Meiser, Gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Vereinbarung zwischen Management, Betriebsräten und der IG Metall zur Zukunft der von der Schließung bedrohten Siemens-Standorte in ganz Deutschland.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir unterstützen eure Forderungen nach 6% mehr Geld, ein volles 13. Monatsgehalt für alle und die Übernahme der Ausbildungskosten. Auch die Forderung eure Wegezeit endlich als Arbeitszeit anzuerkennen ist längst überfällig. Es ist eine absolute Frechheit, dass euch die Unternehmer quer durch die halbe Republik jagen und ihr das dann auch noch bezahlen sollt. Gleiches gilt für die Angleichung der Einkommen in Ost und West.

Karl Marx»Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern«

Karl Marx

Was muss Karl Marx nicht alles über sich ergehen lassen! Abgesehen davon, dass findige Krämerseelen mit allen möglichen Gadgets Kapital aus Marx schlagen wollen, wie das im Kapitalismus üblich ist, treten rechtzeitig zu seinem 200. alle möglichen Gesundbeter des Kapitalismus auf, um Marx »zu erklären« und uns ein »vorurteilsfreies, differenziertes Marx-Bild«, eine »längst überfällige Historisierung« oder »einen unverstellten, von späterer Dogmatisierung befreiten Blick« auf Marx zu ermöglichen.

DGBZum 1. Mai haben sich bundesweit 340.000 Menschen an den knapp 500 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligt, die in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" standen.

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann forderte auf der zentralen Kundgebung des DGB in Nürnberg: »Die Regierung muss jetzt liefern. Wir akzeptieren keine Ausnahmen, keine Hintertürchen und keine Verzögerungstaktik.« Das Ziel der Vollbeschäftigung sei seit langem Ziel des DGB – aber nur zu guten Arbeitsbedingungen. »Es darf nicht darum gehen, dass Menschen irgendeine Arbeit machen, sondern es muss Beschäftigung mit guten und sicheren Arbeitsbedingungen sein.« Die Pläne zu Rückkehrrecht auf Vollzeit, die paritätische Finanzierung der Krankenkassen, die Stabilisierung der Rente und die Allgemeinverbindlichkeit der Pflege-Tarifverträge müssten »Punkt für Punkt vollständig umgesetzt werden – gerne auch mit einem Zacken mehr«.

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