Mittwoch, 20. Juni 2018
Solidaritätsanzeige

„Es ist ein schwieriges Angebot, das zwar zu allen unseren Forderungen Elemente enthält, zugleich aber auch hinter unseren Erwartungen zurückbleibt“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Das betrifft vor allem den zweiten linearen Erhöhungsschritt von 2,1 Prozent im Jahr 2019. Deshalb nun die Mitgliederbefragung.

Die Post AG bietet den rund 130.000 Tarifbeschäftigten über eine Laufzeit von 28 Monaten zwei lineare (für alle gleich geltende) Erhöhungsschritte an: Zum 1.Oktober 2018 3,0 Prozent und zum 1. Oktober 2019 weitere 2,1 Prozent. Zudem soll es im April 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro geben.

„Der neue Rekordüberschuss Deutschlands ist kein Grund zum Feiern: Nach wie vor sind die staatlichen Abschreibungen höher als die öffentlichen Investitionen. Das Land wird auf Verschleiß gefahren. Unsere Kinder und Kindeskinder haben aber nichts von einer ominösen schwarzen Null, sie brauchen gut ausgestattete Bildungs- und Forschungseinrichtungen, funktionierende Verkehrsnetze und eine flächendeckende digitale Infrastruktur.

23. Februar 2018 | ver.di hat jetzt für die bundesweit rund 3.000 bei Condor am Boden, in der Kabine und in der Technik Beschäftigten in Frankfurt/Main ein Verhandlungsergebnis erzielt. Danach erhalten die Beschäftigten am 1. Januar 2018 3,3 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 65 Euro mehr. Am 1. Mai 2019 erfolgt eine weitere Erhöhung der Gehälter um 3,3 Prozent.

„Dies ist ein Tarifabschluss, der sich sehen lassen kann. Damit konnte nicht nur eine Reallohn-Steigerung erreicht werden. Er ist auch der wirtschaftlichen Lage angemessen,“ sagte Gabriele Gröschl-Bahr, als ver.di-Bundesvorstandsmitglied zuständig für die Sozialversicherung. Eine besondere Anforderung der Auszubildenden war die Forderung von bisher 27 Tagen nach 30 Tagen Urlaub im Jahr. „Ab 2018 gibt es jetzt auch für Azubis 30 Urlaubstage sowie eine Regelung zur unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung“, sagte Gröschl-Bahr.

Die Metall-Tarifrunde ist beendet. Ein politischer Rückblick mit etwas Abstand zum Tarifgeschehen ist angebracht. Was sind die wichtigsten Erfahrungen und Ergebnisse?
Das Thema Arbeitszeitverkürzung ging quer durch alle Medien und war breit in der gesellschaftlichen Debatte vertreten – und überwiegend auch zustimmend. Das Metallkapital hat viele Zugeständnisse gemacht, aber bei dem Thema Arbeitszeit sind sie bockelhart geblieben. Da hätte es noch eine ordentliche Schippe gebraucht, um mehr zu erreichen.

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UZ - Unsere Zeit

ver.di hat zu Warnstreiks bei der Deutschen Post AG in fünf Bundesländern aufgerufen, nachdem es in der dritten Verhandlungsrunde für die 130.000 Beschäftigten erneut keinen Durchbruch gab. Am Freitag, 23. Februar, sind weitere Warnstreiks zu erwarten. Am Donnerstag haben sich die Beschäftigten in der Zustellung in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein an den Streiks beteiligt.

„Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Importbeschränkungen kommen nicht von ungefähr. Den größten Außenhandelsüberschuss erzielt Deutschland mit über 50 Milliarden Euro im Handel mit den USA. Das entspricht mehr als 40 Prozent des Überschusses, den die EU insgesamt mit den USA realisiert. Wenn Europa einen Handelskrieg mit den USA vermeiden will, muss Deutschland weg von seiner einseitigen Exportstrategie“, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, aktuelle Zahlen des statistischen Bundesamtes zur Rangfolge der deutschen Handelspartner.

jungewelt neuJörg Kronauer kommentiert in der Tageszeitung »junge Welt« die deutschen Exportüberschüsse

Das kann noch Ärger geben. Da beschwert sich die halbe Welt seit Jahren über die exzessiven deutschen Exportüberschüsse - und das völlig zu Recht: Schließlich treiben sie zahlreiche Länder von Griechenland über Italien bis Frankreich immer tiefer in die Verschuldung. Was aber zeigen nun die jüngsten Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch veröffentlicht hat? Die deutschen Exportüberschüsse haben auch im Jahr 2017 exorbitante Höhen erreicht.

Die ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer erklärte nach den Verhandlungen in Düsseldorf: „Die real-Geschäftsführung will offensichtlich keine Einigung, sondern sucht eine Begründung, um aus dem bestehenden Zukunftstarifvertrag auszusteigen.“ Die Vorlage sei ein Vertrag, „bei dem die Belegschaft auf der Strecke bleibt“. Verdiene eine Verkäuferin nach dem derzeitigen Tarifvertrag 2.579 Euro brutto pro Monat, so solle sie nach den Vorstellungen von real,- zukünftig nur noch 1.900 Euro brutto verdienen.

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