Mittwoch, 20. Juni 2018
Solidaritätsanzeige

Die ver.di-Tarifkommission hatte es abgelehnt, die Gehälter der real-Beschäftigten dauerhaft radikal um bis zu 40 Prozent zu senken, wie real sich das vorstellt. „Armutstarife sind mit uns nicht zu machen“, sagte Nutzenberger. Schon jetzt seien die Verdienste zu knapp für ein auskömmliches Leben im Alter, denn selbst nach 45 Jahren Vollzeit erhält eine Verkäuferin nur rund 1.200 Euro Rente im Monat.

ver.di lehnt das Angebot der Deutschen Telekom in der laufenden Tarifauseinandersetzung als nicht annehmbar ab. Die Arbeitgeber hatten in der heutigen dritten Verhandlungsrunde für die rund 55.000 Beschäftigten der Konzernzentrale, der Telekom Deutschland sowie der Deutschen Telekom IT eine Anhebung der Gehälter ab dem 1. Juli 2018 um 2,0 Prozent, eine weitere Anhebung zum 1. März 2019 um 1,7 Prozent und eine Laufzeit von 28 Monaten angeboten.

Quelle:

ver.di

 

Jeff Bezos ist der reichste Mensch der Welt und die Amazon Beschäftigten bekommen nicht mal Tariflohn. Am heutigen Freitag, 16. März, ruft deshalb die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten bei Amazon am Standort Rheinberg dazu auf, die Arbeit niederzulegen.

„In der vergangenen Woche wurde in zahlreichen Medien darüber berichtet, dass der Amazon-Besitzer, Jeff Bezos, mit einem Vermögen von über 110 Milliarden US-Dollar nun der reichste Mensch der Welt ist.

In dem jahrelangen Tarifstreit zwischen ver.di und der Charité Facility Management (CFM) gibt es eine Einigung. ver.di und CFM haben sich auf eine Vereinbarung verständigt, nach der die CFM rückwirkend ab Dezember 2017 einen Grundlohn von 11 Euro pro Stunde bezahlt. Dies bedeutet für zirka 1.600 Beschäftigte in den unteren Gehaltsgruppen Gehaltssteigerungen zwischen 10 und 16 Prozent.

In den Tarifverhandlungen zwischen E.ON und ver.di gab es am 9. März einen Durchbruch: ver.di konnte für die rund 10.000 Beschäftigten und die Auszubildenden im E.ON-Konzern, die zur Tarifgemeinschaft Energie (TG Energie) gehören, eine Einkommensverbesserung von 3,0 Prozent ab 1. März 2018 bei einer Laufzeit von 17 Monaten vereinbaren. Auszubildende sollen ab dem gleichen Zeitpunkt 85 Euro monatlich mehr bekommen.

„Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 hat sich die Telekom für gute Zahlen feiern lassen. Damit ist auch für die Beschäftigten klar, es ist genug Geld für eine spürbare Lohnerhöhung vorhanden“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. Mit einer Verschleppungstaktik komme die Telekom bei den Beschäftigten nicht durch. Es müsse ein Angebot auf den Tisch, so Sauerland.

Dieser Tenor prägte alle Warnstreiks und Aktionen in den ostdeutschen Tarifgebieten: „Es geht nicht, dass nach fast 30 Jahren noch immer eine Arbeitszeitmauer durch das Land geht – oder wie bei BMW sogar durch einen Konzern“, so IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Olivier Höbel beim Streikfest am Abend des 2. Fe­bruar 2018 in Leipzig.
Diese Mauer geht auch durch Volkswagen. Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Fahrzeugfertigung Zwickau, in der Gläsernen Manufaktur Dresden, im Motorenwerk Chemnitz und bei Porsche in Leipzig arbeiten pro Woche drei Stunden länger als wir, ebenso wie die Beschäftigten bei BMW in Leipzig oder bei Autozulieferern in Ostdeutschland. Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger findet das gut: „Der Osten braucht diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin. Die längere Arbeitszeit muss bleiben“, sagte er nach dem Pilot-Abschluss von Stuttgart.
Was halten die Beschäftigten von diesem „Wettbewerbsvorteil“? Die Belegschaften von Volkswagen Sachsen und wichtige Zulieferer legten am Freitag, 2. Februar 2018, bis Samstag früh die Arbeit nieder. Alle Standorte in Zwickau, Chemnitz und Dresden waren im 24-Stunden-Warnstreik.

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Unter die Tarifverträge, die im Rahmen des Forums des Internationalen Bargaining (IBF) abgeschlossen werden, fallen derzeit 200.000 Seeleute auf rund 8.500 Schiffen, die unter internationalen Flaggen zur See fahren. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) ist Mitglied der JNG. Auf Seite der Beschäftigten bildet die ITF das Dach der maritimen Gewerkschaften und bündelt damit die Interessen von mehr als einer Millionen Seeleute und Hafenarbeitern weltweit.

„Trotz bester Wirtschaftslage spielt Deutschland bei der Entwicklung der Mindestlöhne nur in der europäische Kreisklasse“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Gute Arbeit der Fraktion DIE LINKE, die Zahlen des aktuellen Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), wonach die Mindestlöhne in 19 von 22 EU-Staaten gestiegen, in Deutschland aber real gefallen sind.

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