Freitag, 20. April 2018
Solidaritätsanzeige

ver.di im StreikDie zweite Warnstreikwelle hat am 22. März 2012 die mitteldeutschen Länder erreicht. Auf Großkundgebungen in Dresden, Halle und Erfurt versammelten sich warnstreikende Beschäftigte aus Stadtverwaltungen, aus Kindertagesstätten, von Stadtreinigungen, aus Landratsämtern und Sparkassenfilialen sowie von Bundeswehrstandorten, um ihren Protest gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber zum Ausdruck zu bringen.

ver.diver.diDie Warnstreiks im öffentlichen Dienst wurden heute in Südbaden und Karlsruhe fortgesetzt. An einer gemeinsamen Kundgebung in Freiburg auf dem Rathausplatz nahmen laut ver.di und Polizei 2.000 Streikende teil – doppelt so viele wie im Vorfeld erwartet wurden. Gestreikt wurde in Freiburg heute unter anderem im Nahverkehr, bei der Müllentsorgung, der Verwaltung, in Rehakliniken, Kindertagesstätten und vielen anderen Dienststellen. Aus Karlsruhe kamen Streikende aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie des KIT und weiterer Gemeinden.

IG Metall kampfbereit. Foto: Juso Unterbezirk Saarlouis / flickr.comIG Metall kampfbereit. Foto: Juso Unterbezirk Saarlouis / flickr.comEs gibt kein Fortkommen. Außer Blockade hatten die Arbeitgeber in der zweiten Runde für die 75.000 Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche Niedersachsen nichts anzubieten. In Braunschweig blockten sie die IG Metall-Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Geld, fair geregelter Leiharbeit und die unbefristete Übernahme knallhart ab. Damit provozieren die Arbeitgeber den Konflikt. Vor dem Verhandlungslokal protestierten rund 500 Metallerinnen und Metaller lautstark für faire Leiharbeit. Die dritte Verhandlung ist am 20. April 2012.

ver.di im Streikver.di im StreikRund 71.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen haben sich heute an den Warnstreiks in diesem Bundesland beteiligt. Die Welle der bundesweiten Arbeitsniederlegungen erreichte damit einen neuen Höhepunkt. Der kommunale Personennahverkehr kam in den meisten Landesteilen fast vollständig zum Erliegen. An den 24-stündigen Arbeitsniederlegungen waren darüber hinaus Beschäftigte der Müllabfuhr, kommunaler Krankenhäuser und Kitas, von Schwimmbädern, Jobcentern, Sparkassen, Theatern sowie vieler Stadtverwaltungen und anderer öffentlicher Dienstleister beteiligt. In vielen Bereichen der öffentlichen Dienstleistungen kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen.

Warnstreiktag in BerlinWarnstreiktag in BerlinAm heutigen Mittwoch, 21. März, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu Warnstreiks in zahlreichen Dienststellen des Bundes und in Berliner Betrieben aufgerufen. Seit der Frühschicht sind alle Standorte der Berliner Stadtreinigung, der Berliner Wasserbetriebe und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung im ganztägigen Warnstreik. Auch an den Vivantes-Standorten Klinikum am Friedrichshain (Landsberger Allee) und beim Auguste-Viktoria-Klinikum (Rubensstraße) ist das OP-Personal in der Zeit von 7.00 bis 16.00 Uhr im Ausstand.

Postbeamtinnen und Postbeamte fordern am heutigen Mittwoch mit ihrer Teilnahme an den regionalen Streikkundgebungen in Köln, Bielefeld, Dortmund und Duisburg die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für den öffentlichen Dienst auf die Beamten und Versorgungsempfänger der Post.

Streikdemo in MünchenStreikdemo in MünchenIn Augsburg wird bereits ausgesperrt. Umweltreferent Rainer Schaal machte am heutigen Dienstag den kompletten Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (aws) der Stadt dicht, weil - wie es in einer Pressemitteilung hiess - "die meisten Beschäftigten am Streik teilnehmen". Damit verweigerte er auch Nichtgewerkschaftern die Arbeitsaufnahme. In den Bussen, die aus der Fugger- und Brechtstadt zur Grosskundgebung nach München fuhren, sorgte das für Empörung. "Wenn Herr Schaal die Zuspitzung will, kann er sie haben. Wir sind auch zu einem Dauerstreik beim aws bereit", sagte eine ver.di-Vertrauensfrau gegenüber RedGlobe.

ver.di im Streikver.di im StreikMit einem 24-stündigen Warnstreik setzt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Mittwoch (21.3.) die Streikwoche in Nordrhein-Westfalen fort. Schwerpunkt wird wieder der öffentliche Personennahverkehr sein. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass der kommunale Personennahverkehr in den Ballungsgebieten (Köln, Düsseldorf, Ruhrgebiet) weitgehend zum Erliegen kommt.

Am kommenden Mittwoch, dem 21. März 2012 und am kommenden Donnerstag, dem 22. März 2012 werden vier Standorte des landeseigenen Krankenhauskonzerns Vivantes in den Warnstreik einbezogen. Zum Arbeitskampf ist an allen Standorten das OP- und Anästhesiepersonal aufgerufen worden. Das bedeutet, dass der Operationsbetrieb während des Arbeitskampfes ruht. Notfälle werden allerdings versorgt. „Wir wollen mit dem Warnstreik ein Signal setzen und in dieser Stufe der Tarifauseinandersetzung nicht den gesamten Krankenhausbetrieb bestreiken“, sagt Heike Spies, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin. Die Warnstreiks laufen an beiden Tagen in der Zeit von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Ver.di rechnet an beiden Tagen mit jeweils rund 120 bis 150 Warnstreikenden.

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