27 | 05 | 2019

Beschäftigte in den Versandzentren von Amazon sind – egal ob in Deutschland oder anderen Ländern – mit enormer Arbeitshetze, Kontrolldruck und der Missachtung von Arbeitnehmerrechten konfrontiert. Das bleibt nicht ohne Gegenwehr. Immer mehr Beschäftigte und Gewerkschaften vernetzen und koordinieren sich. Unter dem Dach der UNI global union und in Zusammenarbeit mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) findet am 29. und 30. April 2019 in Berlin ein Treffen des UNI-Amazon-Netzwerkes statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus über 15 Ländern: Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Pakistan, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien und den USA.

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, äußert sich zu der Entscheidung der Deutschen Bank und Commerzbank, die Fusionspläne nicht weiter zu verfolgen, folgendermaßen:

„Die Entscheidung der Deutschen Bank und der Commerzbank, die Fusionspläne nicht weiter zu verfolgen, begrüßt ver.di insbesondere im Hinblick darauf, dass die Nachteile einer solchen Fusion vor allem in Bezug auf die Arbeitsplätze deutlich überwogen hätten. Ein solcher Schritt hätte zehntausende von Arbeitsplätzen gefährdet. Die Ergebnisse der Gespräche bestätigen zugleich unsere Einschätzung, dass ein solcher Schritt keinen ausreichenden Mehrwert bringen würde.“

Bei den Multiplex-Kinoketten Cinestar und Cinemaxx wird ab heute Abend (24.4.) zum bundesweiten Filmstart von „Avengers: Endgame“ in mehr als 20 Kinos gestreikt. Nach fünf Verhandlungsrunden für die rund 3.000 Beschäftigten sind die Tarifparteien immer noch keinen entscheidenden Schritt vorangekommen. „Die Servicekräfte im Kino verdienen Anerkennung und Respekt, sie leisten viel und haben daher einen Anspruch auf existenzsichernde Löhne“, forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Die Beschäftigten der Amazonstandorte in Rheinberg und Werne (beides NRW), Bad Hersfeld (Hessen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz) haben in der Nacht von Sonntag auf Montag die Arbeit niedergelegt. Sie streiken in Rheinberg und Werne bis einschließlich diesen Donnerstag (18. April 2019), in Bad Hersfeld bis einschließlich diesen Dienstag (16. April 2019) und in Koblenz am heutigen Montag (15. April 2019) für einen Tarifvertrag und deutliche Lohnerhöhungen. Die Streiks finden auch vor dem Hintergrund der Einzelhandelstarifrunde in den Ländern statt, in der Beschäftigte auch in anderen tariflosen Unternehmen die Arbeit niederlegen werden.

Für die 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen (Aviation) haben die Redaktionsverhandlungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und des Deutschen Beamtenbundes mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zu weiteren Verbesserungen für alle Mitglieder sowie zu Klarstellungen im ersten bundesweiten Tarifvertrag für die Branche geführt.

Auch die dritte Verhandlungsrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb heute (11. April 2019) ohne Ergebnis und wurde auf den 20. Mai vertagt. Die Forderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber weiterhin zurück, ebenso die Forderung nach sechs Gesundheits- und Entlastungstagen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Arbeitgeber auf, in der nächsten Tarifrunde für die Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken ein ver-handlungsfähiges Angebot vorzulegen. In den bisherigen Runden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Stattdessen haben sie die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig gemacht, dass ver.di nahezu alle Forderungen zurücknehmen soll.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat auch für die kommende Woche Bankbeschäftigte zu Warnstreiks an verschiedenen Orten und Tagen aufgerufen, um Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April zu machen. Anlass sind die stockenden Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftige vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April 2019 an verschiedenen Orten und Tagen zu Warnstreiks aufgerufen. Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken.

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