27 | 01 | 2020

Die Beschäftigten von Kaufhof werden heute (12. Dezember 2019) bundesweit in 68 Filialen die Arbeit niederlegen. Gestreikt wird auch in 16 Filialen von Karstadt Sports sowie rund acht Filialen von Karstadt Feinkost. Mit den Arbeitsniederlegungen wird der Druck erhöht, um in den anstehenden Tarifverhandlungen (am 12. und 13. Dezember 2019) endlich zu einer Lösung zu kommen.

„Die Beschäftigten bei Kaufhof, aber auch Karstadt, sind sauer. Sie verlangen, dass es endlich eine sichere tarifvertragliche Lösung für die Zukunft des Warenhauses und ihre Arbeitsplätze gibt und dass die kräftezehrende Hängepartie ein Ende hat“, sagte Orhan Akman, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Heike Lattekamp, Fachbereichsleiterin Handel ver.di Hamburg, ergänzt:„Die Beschäftigten wollen eine tarifvertragliche Lösung zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze und eine verbindliche Regelung für die Rückkehr zum Flächentarifvertrag." In der Hansestadt ruft ver.di die Beschäftigten von Galeria Kaufhof im Alstertal-Einkaufszentrum für Donnerstag, zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Arbeitsniederlegungen. Streikversammlungen gibt es in 24 Kaufhof- und 4 Karstadt Sports-Filialen in Köln, Dortmund, Duisburg, Münster, Bonn, Gelsenkirchen, Aachen, Hagen und Paderborn. Die ver.di-Landesfachbereichsleiterin für den Handel, Silke Zimmer, kommentiert das mit den Worten: „Die Beschäftigten von Kaufhof und Karstadt Sports sind mit ihrer Geduld am Ende. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen endlich eine sichere tarifvertragliche Lösung für die Zukunft des Warenhauses und zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze. Sie fordern deshalb eine verbindliche Rückkehr zum Flächentarifvertrag.“

Mit den Streiks unterstreichen die Beschäftigten ihre Forderungen nach einer verbindlichen Rückkehr in die Flächentarifverträge und nach Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. „Die Beschäftigten verlangen eine verbindliche Rückkehr in den Flächentarifvertrag des Einzelhandels. Einschnitte bei den monatlichen Entgelten lehnen sie entschieden ab. Die Beschäftigten wollen zudem an der Weiterentwicklung des Zukunftskonzepts Warenhaus beteiligt werden. Und der Eigentümer muss Geld in die Hand nehmen, um in das Warenhaus zu investieren“, erklärte Akman. Wenn das Unternehmen von Beschäftigten Verzicht einfordere, müssten leitende Angestellte und das Management auch einen Beitrag zur Sanierung leisten. „Jetzt müssen Management und Eigentümer liefern“, so Akman.

Die Tarifverhandlungen am 12. und 13. Dezember werden für Kaufhof und Karstadt Warenhaus sowie Karstadt Sports und Feinkost geführt. ver.di fordert eine tarifvertragliche Lösung für alle vier Unternehmenssparten mit verbindlicher Rückkehr in die Flächentarifverträge des Einzelhandels.

Quelle:

ver.di

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