Donnerstag, 15. November 2018
Solidaritätsanzeige

An den Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen kämpfen die Beschäftigten seit Monaten für mehr Personal und Entlastung; seit Wochen streiken sie für einen Tarifvertrag Entlastung. ver.di ist jederzeit bereit, konstruktive Gespräche über eine nachhaltige Entlastung der Pflegekräfte wieder aufzunehmen.

Bei den Gesprächen zwischen den beiden Uniklinikleitungen und ver.di mit der TdL ging es in den letzten Tagen insbesondere um Sofortmaßnahmen, um nachhaltige Entlastungsmaßnahmen, um die Vereinbarung von Personalbedarfsermittlungsverfahren sowie ein Ausfallmanagement, wenn Pflegepersonal fehlt. Noch am Freitag waren 100 zusätzliche Pflegekräfte in drei Schritten von den Arbeitgebern angekündigt worden, was ver.di begrüßt hatte. Weitere Gespräche waren vereinbart, doch am 14. August kam es dann für ver.di überraschend nicht mehr dazu. Die Arbeitgeber hätten plötzlich eine Vereinbarung mit ver.di über eine Entlastung der Beschäftigten abgelehnt, so Wolfgang Pieper.

Die Hoffnung und die Geduld der Beschäftigten, aber auch der Patientinnen und Patienten, sind dadurch auf eine harte Probe gestellt. Denn die Arbeitgeber haben damit den bestehenden Konflikt verstärkt. ver.di kündigte an, es nicht zuzulassen, dass die Beschäftigten weiterhin unter diesen schwierigen Bedingungen an den beiden Unikliniken arbeiten. „Wir halten den Druck auf die Arbeitgeber daher aufrecht und werden unter diesen Umständen die unbefristeten Streiks fortsetzen“, sagte Pieper. Obendrein würden die Arbeitgeber mit ihrer Entscheidung auch auf die Refinanzierung zusätzlicher Personalkosten durch die Krankenkassen verzichten. Beide Uniklinikvorstände sowie die Tarifgemeinschaft deutscher Länder seien den Nachweis schuldig geblieben, dass sie Entlastung wirklich nachhaltig schaffen wollen, so Pieper.

 

Quelle:

ver.di

 

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