Mittwoch, 12. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

EVGDie Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat um 9 Uhr ihren Warnstreik beendet. Bundesweit haben mehrere tausend Mitglieder an der befristeten Arbeitsniederlegung teilgenommen.

„Die Wucht des Warnstreiks hat gezeigt, wie groß der Unmut der Kolleginnen und Kollegen ist“, resümierte der Bundesgeschäftsführer der EVG, Torsten Westphal. „Die Beschäftigten halten unter schwierigsten Bedingungen den Bahnbetrieb tagtäglich aufrecht. Dafür haben sie vernünftige Beschäftigungsbedingungen und gute Bezahlung verdient.“

EVGEin Warnstreik der EVG hat am Montagmorgen bundesweit den Eisenbahnverkehr nahezu vollständig lahmgelegt. Massive Auswirkungen gibt es vor allem in Bayern, der Südwesten ist ebenfalls stark betroffen. Der Fernverkehr wurde komplett eingestellt, auch Regionalverkehre und S-Bahnen sind massiv eingeschränkt.

Seit Anfang Oktober laufen die Tarifverhandlungen für den Großteil der Beschäftigten der Deutschen Bahn AG. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte im Vorwege deutlich gemacht, dass sie keine Endlosen Verhandlungen will und hatte das Unternehmen nach der dritten Verhandlungsrunde aufgefordert ein konkretes verhandelbares Angebot vorzulegen. So wurde am 6. Dezember zwar ein Angebot vorgelegt, was aber nicht den Erwartungen der Gewerkschaft entsprach. <

EVGDie EVG hat die Tarifverhandlungen mit der DB AG in der vierten Runde ergebnislos abgebrochen. Warnstreiks werden nun unweigerlich die Folge sein.

Zu nachstehendem Artikel aus der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek teilt uns real mit: »real plant keine Marktschließung in Köln. In Köln betreibt real insgesamt drei Märkte an den Standorten Köln-Gremberg, Köln-Sülz und Köln-Porz. Bei dem von der Gewerkschaft ver.di benannten Markt handelt es sich um den Markt in Hürth. Hürth ist eine eigenständige Gemeinde und nicht Teil von Köln.

Hierzu stellen wir fest: Der real Wirtschaftsausschuss ist am 5. Dezember darüber informiert worden, dass die Geschäftsführung beabsichtigt, den Geschäftsbetrieb des Standortes 50354 Hürth, Theresienhöhe 4 (6.548 m² Verkaufsfläche, 98 Mitarbeiter) – vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats – zum 31.08.2019 einzustellen. Hintergrund für die Entscheidung, den Markt Hürth zu schließen, ist die schwierige wirtschaftliche Lage des Standortes, die hohen Verluste in den letzten Jahren sowie eine fehlende Entwicklungsperspektive. Bislang liegt jedoch keine Zustimmung des Aufsichtsrates dazu vor.«

Gestern informierte die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi darüber, daß in Köln ein Supermarkt der Kette Real im kommenden Sommer seine Türen für immer schließen wird. Ein schwerer Schlag für die rund 100 Beschäftigten, so kurz vor Weihnachten. Das Geschäft sei nicht mehr profitabel, hieß es vom Management.

„Es ist schon frech, wenn die Bahn in Anbetracht der massiven Verspätungen und zahlreichen ausgefallenen Züge in diesem Jahr erneut die Preise im Bahnverkehr erhöht. Wer trotz der wiederholten Ankündigungen seine selbst gesteckten und ohnehin nicht allzu ambitionierten Ziele für die Qualität immer wieder um Längen verfehlt, kann den Fahrgästen nicht noch einmal zusätzlich in die Tasche greifen, sondern muss erst einmal das Kerngeschäft wieder in Ordnung bringen“, erklärt Sabine Leidig, bahnpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zur Ankündigung von Preiserhöhungen der DB AG.

Nach der dritten Tarifverhandlungsrunde für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen am Mittwoch (5.12.) in Berlin hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Zweifel am Einigungswillen der Arbeitgeberseite geäußert. „Wir fragen uns, wieso der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) einen einheitlichen bundesweiten Tarifvertrag verhandeln will, wenn er nun wieder regionale und für jedes Bundesland extra ausgearbeitete Tabellen präsentiert“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt den heutigen Beschluss des Bundestages (30. November 2018), wonach künftig auch fliegendes Personal uneingeschränkt einen Betriebsrat gründen kann.

„Die Bedeutung der Betriebsratsgarantie für das fliegende Personal ist nicht zu unterschätzen, weil die deutsche Bundesregierung damit zusammen mit dem Parlament die betriebliche Mitbestimmung per Gesetz verteidigt und schützt und die Tradition der Sozialpartnerschaft stärkt“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach auf die Missstände bei Ryanair hingewiesen und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit Beschäftigten des Lowcosters an den Standorten Berlin und Frankfurt ins Gespräch gebracht. „Das zeigt: Wenn Gewerkschaften Druck machen und Politiker den Menschen zuhören, dann hat arbeitnehmerfreundliche Politik eine Chance. ver.di und die Beschäftigten von Ryanair haben hier einen großen Erfolg errungen“, so Bsirske.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro.

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