Montag, 18. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Sitzblockade vor dem Erkundungsbergwerk. Foto: Malte Dörge / PubliXviewinGMehr als vier Stunden lang haben 20 AktivistInnen von Contratom und KURVE Wustrow gestern alle sechs Zufahrtstoren zum Endlagerbergwerk in Gorleben. Damit verhinderten die AktivistInnen zumindest an diesem Nachmittag die weitere Erkundung in Gorleben. Einer der angeketteten AktvistInnen berichtete: »Trotz Kälte und Nässe haben wir durchgehalten. Wir haben stundenlang erfolgreich die Erkundungsarbeiten behindert.« Der tägliche Drei-Schicht-Betrieb mit jeweils rund 90 MitarbeiterInnen konnte erst nach der Räumung durch die Polizei um 20.20 Uhr fortgesetzt werden. Die AktivistInnen hatten sich mit einer Pyramide, Ketten und Vorhängeschlössern an den Toren angekettet und so die Zufahrt zum Endlagerbergwerk verhindert.

Atomkraftgegner in AktionAtomkraftgegner in AktionSeit 16.15 Uhr blockieren 20 AktivistInnen von Contratom und der KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion alle sechs Zufahrtstore zum Endlagerbergwerk in Gorleben. Während heute in Berlin ein Spitzengespräch zum Endlagersuchgesetz stattfindet, verhindern die AktivistInnen dadurch zumindest symbolisch eine weitere Erkundung in Gorleben. Einer der angeketteten AktvistInnen berichtet: »Heute wird es keinen Schichtwechsel mehr geben. Wir blockieren die Erkundungsarbeiten, die hier tagtäglich im Drei-Schicht-Betrieb mit jeweils rund 90 MitarbeiterInnen gefahren werden. Wir haben das Bergwerk mit unseren Ketten und Körpern abgeschlossen.«

Endlager in Gorleben? Nein Danke!Endlager in Gorleben? Nein Danke!Der Protest im Wendland gegen das Atommüll-Lager in Gorleben war schon immer etwas bunter und kreativer als Demonstrationen anderswo. So auch jetzt, anlässlich der entscheidenden Phase in den Verhandlungen für ein Endlager-Suchgesetz und 26 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Für kommenden Samstag, den 28. April, rufen zahlreiche Initiativen und Umweltverbände zu einer »kulturellen Umzingelung« des Endlagerbergwerks auf. Rund um die Mauern der Anlage wird musiziert, getanzt, Theater gespielt und der tödlichen Bedrohung lebendigen Widerstandsgeist entgegengebracht. Aus ganz Norddeutschland haben Atomkraftgegner Busse nach Gorleben organisiert.

ausgestrahltausgestrahltInnerhalb von drei Tagen haben sich mehr als 10.000 Menschen an einer Eil-Aktion der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt beteiligt und fordern von der Bundesregierung die klare Ablehnung von Atom-Subventionen durch die EU. Am Freitag vormittag lag die Zahl der Unterzeichner bereits bei 11971 Menschen, die mit ihrem Namen Stellung genommen haben.

Gegen die UAA GronauGegen die UAA Gronau30 Jahre nach dem ersten Spatenstich zum Bau der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) haben am gestrigen Donnerstag der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und sein Dachverband, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), erneut die sofortige Stilllegung der Uranfabrik gefordert. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau fordert von der noch amtierenden rot-grünen Landesregierung noch vor der Landtagswahl die Aufhebung aller bisher im Zusamnmenhang mit der Gronauer Urananreicherungsanlage erteilten Genehmigungen. Der BBU verweist auf die erfolreichen Stilllegungen der Atomanlagen in Hanau schon vor vielen Jahren: »Was in Hessen möglich war muss auch in NRW möglich sein«, so Udo Buchholz vom BBU-Vorstand.

Zur Absicht von Eon, den Rückbau der abgeschalteten Atomkraftwerke aufgrund der laufenden Klagen aufzuschieben, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Eon und Co zögern den Abriss der Atomkraftwerke hinaus, um ihre Chancen auf Schadenersatz zu erhöhen. Wir fordern die Stromkonzerne dazu auf, ihre taktischen Spielchen zu unterlassen, ihre Klagen zurückzunehmen und unverzüglich den Rückbau der Reaktoren einzuleiten.«

ausgestrahltausgestrahltGegen die von Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien geforderten Atom-Subventionen durch die EU regt sich Widerstand. Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat eine Eil-Aktion gestartet, mit der möglichst viele Bürgerinnen und Bürger der Bundesregierung für das Treffen der EU-Energieminister am Freitag dieser Woche eine klare Botschaft mit auf den Weg geben: »Ich fordere die Bundesregierung auf, in den Gremien der EU die Subventionierung von Atomenergie klipp und klar abzulehnen.

Frühjahrskonferenz der Atomkraftgegner in AhausFrühjahrskonferenz der Atomkraftgegner in AhausAm Wochenende hat auf Einladung der Bürgerinitiative »Kein Atommüll in Ahaus« im westfälischen Ahaus die  bundesweite Frühjahrskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen getagt. Beendet wurde die Konferenz am Sonntag mit einer Kundgebung vor der örtlichen Atommüll-Deponie. Auf scharfe Kritik stieß dabei dass Ansinnen einiger europäischer Länder nach EU-Förderungen für den Neubau von Atomkraftwerken. Das sei ein Treppenwitz der Geschichte. Nach Fukushima sind in Japan fast alle der 54 Atomreaktoren abgeschaltet worden, in Deutschland acht von 17. »Wenn wir keine weiteren Tschernobyls und Fukushimas wollen, dann müssen alle AKWs stillgelegt werden. In Deutschland und weltweit und am besten sofort. Und daran arbeiten wir weiter«, erklärt Felix Ruwe von der BI Ahaus.

Eingang zur UAA Gronau. Foto: aaa-WestEingang zur UAA Gronau. Foto: aaa-WestAm Ostersamstag (7. April) wird der Betrieb der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau symbolisch blockiert. Im Rahmen der bundesweiten Ostermarschaktionen der Friedensbewegung wird dabei vor der Feuerwehrzufahrt der Urananreicherungsanlage ( Anlagenrückseite, Lerchenweg ) von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr demonstriert. Die Aktion richtet sich gegen jegliche militärische und "zivile" Nutzung der Atomenergie. Organisiert wird der Protest vom Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

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