Dienstag, 18. September 2018
Solidaritätsanzeige

Protest in Grohnde. Foto: Annett Melzer / PubliXviewinGUnter dem Motto »Zwei Jahre Fukushima: Atomanlagen abschalten!« haben am Wochenende anlässlich des Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima rund 28.000 Menschen an vier Atom-Standorten  in Deutschland demonstriert. Zu ihren Forderungen gehört, alle Atomkraftwerke jetzt abzuschalten und nicht erst 2022, die Schließung der Uranfabriken Gronau (NRW) und Lingen (Niedersachsen) sowie ein Ende der Blockadehaltung der Bundesregierung gegenüber der Energiewende. Sie kritisierten die ungelöste Atommüllfrage sowie den mangelhaften Katastrophenschutz an allen Atomanlagen.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeZum zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima rufen Bürgerinitiativen und mehrere bundesweite Organisationen und Verbände zu großen Demonstrationen an Atomstandorten auf. Geplant sind Demonstrationen am Atomkraftwerk Neckarwestheim (BaWü), in Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen (Bayern) und an der Uranfabrik in Gronau (NRW). Die größte Aktion wird eine 350 km lange Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde (Niedersachsen). Getragen und organisiert werden diese Proteste von breiten, regionalen Büdnissen. Auch international finden zeitgleich Demonstrationen statt, so in Japan, Paris und im belgischen Tihange.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat den Gesetzentwurf von Umweltminister Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) zum heftig umstrittenen Gas-Fracking scharf kritisiert. Besonders dem Umweltminister wirft der BBU vor, wissentlich mit verdeckten Karten gespielt zu haben, um die besorgte Bevölkerung ruhig zu halten. Umweltminister Altmaier hatte noch kürzlich über ein komplettes Fracking-Verbot nachgedacht. Der BBU wirft der Bundesregierung vor, eine bundesweit einheitliche Rechtslage schaffen zu wollen, um ein Vorgehen einzelner Bundesländer mittels Moratorien gegen die Fracking-Technologie aushebeln zu können.

Protest am Montag in PotsdamProtest am Montag in PotsdamVor dem Amtsgericht Potsdam wurde am Dienstag gegen drei UmweltaktivistInnen der Gruppe »Brückentechnologie« verhandelt. Hintergrund des Verfahren war eine spektakuläre Kletteraktion an einer über 70 Meter hohen ICE-Brücke, die sich gegen den Castortransport nach Gorleben im Jahr 2010 richtete. Der Castor-Zug kam damals für mehre Stunden in Altmorschen bei Kassel zum Stehen. Am Dienstag folgte der Aktion nun ein lebendiger politisch-juristischer Schlagabtausch vor Gericht. Die drei Betroffenen und ihre drei LaienverteidigerInnen erreichten nach zwei Stunden Verhandlung eine Einstellung des Verfahrens auf Staatskosten. Sie müssen keine Bußgelder zahlen. Gegen zwei weiteren AktivistInnen der Gruppe steht eine Hauptverhandlung noch an, da für ihre Verfahren eine andere Richterin zuständig ist.

Blue Planet Award für Jean ZieglerBlue Planet Award für Jean ZieglerAuf der diesjährigen Tagung von ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist am Wochenende der bekannte Konzern- und Globalisierungskritiker Jean Ziegler aus der Schweiz geehrt worden. Vor 200 begeisterten Teilnehmern nahm Ziegler von Gründungsstifter Axel Köhler-Schnura und der Fotokünstlerin Katharina Mayer die eigens gestaltete Preistrophäe in Empfang. Ziegler setzt sich seit Jahren unermüdlich für das Recht auf Nahrung ein. Seine wohl bekannteste Äußerung ist "Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet."

Gemeinsam gegen AtomkraftGemeinsam gegen AtomkraftNach Informationen von Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland soll am kommenden Montag, 19. November, wieder ein Uran-Sonderzug mit rund 450 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) von der Urananreicherungsanlage Gronau quer durch NRW Richtung Frankreich starten. Atomkraftgegner kündigten deshalb für den Montag Proteste auf der Brücke (Max-Planck-Straße) vor der Uranfabrik in Gronau (ab 11.45 Uhr) sowie im Hauptbahnhof Münster (ab 12.45 Uhr) an. Die regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) rufen zur Teilnahme an den Protesten auf.

.ausgestrahlt.ausgestrahltZum neuen Entwurf für ein Endlagersuchgesetz erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Peter Altmaier meint es nicht ehrlich. Er behauptet, der Standort Gorleben werde in seinem neuen Gesetzentwurf nicht bevorzugt. Das ist falsch.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat am Dienstag an die letzte große Demonstration gegen den Bau eines Atomkraftwerks vom Typ “Schneller Brüter” in Kalkar  (NRW) vor genau 30 Jahren (02.10.1982) erinnert. Damals hatten rund 20.000 Menschen, darunter auch viele aus den Niederlanden,  gegen den Schnellen Brüter und das gesamte Atomprogramm demonstriert. Zum Protest hatte damals auch der BBU aufgerufen. Die Anti-Atomkraft-Bewegung konnte die Inbetriebnahme des Schnellen Brüters verhindern. Radioaktives Material wurde nie eingebracht und heute wird die Hülle des Atomkraftwerks als Vergnügungspark genutzt. Der BBU ruft auch weiterhin zu Aktionen gegen Atomanlagen und Atomtransporte auf. Seine zentrale Forderung: Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, und das weltweit!

UAA stilllegenUAA stilllegen"Zaunprozess" vor dem Landgericht Lüneburg; Di., 7. August 2012, 9:30 Uhr, Saal 121

Am morgigen Dienstag, 7. August, wird vor dem Lüneburger Landgericht der"Zaunprozess" gegen die Umweltaktivistin Cécile Lecomte fortgesetzt. Hintergrund ist eine Demonstration im Sommer 2008 am Atommüllzwischenlager Gorleben. Der Aktivistin wird Hausfriedensbruch vorgeworfen, weil sie im Laufe der Protestaktion durch den äußeren Zaun der Anlage durchschlüpfte. Die Betreibergesellschaft des Zwischenlagers hat Strafantrag gestellt. Für den 7. August, den zweiten Verhandlungstag, ist eine Polizeizeugin geladen.

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