Montag, 23. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat am Dienstag an die letzte große Demonstration gegen den Bau eines Atomkraftwerks vom Typ “Schneller Brüter” in Kalkar  (NRW) vor genau 30 Jahren (02.10.1982) erinnert. Damals hatten rund 20.000 Menschen, darunter auch viele aus den Niederlanden,  gegen den Schnellen Brüter und das gesamte Atomprogramm demonstriert. Zum Protest hatte damals auch der BBU aufgerufen. Die Anti-Atomkraft-Bewegung konnte die Inbetriebnahme des Schnellen Brüters verhindern. Radioaktives Material wurde nie eingebracht und heute wird die Hülle des Atomkraftwerks als Vergnügungspark genutzt. Der BBU ruft auch weiterhin zu Aktionen gegen Atomanlagen und Atomtransporte auf. Seine zentrale Forderung: Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, und das weltweit!

UAA stilllegenUAA stilllegen"Zaunprozess" vor dem Landgericht Lüneburg; Di., 7. August 2012, 9:30 Uhr, Saal 121

Am morgigen Dienstag, 7. August, wird vor dem Lüneburger Landgericht der"Zaunprozess" gegen die Umweltaktivistin Cécile Lecomte fortgesetzt. Hintergrund ist eine Demonstration im Sommer 2008 am Atommüllzwischenlager Gorleben. Der Aktivistin wird Hausfriedensbruch vorgeworfen, weil sie im Laufe der Protestaktion durch den äußeren Zaun der Anlage durchschlüpfte. Die Betreibergesellschaft des Zwischenlagers hat Strafantrag gestellt. Für den 7. August, den zweiten Verhandlungstag, ist eine Polizeizeugin geladen.

Johanna Voß, stellvertretendes Mitglied des Gorleben-Untersuchungsausschusses, reagiert auf die Beleidigung der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) durch die CDU-Abgeordneten Grindel und Pols. »Die Situation der von der Atommüll-Endlagerung im Wendland betroffenen Menschen ist Reinhard Grindel und Eckhard Pols offensichtlich unbekannt, oder sie scheint sie nicht weiter zu interessieren. So lassen sich ihre verbalen Ausfälle erklären, mit denen sie engagierte BürgerInnen als menschenverachtend und unanständig beschimpfen«, empört sich Voß, selbst Mitglied der BI Umweltschutz.

Peter Altmeier bei TwitterPeter Altmeier bei TwitterNeue Wege in der Kommunikation zwischen Regierten und Regierenden: Seit dem gestrigen Mittwoch bekommt der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier hunderte Kurznachrichten von Bürgerinnen und Bürgern über den Internetdienst Twitter mit der Frage: »Lieber Peter Altmaier, warum wollen Sie mich noch zehn weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?« Anlass ist der erste Jahrestag der Entscheidung im Bundeskabinett, neun Atomkraftwerke noch lange Jahre weiterzubetreiben. Inzwischen hat der Minister verärgert auf die Stimmen aus der Bevölkerung reagiert und es entspannt sich eine rege Debatte auf Twitter.

Atomausstieg jetztAtomausstieg jetztKaum ist das Atommüllschiff »Edo« begleitet von zahlreichen kreativen Protesten am Atommüll Zwischenlager Lubmin angekommen, zeigt der Atomstaat wieder seine Zähne. Nicht die Verursacher des Atommülls, nicht die Verantwortlichen für diese gefährliche menschenverachtende Atompolitik werden kriminalisiert, sondern die zahlreichen AtomkraftgegnerInnen, die sich dem reibungsloser der Atomgeschäften in den Weg stellen. Den zwei Robin-Wood-KletterInnen, die letzte Woche in Münster acht Stunden lang gegen das Atommüllschiff Edo protestierten, wird schon mit einer Strafe gedroht. Zugleich wird den AktivistInnen, die sich im Dezember 2011 aus Protest gegen ein Atommülltransport von Frankreich nach Lubmin an der Schiene festketteten und dadurch viel Aufmerksamkeit auf den Transport richteten, in Greifswald den Prozess gemacht. Und weil auch er sich gegen diesen Castortransport bei Lubmin in der Dezemberkälte wehrte, wurde heute früh der Lüneburger Antiatom- und Robin-Wood-Aktivist Karsten Hilsen von der Polizei festgenommen. Als Zeichen dafür, dass er weder die Strafe noch die Kriminalisierung von legitimen Protest akzeptiert, hat er sich dafür entschieden, eine Zehn-Tagessätze-Strafe nicht zu bezahlen und in der JVA abzusitzen.

etheconetheconDie Bilder vom atomaren Super-GAU im japanischen Kernkraftwerk Fukushima haben sich vor gut einem Jahr weltweit ins Gedächtnis gebrannt. Unauslöschlich sind sie nun mit Japan verbunden und prägen das Bild mit, das im Ausland von Japan herrscht. Nicht zuletzt durch die tiefe Betroffenheit, die das Schicksal der AnwohnerInnen und der Evakuierten rund um den Globus ausgelöst hat, ist der 11. März 2011 zu einem historischen Datum geworden - in Japan und weltweit.

Umso befremdlicher ist die Tatsache, dass die japanische Regierung und ihre Vertretungen im Ausland alles ihnen Mögliche tun, um das Thema Fukushima auszublenden. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Japan-Tag, der am 2. Juni in Düsseldorf ausgerichtet wird. Veranstalter ist das japanische Generalkonsulat. Düsseldorf ist die Europa-Zentrale der japanischen Wirtschaft. Alljährlich präsentiert sich die fernöstliche Nation mit einem großen Fest. Im vergangenen Jahr fiel dieses auf Grund der Fukushima-Katastrophe aus.

Atomtransport sechs Stunden blockiertAtomtransport sechs Stunden blockiertBereits seit mehreren Tagen demonstrieren Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände gegen einen Atommülltransport vom Atomkraftwerk Obrigheim in das Atommüll-Lager Lubmin. Der Transport erfolgt weitgehend mit einem Schiff über verschiedene Wasserstraßen. Am Pfingstmontag  wurde in Münster auf und an einer Brücke über dem Dortmund-Ems-Kanal protestiert. Dabei haben sich zwei Kletterer von »SOFA Münster« und »Robin Wood«mit einem Transparent mit der Aufschrift »Vermeiden statt Verschieben« über dem Kanal abgeseilt. Der Schiffstransport wurde für mehrere Stunden gestoppt.

»Absolut nervig, das ist absolut krank, was sie macht. Das ist ein Störfaktor. Das müssen wir irgendwann unterbinden...« So äußerte sich der Lüneburger Polizeipräsident und Castor-Einsatzleiter Friedrich Niehörster im NDR über das Engagement der Kletteraktivistin Cécile Lecomte, auch »Eichhörnchen« genannt, die sich seit Jahren kletternd gegen Atomtransporte - zuletzt am vergangenen Montag in Münster mit der achtstündigen Blockade eines Uranmülltransportes nach Frankreich - engagiert. Lecomte klagte daraufhin auf Unterlassung und Rückruf der verletzenden und unrichtigen Äußerung vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg (RedGlobe berichtete hier).

Kletterblockade bei MünsterKletterblockade bei MünsterNach fast achtstündigem Zwangsaufenthalt durch eine Blockade von AtomkraftgegnerInnen bei Münster ist gestern Abend gegen 20.45 Uhr der Atomtransport mit 450 Tonnen abgereichertem  Uranhexafluorid aus der Urananreicherungsanlage Gronau weitergerollt. Zuvor hatte die Bundespolizei sechs KletteraktivistInnen, die sich über der Bahnstrecke abgeseilt hatten, durch Spezialkräfte festgesetzt. Die AktivistInnen wurden nach einer Personenkontrolle freigelassen. Damit war die Aktion die bislang längste Luftblockade eines Urantransports in Deutschland.

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