Dienstag, 17. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

NDR-Bericht sorgt für neue UnruheDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat seine Forderung nach der Entwidmung aller Häfen für den Umschlag radioaktiver Stoffe bekräftigt. Der Brand der »Atlantic Cartier« am 1. Mai in Hamburg habe verdeutlicht, dass die Gefahr einer Atomkatastrophe nicht nur im Nahbereich von Atomkraftwerken und Atomanlagen drohe, sondern auch weitab an allen Stationen der Atomtransporte. Erst nach dem Brand des Frachters war offiziell bekannt geworden, dass an Bord des Schiffes Nuklearmaterial geladen war. Auch das hochgefährliche Uranhexafluorid war an Bord, das in keinem Fall mit Wasser in Verbindungen kommen darf, da sich sonst Flusssäure bildet. Alternative Löschmittel standen der Hamburger Feuerwehr allerdings nicht ausreichend zur Verfügung.

Beginn der ARD-DokumentationMit großer Betroffenheit reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf die ARD-Dokumentation »Gott und die Welt«, die am gestrigen Sonntag (26. Mai) über den krebskranken Jungen Nikita aus dem sibirischen Angarsk berichtete. Nikita wird in Hannover gegen seine Krebserkrankung behandelt.

In Angarsk lagern auf dem Gelände der dortigen Urananreicherungsanlage auch mehrere Tausend Tonnen Uranmüll aus dem westfälischen Gronau, das zwischen 1995 und 2009 von der Firma Urenco aus der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage zur Endlagerung dorthin transportiert wurde.

Nach Angaben von Eon, der Polizei Hamburg und der Atomaufsicht in Kiel ist der MOX-Plutonium-Transport aus dem belgischen Dessel am gestrigen Mittwoch am AKW Brokdorf eingetroffen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Hochgefährliches Plutonium wird einmal quer durch die Republik gefahren, obwohl der Einsatz dieser Brennelemente selbst nach Eon-Angaben die Sicherheit reduziert. Damit setzen die AKW-Betreiber die Bevölkerung unnötigen Gefahren aus. Schon der Betrieb von Atomkraftwerken mit Uran-Brennstäben birgt nicht zu verantwortende Risiken. MOX-Brennelemente verschärfen die Gefahr noch.«

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat mit Empörung auf die Wiederinbetriebnahme des niedersächsischen Atomkraftwerks Grohnde reagiert. »Rund 20.000 Menschen hatten im März anlässlich des zweiten Fukushima-Jahrestages gegen das AKW Grohnde demonstriert. Niedersachsens Umweltminister Wenzel hätte die deutlichen Signale der Bevölkerung aufgreifen und die Wiederinbetriebnahme des AKW verhindern müssen«, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Das AKW Grohnde stößt nicht nur in Niedersachsen, sondern auch im Nachbarland Nordrhein-Westfalen auf breiten Widerstand.

Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinGFoto: Andreas Conradt / PubliXviewinG22 Schiffe haben sich am gestrigen Freitag zum Auftakt des Hamburger Hafengeburtstages an den Landungsbrücken an einer Blockade der Elbe beteiligt. Die Aktion sollte ein Zeichen gegen die drohende Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Moorburg bei Hamburg und gegen den Kohleabbau in Kolumbien setzen. Der ungewöhnliche Protest sei bei der Bevölkerung gut angekommen und auch am Ufer mit vielfältigen Aktionen unterstützt worden, teilte der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit. So sei an Land ein 60 Meter  langes Transparent gezeigt worden. Bei einer Kundgebung kamen zudem Mitglieder  verschiedener Initiativen und Organisationen zu Wort, darunter auch Aktive aus Kolumbien und von der Kampagne »Unser Hamburg – Unser Netz«, die für den Tag der Bundestagswahl einen Volksentscheid über die zukünftige Energieversorgung in Hamburg vorbereitet.

BBUBBUAls skandalösen Versuch der FDP, kurz vor Ablauf der jetzigen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages das Paket zum Fracking-Recht gegen den Willen der Bevölkerung, der Opposition und vieler CDU/CSU-Politiker durchzupeitschen, bewertet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die neuesten Entwicklungen in der Regierungskoalition. Nachdem die Behandlung des Fracking-Rechts im Bundeskabinett zweimal gescheitert war, soll jetzt auf Biegen und  Brechen im Vorfeld eine Einigung in der Koalition erzwungen werden. Dadurch soll ein dritter Anlauf zur Behandlung im Bundeskabinett ermöglicht werden.

Rote Nelken für Christel WegnerRote Nelken für Christel WegnerDas Amtsgericht Lüneburg hat am heutigen Dienstag die Kommunistin Christel Wegner zu einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro verurteilt. Der Vorwurf: sie habe dazu angestiftet, den Castor zu »schottern«. Die damalige Landtagsabgeordnete hatte im Jahr 2010 einen Aufruf  unterschrieben, der zum »Schottern« der Bahnschiene, auf der der Atommülltransport durchgeführt wurde, aufrief.

Im Jahr 2011 wurde ihr die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldbuße angeboten, was die Kommunistin ablehnte. In der Folge wurde die Immunität Wegners, die Mitglied der DKP ist und die in der 16. Wahlperiode Mitglied des Niedersächsischen Landtags war, aufgehoben, damit sie nun vor Gericht gezerrt werden konnte.  Damals stimmten neben CDU, FDP und SPD auch die Grünen für die Aufhebung – lediglich die Linkspartei stimmte dagegen.

Am 18. November 2012 waren vier UmweltaktivistInnen auf Anordnung von Kriminaldirektor Leopold in Gewahrsam genommen worden, weil sie gegen den Transport von MOX-Brennelementen ins AKW Grohnde demonstriert hatten. Sie wollten in den Bäumen nahe des Friedhofes Emmerthal ein Transparent aufspannen, wurden dabei aber von Spezialkräften der Polizei aus den Bäumen geholt, ohne dass diese die Versammlung aufgelöst hatte. Das Amtsgericht Hameln entschied nun, dass die darauf folgende Ingewahrsamnahme rechtswidrig war.

ausgestrahltausgestrahltZur Debatte um die Atommüll-Lagerung erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Die Atomindustrie wehrt sich gegen die Übernahme der Kosten, falls statt Gorleben ein anderer Standort auf seine Eignung als Atommüll-Lager untersucht werden soll. Das zeigt aufs Neue, wie verantwortungslos die Betreiber der Atomkraftwerke handeln. Sie machen jahrzehntelang glänzende Geschäfte, hinterlassen die gefährlichsten Stoffe in der Geschichte der Menschheit und bürden Risiken und Kosten der Allgemeinheit und den kommenden Generationen auf.

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