Dienstag, 17. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Atomausstieg jetztAtomausstieg jetzt56 Prozent der Menschen in Deutschland dauert der bis 2022 vorgesehene Atomausstieg zu lange. Sie wollen, dass die Reaktoren schneller abgeschaltet werden. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt ergeben. Befragt wurden dafür nach der Bundestagswahl mehr als 2000 Menschen ab 14 Jahren.

Dazu erklärt .ausgestrahlt-Jochen Stay: »Union und SPD dürfen sich energiepolitisch nicht mit einer Reform des EEG und einem neuen Strommarktdesign begnügen, sondern müssen auch noch einmal an die AKW-Laufzeiten ran. Denn auch die Mehrheit ihrer Wählerinnen und Wähler ist nicht einverstanden, dass das letzte AKW erst 2022 vom Netz geht. Die neun noch laufenden Atomkraftwerke werden jeden Tag älter und gefährlicher. Dabei werden für die Stromversorgung in Deutschland nicht mehr benötigt. Derzeit schalten die Energiekonzerne effiziente Gaskraftwerke ab, um mit höchst umweltschädlichen Kohle- und Atomkraftwerken mehr Geld zu verdienen. Andersrum wäre es sinnvoller.«

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW begrüßt, dass die Strahlenschutzkommission bereit ist, den Katastrophenschutz um Atomkraftwerke auszubauen, kritisiert jedoch gravierende Mängel. So ist es inakzeptabel, dass dauerhafte Evakuierungen nur aus Gebieten durchgeführt werden sollen, in denen die Menschen nach einem Atomunfall mit einer jährlichen Strahlendosis von mindestens 50 Millisievert belastet sind. »Damit nimmt man billigend in Kauf, dass es nach einem Super-GAU zu großen Opferzahlen kommt«, so IPPNW-Arzt Reinhold Thiel. In Japan gelten Gebiete mit einer Belastung von 20 Millisievert pro Jahr als unbewohnbar. Selbst diesen Grenzwert sehen viele Strahlenschützer noch als zu gefährlich an. Inzwischen wird auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt, dass es keinen Schwellenwert gibt, unterhalb dessen Strahlung medizinisch unbedenklich wäre.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die Politik davor gewarnt, weiterhin vor dem Anwachsen der Atommüllberge die Augen zu verschließen. Damit das Atommüll-Dilemma nicht ständig größer wird, fordert der BBU von den zuständigen Landesregierungen die sofortige Aufhebung der Betriebsgenehmigungen der Atommüll produzierenden Atomkraftwerke und Atomanlagen. »Wer nicht sagen kann, wo der hochgefährliche Atommüll dauerhaft und sicher gelagert werden kann, darf keine Anlagen betreiben, die täglich neuen Atommüll verursachen«, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Weiterhin betont Buchholz, dass die Gefahren der Atomenergie auf jeden Fall auch ein Thema der neuen Bundesregierung sein wird, »unabhängig vom Farbenspiel der Koalition«.

Atomausstieg jetzt!Atomausstieg jetzt!Zur Diskussion über AKW-Stilllegungen wegen Überkapazitäten auf dem Strommarkt und fallender Strompreise, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Die schönste Nachricht seit Jahren: Die Atomkraftwerke in Deutschland lohnen sich für die Betreiber nicht mehr und werden für die Stromversorgung auch nicht mehr gebraucht. Dann schaltet sie doch einfach ab!

Reihenweise werden derzeit Gaskraftwerke stillgelegt, die aufgrund ihrer guten Regelbarkeit die ideale Ergänzung für die schwankende Stromversorgung aus Sonne und Wind darstellen. Alleine RWE und Eon haben jetzt angekündigt, Gas- und Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von etwa 14 Gigawatt stillzulegen. Die sieben Atomreaktoren der beiden Konzerne haben zusammen eine Leistung von gut neun Gigawatt.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeZu der Nachricht, der Energie-Manager und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller solle Vorsitzender der Atommüll-Kommission werden, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Jetzt soll also ein ehemaliger Manager von RWE und der Eon-Vorgängerin VEBA die Kommission zur Atommüll-Frage leiten. Der tief in der Energiewirtschaft verwurzelte Werner Müller ist alles andere als ein neutraler Mittler zwischen den unterschiedlichen Interessen in Sachen Endlagerung. Damit bekommt die Kommission schon vor ihrem Start eine ungute Schieflage.«

Polizei räumt Blockade in Lingen. Foto: visual.rebellionPolizei räumt Blockade in Lingen. Foto: visual.rebellionAn der einzigen deutschen Brennelementefabrik im emsländischen Lingen blockieren Anti-Atomkraft-Initiativen seit heute morgen die Zufahrt. In der Anlage werden Brennelemente produziert, die international in Atomkraftwerken zum Einsatz kommen. Seit 5:00 Uhr demonstrieren die Aktivisten vor der Fabrik. Sie fordern u. a. die sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen und Gronau. Die Atomkraftgegne zeigen ihre Entschlossenheit u. a. durch eine Sitzblockade und  eine Kletteraktion. Der Zulieferungsverkehr zur Anlage kam zum Erliegen.

Die Polizei beendete die Aktivon in den Mittagsstunden gewaltsam. Mehrere Teilnehmer wurden weggetragen. Eine Teilnehmerin wurde bei der Räumung verletzt. Die Aktivisten vermuten, dass die Polizei sie möglichst zügig räumen wollte, da im Laufe des Tages ein Atomtransport aus dem Hamburger Hafen in Lingen eintreffen soll. Nach Beobachtungen hat das Urantransportschiff KHOLMOGORY am frühen Morgen im Hamburger Hafen angelegt. Dieses Schiff ist dafür bekannt regelmäßig Uran für die Brennelementefabrik in Lingen zu liefern.

Mit scharfem Protest reagiert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf die Klage des kanadischen Erdgaskonzerns BNK. BNK hat am Montag (8. Juli) beim Verwaltungsgericht in Gießen eine Klage gegen die Ablehnung eines Erdgas-Aufsuchungsantrags eingereicht Der Ablehnungsbescheid war  vom Regierungspräsidium Darmstadt für Nordhessen verfasst  worden. Der BBU betont, dass sich breite Bevölkerungskreise in Hessen und anderswo gegen jegliche Frackingpläne zur Wehr setzen. Das sollte von BNK respektiert werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt bezieht sich bei der Ablehnung der Fracking-Pläne von BNK auf zwei Gutachten und hat im Juni die Pläne untersagt.

Die niederländische Regierung erwägt in Abstimmung mit der Bundesregierung und der britischen Regierung einen möglichen Börsengang der Urananreicherungsfirma Urenco. Dies geht aus einem jetzt bekannt gewordenen Brief des niederländischen Finanzministers Jeroen Dijsselbloem vom 23. Mai an das niederländische Parlament hervor. Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland, Robin Wood und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) halten diese Pläne für unverantwortlich. Sie fordern von der Bundesregierung ein klares Veto gegen den freien Verkauf der Urenco und außerdem die sofortige Stilllegung der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Zum »Forum Standortauswahlgesetz« erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Nach Angaben der Veranstalter waren eine Stunde nach Beginn des Forums – einmal von Pressevertretern abgesehen – 79 Personen erschienen, davon viele, die sich beruflich mit dem Atommüll-Problem beschäftigten. Geplant war die Veranstaltung für 300 Bürgerinnen und Bürger. Wie der Bundesumweltminister da von ‚riesigem Interesse‘ sprechen kann, ist mir ein Rätsel. Altmaier sollte stattdessen selbstkritisch feststellen, dass er nicht verstanden hat, wie Bürgerbeteiligung so funktioniert, dass sich die Betroffenen auch angesprochen und ernstgenommen fühlen.

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