Samstag, 22. September 2018
Solidaritätsanzeige

Protest gegen BayerDie Hauptversammlung der BAYER-AktionärInnen fand am 30. April in Köln statt. Seit 27 Jahren werden diese Hauptversammlungen von den KritikerInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren mit massiven Protesten außerhalb und innerhalb des Saales begleitet. Während vor der Halle die AktionärInnen von einem Meer von Transparenten begrüßt werden, sprechen in der Halle Menschen aus aller Welt zu jeweils aktuelle n Problemen mit dem BAYER-Konzern. In diesem Jahr standen dabei u.a. die Unfälle in den BAYER-Werken, die BAYER-Giftgasleitung in Nordrhein-Westfalen, Todesopfer und Gesundheitsschäden mit BAYER-Anti-Baby-Pillen und mit BAYER-Schwangerschaftstest Duogynon, Klimagefahren,  Bienensterben durch BAYER-Gifte sowie die Geschäfte im Iran im Mittelpunkt. Es sprachen mehr als ein Dutzend RednerInnen, darunter Überlebende von Yasminelle und Duogynon, sowie mehrere VertreterInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren.

Menschenkette gegen AtomkraftMit einer 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette vom Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein quer durch Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel haben am Sonnabend über 120.000 Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke demonstriert. »Es ist gelungen: Über 120 Kilometer entlang der Elbe und quer durch Hamburg steht die Kette gegen Atomkraft. Dies zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung aus der gefährlichen Atomenergie aussteigen will. Die Pannenmeiler Krümmel und Brunsbüttel müssen endgültig stillgelegt werden. Und auch der Betrieb der anderen Atomkraftwerke ist nicht länger zu verantworten. Der heutige Tag wird eine bundesweite Kettenreaktion des Protests und Widerstands auslösen, sollte die Bundesregierung in der Atompolitik nicht einlenken«, erklärten während der Aktion die Veranstalter, ein breites Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Erneuerbare-Energien-Verbänden, kirchlichen Organisationen, Jugendverbänden, Gewerkschaften und Parteien.

Anti-Atom-Konvoi in Lüneburg. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGHeute wollen Atomkraftgegner eine 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel bilden. Zu dieser Aktion, die sich gegen den von der CDU/CSU/FDP-Bundesregierung betriebenen Ausstieg aus dem Atomausstieg richtet, werden Teilnehmer aus vielen Teilen der Republik erwartet. Bisher vor einer Woche waren bei den Organisatoren bereits drei Sonderzüge und 182 Busse angemeldet worden. »Der Andrang ist riesig. Mit einem ausgefeilten Verkehrskonzept wollen wir erreichen, dass sich die Menschen möglichst gleichmäßig entlang der Strecke verteilen und so eine eindrucksvolle Demonstration gegen die Atomenergie entsteht«, erläutert Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises der »KettenreAktion«.

Menschenketten gegen AtomkraftMit Menschenketten in Berlin und rund 50 Städten und Ortschaften will die Anti-Atomkraft-Bewegung an diesem Samstag, 10. April, für die Beteiligung an der bundesweiten Aktions- und Menschenkette am 24. April zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel werben. Die Aktionen richten sich gegen die Pläne der schwarz-gelben Koalition, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. In Berlin ist eine Menschenkette zwischen der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall und der Berliner Niederlassung des RWE-Konzerns geplant. In den Innenstädten zahlreicher weiterer Städte wird es Menschenketten zwischen zwei zweimal zwei Meter großen Atomkraftwerken aus Pappe geben. So zum Beispiel in der Hamburger Fußgängerzone, auf dem Münchner Marienplatz oder dem Augustusplatz in Leipzig.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeKnapp 5.000 Menschen haben am Sonntag in Neckarwestheim gegen die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke demonstriert. Zu der Großkundgebung hatte ein Bündnis aus 35 Verbänden, Initiativen, Stiftungen und Parteien aufgerufen – darunter die Aktionsbündnisse Castorwiderstand und Energiewende Heilbronn, .ausgestrahlt, BBMN, BDKJ, Bündnis 90/Die Grünen, BUND, Deutsche Umweltstiftung, Energiewende-Komitee, DGB, Die Linke, DUH, IPPNW, Landesjugendring, LNV, NABU, Naturfreunde und SPD.

Spontaner Protest in Gorleben. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGSpontaner Protest in Gorleben. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGBundesumweltminister Röttgen hat gestern angekündigt, das seit zehn Jahren geltende Moratorium der Erkundung des Erkundungsbergwerks Gorleben aufzuheben und  erneut zu prüfen, ob der Salzstock als Endlager für Atommüll geeignet ist. Prompt trafen sich noch am Montagmorgen rund 30 Atomkraftgegner zu einer spontanen Demonstration am in Gorleben und sperrten die Zufahrt zum Gelände. »Mit uns nicht, Herr Röttgen!« und »33 Jahre Lug und Trug!« waren die empörten Reaktionen auf Schildern und Transparenten. Ein Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative hatte sich gar mit einer massiven Stahlkette an einen Traktor gekettet - in der festen Absicht, vorerst nicht von der Stelle zu weichen.

Zur heutigen Anhörung im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Familie des Europarates zum Umgang mit der H1N1-Grippe erklärt Andrej Hunko, Mitglied des Ausschusses und des Europarates:

Die heutige Anhörung war dringend notwendig, um die drängenden Fragen zum Umgang mit der H1N1-Grippe (Schweinegrippe) anzugehen. Leider wurden meine Befürchtungen, dass eine leichte Grippe im Interesse der Pharma-Industrie zu einer "Pandemie" hochstilisiert wurde, eher bestätigt als ausgeräumt. Weder der Vertreter der WHO, Dr Keiji Fukuda, noch der Vertreter der Europäischen Impfstoffhersteller, Dr Luc Hessel, konnten die Fragen der Mitglieder des Ausschusses befriedigend beantworten. Insbesondere die Frage warum und unter welchem Einfluss die WHO im Mai 2009 die Pandemiekriterien herabsetzte, blieb weiter offen.

AKW-GefährdungsatlasAKW-Gefährdungsatlas»Beklemmend«, nennt der Vorstandssprecher der Deutschen Umweltstiftung, Jörg Sommer, das Gefühl, welches sich ihm beim ersten Blick auf den AKW-Gefährdungsatlas aufdrängte. Eine Arbeitsgruppe der Stiftung ermittelte in mehrwöchiger mühevoller Kleinarbeit die Bevölkerungszahlen in den Gefährdungsregionen der aktuell in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke. Berücksichtigt wurde dabei die Wohnbevölkerung in einem Umkreis von jeweils 150km.

Dabei ergaben sich gefährdete Bevölkerungszahlen zwischen 5,4 Millionen (Gundremmingen) und bis zu 11,8 Millionen (Neckarwestheim). Besonders gefährdet sind die Menschen um Bremen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von bis zu sechs Atomkraftwerken leben müssen. Die so ermittelten Zahlen sind Untergrenzen, da durch einen größten anzunehmenden Unfall weit mehr Bürgerinnen und Bürger in einem mehrfach erweiterten Umkreis durch die frei gesetzten radioaktiven Strahlen betroffen sein könnten, also um ihre Gesundheit und im schlimmsten Fall um ihr Leben fürchten müssten.

Das unbeugsame EichhörnchenDas unbeugsame EichhörnchenAm 27. April 2009 demonstrierte die Kletteraktivistin Cécile Lecomte erneut in luftiger Höhe oberhalb der Bahnlinie gegen die gefährliche Verschiebung von Atommüll quer durch ganz Europa und die Welt. »Aus den Augen, aus dem Sinn ist doch keine Lösung. Es gibt weltweit keine Lösung für das Atommüllproblem«, erklärte die Aktivistin damals. Mit ihrer Aktion wolle sie die Öffentlichkeit auf die Gefahren der Atomindustrie aufmerksam machen und die Menschen zum Handeln bewegen. Der Atommülltransport vom 27. April 2009 fuhr nach Frankreich. Dafür wird ihr nun der Prozess gemacht.

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