Dienstag, 20. November 2018
Solidaritätsanzeige

Auch am dritten Tag in der Berufungsverhandlung gegen die Feldbefreierin Cecile Lecomte in Würzburg ist am gestrigen Mittwoch kein Urteil gefallen. Die beiden geladenen Polizeizeugen waren im Urlaub. Stattdessen konnte sich Richter Dr. Heß ausführlich mit den Beweisanträgen der Angeklagten aus der letzten Sitzung beschäftigen. Das war dann auch nötig bei den komplexen Zusammenhängen, die die Angeklagte über die Gentechnik-Lobby in Deutschland darlegte.

Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinGAm Pfingstmontag haben Atomkraftgegner das Erkundungsbergwerk Gorleben besucht und dabei die zwei äusseren Zäune überwunden. Die Atomkraftgegner, denen das von den Regierenden angestrebte atomare Endlager ein Dorn im Auge ist, wollten damit unter anderem auf die Errichtung eines neuen Stacheldrahtzauns hinweisen. Erst im vergangenen Jahr war es einigen hundert Menschen mit Treckern gelungen, bis an den Förderschacht vorzudringen. Am Montag überwanden nun etwa 100 Aktivisten immerhin zwei von drei Zäunen und Eingangstore. Am letzten Tor vor dem Bergwerkgelände wurde Stacheldraht zerschnitten, die Barriere aber nicht überwunden. Letztlich gingen noch einige Scheiben des Pförtnergebäudes zu Bruch. Nach einer Stunde verliessen die Aktivisten das Gelände wieder. Die nur mit sechs Beamten vor Ort präsente Polizei beobachtete die Situation aus sicherer Entfernung und war offensichtlich völlig überrascht. Am Sonntag sollen noch mindestens zwei Hundertschaften auf Demonstranten gewartet haben.

Mit einem guten Dutzend UnterstützerInnen und liebevoll gestalteten Transparenten startete gestern der zweite Tag im Berufungsprozess gegen eine Feldbefreierin der Initiative Gendreck-weg. Auch diesmal konnte  der Anklagepunkt der Sachbeschädigung nicht geklärt werden. Cecile Lecomte, genannt "Eichhörnchen", reichte 20 Beweisanträge ein, die die Aktionsform der Feldbefreiung gegen Gentechnik auf dem Acker rechtfertigen sollen. Am 26. Mai wird Richter Dr. Heß möglicherweise darüber entscheiden.

Protest gegen BayerDie Hauptversammlung der BAYER-AktionärInnen fand am 30. April in Köln statt. Seit 27 Jahren werden diese Hauptversammlungen von den KritikerInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren mit massiven Protesten außerhalb und innerhalb des Saales begleitet. Während vor der Halle die AktionärInnen von einem Meer von Transparenten begrüßt werden, sprechen in der Halle Menschen aus aller Welt zu jeweils aktuelle n Problemen mit dem BAYER-Konzern. In diesem Jahr standen dabei u.a. die Unfälle in den BAYER-Werken, die BAYER-Giftgasleitung in Nordrhein-Westfalen, Todesopfer und Gesundheitsschäden mit BAYER-Anti-Baby-Pillen und mit BAYER-Schwangerschaftstest Duogynon, Klimagefahren,  Bienensterben durch BAYER-Gifte sowie die Geschäfte im Iran im Mittelpunkt. Es sprachen mehr als ein Dutzend RednerInnen, darunter Überlebende von Yasminelle und Duogynon, sowie mehrere VertreterInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren.

Menschenkette gegen AtomkraftMit einer 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette vom Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein quer durch Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel haben am Sonnabend über 120.000 Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke demonstriert. »Es ist gelungen: Über 120 Kilometer entlang der Elbe und quer durch Hamburg steht die Kette gegen Atomkraft. Dies zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung aus der gefährlichen Atomenergie aussteigen will. Die Pannenmeiler Krümmel und Brunsbüttel müssen endgültig stillgelegt werden. Und auch der Betrieb der anderen Atomkraftwerke ist nicht länger zu verantworten. Der heutige Tag wird eine bundesweite Kettenreaktion des Protests und Widerstands auslösen, sollte die Bundesregierung in der Atompolitik nicht einlenken«, erklärten während der Aktion die Veranstalter, ein breites Bündnis von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Erneuerbare-Energien-Verbänden, kirchlichen Organisationen, Jugendverbänden, Gewerkschaften und Parteien.

Anti-Atom-Konvoi in Lüneburg. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGHeute wollen Atomkraftgegner eine 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel bilden. Zu dieser Aktion, die sich gegen den von der CDU/CSU/FDP-Bundesregierung betriebenen Ausstieg aus dem Atomausstieg richtet, werden Teilnehmer aus vielen Teilen der Republik erwartet. Bisher vor einer Woche waren bei den Organisatoren bereits drei Sonderzüge und 182 Busse angemeldet worden. »Der Andrang ist riesig. Mit einem ausgefeilten Verkehrskonzept wollen wir erreichen, dass sich die Menschen möglichst gleichmäßig entlang der Strecke verteilen und so eine eindrucksvolle Demonstration gegen die Atomenergie entsteht«, erläutert Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises der »KettenreAktion«.

Menschenketten gegen AtomkraftMit Menschenketten in Berlin und rund 50 Städten und Ortschaften will die Anti-Atomkraft-Bewegung an diesem Samstag, 10. April, für die Beteiligung an der bundesweiten Aktions- und Menschenkette am 24. April zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel werben. Die Aktionen richten sich gegen die Pläne der schwarz-gelben Koalition, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. In Berlin ist eine Menschenkette zwischen der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall und der Berliner Niederlassung des RWE-Konzerns geplant. In den Innenstädten zahlreicher weiterer Städte wird es Menschenketten zwischen zwei zweimal zwei Meter großen Atomkraftwerken aus Pappe geben. So zum Beispiel in der Hamburger Fußgängerzone, auf dem Münchner Marienplatz oder dem Augustusplatz in Leipzig.

Atomkraft Nein DankeAtomkraft Nein DankeKnapp 5.000 Menschen haben am Sonntag in Neckarwestheim gegen die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke demonstriert. Zu der Großkundgebung hatte ein Bündnis aus 35 Verbänden, Initiativen, Stiftungen und Parteien aufgerufen – darunter die Aktionsbündnisse Castorwiderstand und Energiewende Heilbronn, .ausgestrahlt, BBMN, BDKJ, Bündnis 90/Die Grünen, BUND, Deutsche Umweltstiftung, Energiewende-Komitee, DGB, Die Linke, DUH, IPPNW, Landesjugendring, LNV, NABU, Naturfreunde und SPD.

Spontaner Protest in Gorleben. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGSpontaner Protest in Gorleben. Foto: Karin Behr / PubliXviewinGBundesumweltminister Röttgen hat gestern angekündigt, das seit zehn Jahren geltende Moratorium der Erkundung des Erkundungsbergwerks Gorleben aufzuheben und  erneut zu prüfen, ob der Salzstock als Endlager für Atommüll geeignet ist. Prompt trafen sich noch am Montagmorgen rund 30 Atomkraftgegner zu einer spontanen Demonstration am in Gorleben und sperrten die Zufahrt zum Gelände. »Mit uns nicht, Herr Röttgen!« und »33 Jahre Lug und Trug!« waren die empörten Reaktionen auf Schildern und Transparenten. Ein Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative hatte sich gar mit einer massiven Stahlkette an einen Traktor gekettet - in der festen Absicht, vorerst nicht von der Stelle zu weichen.

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